Fluxi
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Erst einmal danke an alle die sich hier so rege beteiligt haben!Ich finde den Beitrag von Arnika sehr gut, nicht weil sie etwas mehr auf meiner Seite ist, sondern weil ich genau diese Gedanken auch bereits im Kopf hatte. Ist das Zufall, ich glaube nicht. Ich habe mich tatsächlich als der Bösewicht gesehen und ich suche hier nicht den Rat bzgl. der Entschuldigung, weil mir langweilig ist, sondern weil ich schwanke.
Es ist immer leicht zu schreiben, du hast dich da blöd verhalten, du hast sie vergrault etc.Und wenn ihr mir das nicht abnimmt, dass es mir wichtig ist mit einer aufrichtigen Entschuldigung, dann ist das ja auch ok. Ich bin nicht so verblendet, dass ich 8 Monate ohne Kontakt nicht einordnen kann und mir ist absolut bewusst, dass eine Entschuldigung NICHTS an der Situation ändern wird. Ich tendiere eher wie Arnika, dass es sie in ihrer Entscheidung bestätigen wird.
Ist es nicht toll, wenn der Partner glücklich ist? Und das war ich lange Zeit, bis ich mich berufsbedingt selbst gegen die Wand gefahren habe. Mir war es wichtig, dass ich erst mit ihr zusammenziehe, wenn ich mich vollkommen selbst liebe und mit mir im Reinen bin. Denn wenn das nicht der Fall ist, dann entstehen erst recht Probleme. Ich habe mich damals in der Beziehung öfters gefragt, was ist eigentlich los mit ihr? Und wie gesagt, dies bereits, als wir erst ganz frisch zusammengezogen sind. Ich kann aber nicht in ihren Kopf schauen, hinterher ist Mann immer schlauer. Ganz im Gegenteil, auch ich wurde immer frustrierter in der Beziehung, da selbstverständlich auch Sex zu einer Beziehung dazugehört. Wir haben uns damals jeden Tag gesehen! Wenn sie mal iein Wochenende weg war, dann sagte sie:"vermisst du mich denn gar nicht?". Hallo? Es gehört in einer Beziehung auch dazu, dass jeder mal seinen Freiraum hat. Ist es nicht so, dass sie gefühlt dachte und auch so handelte, dass es keine Unzufriedenheit in der Beziehung geben würde, wenn ICH bestimmte Dinge ändere. Aber wie reflektiert ist ihr Verhalten gewesen? Denn tatsächlich war es auch so, dass sie wahnsinnig viel projiziert hat. Sie verkopft war, aber sich nicht mitgeteilt hat. Mann mir fehlte damals auch Liebe und Zuneigung!
Wie schräg das teilweise war, zeigt allein ihr Narzissten Vorwurf. Das war nicht nur so dahingesagt, sie hat sich ein Hörbuch über Narzissten geholt und es mir im Auto vorgespielt. Sehr wertschätzend. Hinterher kam sie zu der Erkenntnis, dass ich ja doch kein Narzisst sei. Ich frage mich manchmal, wie gut sie mich eigentlich kannte? Wie gut sie sich selbst kennt? Ich bin nicht immer einfach, aber ich habe unter meiner Schale ein großes Herz und das weiß sie ganz genau. Sie sollte auch wissen, wie reflektiert ich bin und sie weiß geanz genau, wie sehr ich mich selbst zerfleishen kann für Fehler. Da habe ich früher öfters gemacht, bis ich mal begriffen habe, wie dumm das eigentlich ist und wie viele Stärken ich habe. Ich habe mich weiterentwickelt und noch einmal, ich habe sie nicht sch. behandelt!
Ich habe mich nach der Trennung so gefühlt, als ob ich sie vorher betrogen, geschlagen ... hätte. Also im Hinblick auf die Schuldfrage. Sie warf mir immer wieder bei jeder Kleinigkeit vor, dass ich ein Egoist sei. Wie egoistisch war ihr Verhalten denn eigentlich? Ist es nicht auch egoistisch, immer nur an sein eigenes Aufmerksamkeitsdefizit zu denken? Wie ging es mir eigentlich? Sie sagte nach der Trennung bzgl. meiner Arbeitsbelastung: "es kommt ja immer darauf an, was man daraus macht". Das sagt so viel aus, da sie auch in der Beziehung nie auf meine Belastung eingegangen ist und ich habe das kommuniziert, wie platt ich war und ich nicht weiß, ob ich die Probezeit überhaupt überstehe. Sie sprach immer von Wertschätzung, aber ihre Kommunikation war alle andere als wertschätzend. Wieder eine Projektion. Ich habe meinen Job damals in der Probezeit verloren, weil mir das gamnze so zu Herzen ging und sagte ihr, es tut mir so leid, du hattest es echt nicht leicht mit mir.". Ihre Reakion im selben Gespräch:" was ist denn mit dem Geld?" Ich schuldete ihr noch Geld, Wertschätzung pur, trotz Trennung! Sie wusste genau, wie lange, viele, viele Jahre, es mein Wunsch war beruflich anzukommen. Dann die zweite Probezeit als wir noch zusammen lebten, Rücksichtsnahme gleich 0! Und ich habe mich davor schon entschudigt, vor ihr herumgeheult etc. Man das waren 20 Jahre und viele, viele schöne Jahre. Dehalb denke ich wie Arnika, dass an der Bösewicht Theorie etwas dran sein könnte. Ich kann sie nicht verändern, ich kann nur mich selbst verändern. Ich denke aber leider, dass sie nicht so reflektiert ist, wie ich lange Zeit dachte, Sie wusste genau, wie sehr mich das damals mitgenommen hat und seinen langjährigen Partner mit so viel Schuldgefühlen zurückzulassen, sagt auch etwas aus. Das sage ich jetzt nicht nur so dahin, wenn ich sie verlassen hätte, auch dann hätte ich mich für mein Verhalten entschuldigt! Einfach weil der Mensch so lange Teil meines Lebens war und ich ihn nicht so zurücklassen möchte. Sie hat mir sogar mit einem Anwalt nach der Trennung gedroht. Völlig übertrieben und während der zweiten Probezeit, auch dafür kam nicht ein Satz über ihre Lippen. Obwohl ich ihr gesagt habe, wie sehr micht das verletzt hat. Das rechtfertigt kein Verhalten meinerseits in der Beziehung. Ich habe ihr immer blind vertraut, ich habe sie geliebt und das hat sie gemerkt! Das hat sie auch nach der Trennung gesagt "in Kleinigkeiten habe ich gemerkt, dass du mich liebst".. Wollte sie nicht auch am Ende mit einer weißen Weste dastehen? Weil sie mich mit einem anderen Typen hintergangen hat und sie die Schuld lieber auf mich abwälzt?
Ich ticke da anders, nicht nur weil ich sie trotz allem gerne hab und irgendwo noch ein Funken Hoffnung besteht. Sondern weil ich jeden versammten Tag seit der Trennung über den Kram reflektiert habe und es mir tatsächlich ein aufrichtiges Bedürfnis ist zu meiner Verantwortung zu stehen. Weil ich mich richtig tief dafür geschämt habe!