Zitat von Artemis:Und klar, mein ganzes Leben ist wahrscheinlich ein einziger Selbstbetrug. Ich fühle mich im Moment wie in einer Felsspalte gefangen, als wäre ich dort reingerutscht und käme nicht mehr raus aus dieser Enge.
Ich bin absolut ratlos. Der Vater des kleinen Bündels in mir fehlt mir und ich kann es zum Teil kaum ertragen, dass ich ihn nicht mehr sehen soll. Alles liegt in Scherben.
Wenn ich meinem Mann das sage, nehme ich ihm und mir, alles. Gleichzeitig wäre das die Chance für mich, endlich "zu mir zu kommen", was mir in dieser Beziehung ja nie gelungen ist. Gleichzeitig der Zweifel, ob es mir überhaupt je gelingt.
Gefühle der absoluten Verzweiflung. Wenn ich jetzt von einem Auto überfahren würde, wäre es für alle das Beste, so fühlt es sich an. Und ja, selber Schuld, eigene Dummheit, weiß ich alles.
Liebe Artemis, es geht nicht um Schuld, nur um Verantwortung!
Deine Verantwortung für das Kind, das Recht darauf hat ihren leiblichen Vater kennen lernen zu dürfen und das Recht deines Mannes für sich entscheiden zu dürfen, wie er sein Leben in Zukunft gestalten möchte!
Alles andere wäre egoistisch und ein weiterer Betrug, an deinem Kind und an Deinen Ehemann!
Der leibliche Vater, muss auch zu der Verantwortung stehen, ob er will oder nicht!
Dein Mann kann die Vaterschaft anfechten, was kein Problem darstellt und dann kannst Du eine Vaterschaftsfeststellungsklage einreichen, dann ist das alles sehr schnell geklärt!
Glaube mir alles andere wird dir auf die Füße fallen und dein Kind hat ein Recht auf die Wahrheit!