Sooo, jetzt habe ich nochmal nachgelesen und wollte dir @_Summer_ überhaupt noch antworten, du hattest ja einiges gefragt oder geschrieben.
Danke dir erstmal für den langen Text, und auch für die nachfolgenden Beiträge!
Hier noch manche Antworten:
Zitat von _Summer_: Du hast dort einen Hof gesucht, obwohl du eigentlich zurück wolltest? Oder in der alten Heimat ein Hof gesucht?
Ich hatte hier in der Heimat einen Hof gesucht, und wäre zwischenzeitlich immer wieder da runter gegangen, zB für zeitweise Projektarbeit, oder es hätte sich dann da unten was anderes gefunden. Einen Hof hier oben bei uns im Erzgebirge suche ich schon länger, aber nicht auf Krampf sondern dann wenn es an der Zeit ist dafür.
Zusätzlich bin ich gerne am Reisen und suche immer wieder gern meine Orte auf, die ich dafür habe, Kraftorte oder Liebgewonnenes, es sind nicht viele, aber sie liegen mir am Herzen, und ich komme immer wieder gerne dahin zurück, für eine bestimmte Zeit.
Obwohl ich meine Heimat liebe, aber das hat damit nichts zu tun. Ein Häuschen in den Bergen ist was Tolles, Friedliches, das möchte ich irgendwann wieder haben denn meines durfte ich loslassen.
Zitat von _Summer_: Du bekommst Verhalten ab,dass jemand aus seiner Vergangenheit gegolten hat.
Sehr interessant, habe ich so noch gar nicht betrachtet.
Danke!
Zitat von _Summer_: Ist er die älteste oder jüngste der 6 Geschwister?
Es sind insgesamt 7 Geschwister und er hat 6, zwei Schwestern und vier Brüder. Er ist tatsächlich der Jüngste (mit einer Schwester) und ich vermute stark, dass er als Kind einfach gehänselt wurde, zumal im Dorf dort oft über diese Kinderreiche Familie gelästert und gelächelt wurde, das scheint auch Narben hinterlassen zu haben. Zusätzlich zu wahrscheinlich irgend einem Verhalten der Eltern, was das jetzige vermutlich auch mit angelegt hat.
Zitat von _Summer_: Du hast aber ne sehr gute Strategie erlernt. Wie machst du das mit dem abspalten?
Du hättest dich sonst verloren darin oder? Da kann ich noch ne Strategie von dir lernen.
Ja und hier kann ich nur vermuten, dass das aus dem jahrelangen intensiven Beschäftigen mit mir selbst und meiner Vergangenheit zu tun hat.
Diese Phase hatte ich 2014 ganz intensiv für mindestens zwei Jahre, da bin ich aus allem ausgestiegen, habe meinen Job hingeschmissen weil ich nur noch unglücklich war obwohl ich alles hatte und mir es eigentlich Spaß machte und zuflog, doch ich habe mich mit tausend Hobbies und Begabungen und Erfolg/Spaß im Job jahrelang betäubt, und bin daran fast zugrunde gegangen. Irgendwas in mir hat die Notbremse gezogen, daraufhin bin ich in meinen Garten gezogen für fast zwei Jahre (Sommer), im Winter auf eine Alphütte gegangen und habe tiefe Innen- und Vergangenheitsarbeit geleistet, nur ich mit mir allein in Einsamkeit.
Das war soooo schmerzhaft teilweise und nciht immer leicht, aber enorm aufschlussreich und auch erleichternd, es hat mir immense Werkzeuge gegeben, mit was auch immer ich da kommuniziert hatte auf dem Berg (in den Schweizer Alpen), da waren schon andere Kräfte am Werk.
Ich brauchte niemanden dafür, nur Isolation und Einkehr, und es sind tausend Tränen geflossen und ich hab allem bisherigen vergeben, sowohl mir als auch Menschen denen ich bis dahin Unrecht getan hatte.
Und seitdem ist irgend ein Quell in mir vorhanden, oder eine Art Liebe, die so kräftig ist und die mich sehr viel von innen heraus überstehen und lösen lässt, ich bekomme von da sehr oft Antworten.
Es ist wie ein Geschenk, dass ich mir freigeschalten habe Level für Level, und dieses "Spiel" ist noch nicht abgeschlossen. Ist einerseits hart, andererseits erleichternd und birgt oft Überraschungen.
Denn normalerweise ist das Leben wunderbar.
Also was auch immer für eine Lektion dieses letzte dreiviertel Jahr für mich war oder ist, ich werde definitiv daran weiter wachsen.
Auch wenns grad weh tut.
❤🙏🏽