Zitat von Femira: Ansonsten glaub ihm einfach nix... Lass dir alles beweisen. Abschiedsbesuch? Mach! Wenn er einen Termin mit deiner Oma gemacht hat, dann kannste ja überlegen, wie du das findest.
Tausch bloß das Schloss, wie hier schon geraten. So jemand kennt keine Grenzen.
Ja, ich hätte es ihm geglaubt, ich Naivchen, da er oft so "höflich und korrekt" und auf sein Gesicht bedacht ist. Wirklich krass, wenn es anscheinend immer dieselben Muster sind, das ist schon hart für mich zu lesen.
Hätte ich niemals gedacht.
Aber meine Oma würde aus allen Wolken fallen, die würde sowas nicht gut verkraften weil sie sehr viel "von ihm hielt", wie man auf ihre Art sagt.
Tja, und meine Eltern fahren morgen früh spontan eine Woche weg, die Glücklichen - also von mir aus soll er meinen Heimatort unsicher machen. Ich bete wirklich dass er meine Oma in Ruhe lässt. Der Rest ist nicht da.
Das Schloss werde ich morgen im Laufe des Tages austauschen.
Zitat von Femira: Ich hake da nochmal ein, wenn du gestattet... Ist also das ruhig werden und das Betonen, nicht hysterisch gewesen zu sein, ein" Erziehungserfolg" von ihm oder kennst du das auch als Kind?
Wie sind deine Eltern mit deinem wütenden Kind umgegangen?
> Nein das ist kein "Erfolg" von ihm, das habe ich im Laufe der Zeit selber gemerkt an mir und mir langsam aber sicher "abgewöhnt".
ALs Kind ist meine Mama auch öfters laut geworden, deshalb habe ich mir das auch angenommen und weitergeführt bis ins Erwachsenenalter. Eine Narz. ist sie nicht, eher auch viel zu emotional und mitfühlend und manchmal schnell aufbrausend, keine Ahnung wie man das nennt und ob es einen Namen hat. Aber immer liebevoll durch und durch, und tut alles für andere, manchmal zu wenig für sich selbst. Sie würde aber niemals jemanden absichtlich oder unabsichtlich verletzen.
So wütend war ich als Kind selten, ich durfte mich immer ausleben und habe anscheinend wenig angestaut, es gab selten Streit oder Unterdrücktes. Sie hat mich viel selbst erkunden lassen, ohne zu locker zu sein.
Aber ich werde sie dazu nochmal genauer fragen. Obwohl wir da schon manchmal darüber geprochen hatten weil es mich schon interessiert hatte, wie ich als Kind war. Sie erzählt gerne davon. (Interessant: ganz anders wiederum mein Bruder, er war oft bockig und wútend und mit Grenzen nicht einverstanden. Sie haben ihn ausbocken lassen. Ich brauchte viele dieser Grenzen offenbar gar nicht, weil ich sie für mich selbst erkannt hatte, im Umgang mit der Welt und mit Menschen.)
(sooo interessante Frage von dir, danke!)
Klar... Nur dann erfordert Stille und Besonnenheit klare Kommunikation und Grenzen, beispielsweise in Form von spürbaren Konsequenzen.
> Da bin ich gerade dabei, die zu ziehen, und anscheinend fruchtet es auch.
Ich bin offenbar "leidensfähiger" als andere, das stimmt, aber wenn ich einmal über einen Punkt hinaus bin ist Schluss. Dann geht auch nichts mehr mit Einlullen oder Weichklopfen, denn es hat ja was mit Vertrauen und Liebe zu tun. Und wenn das einmal weg ist, dann ist es unwiderbringbar weg. Ist zumindest bei mir so.
Mich hat am meisten die Schwimmbad Situation irritiert, in der du sagtest, du verzeihest ihm alles....
Dabei stimmt das ja nicht. Er hat Grenzen überschritten, du hattest zurecht Angst und die Wahrheit ist, dass er da so sehr über deine Grenzen gegangen ist, dass du dich gelöst hast.
"Ich verzeihe dir alles" ist schlichtweg nicht wahr. Du hast da nicht deine Wahrheit gesprochen und die Frage ist für deine Lebensgestaltung, erlaubst du dir, Grenzen zu ziehen und deine Wahrheit zu sagen und Wut zu spüren?
> Ja du hast recht das ist nicht schlüssig, bzw das hat nicht gestimmt in dem Moment. Wahrscheinlich war es auf die Vergangenheit bezogen, so schon eher, also bisher habe ich ihm alles verziehen. Ich denke ich stand unter Schock oder ich hab das hier falsch getippt, denn mir war in dem Moment eigentlich bewusst dass DAS nicht einfach zu verzeihen geht. Muss ich selber noch mal nachlesen.
Undja, ich erlaube mir Grenzen, habe aber nur noch selten Wut muss ich sagen. Und wenn, lasse ich es schon raus, denn runterschlucken fühlt sich ungesund an. Wenn ich so darüber nachdenke, habe ich in den letzten drei Monaten aber recht viel runtergeschluckt.
Ob es wegen dem Baby war? Das Arme, was es bisher schon mit erleben durfte. Dabei freue ich mich in vielen Momenten so über meine Schwangerschaft und auf das Baby, denn es kann nix dafür und ich liebe es schon jetzt.
Aber stimmt, Wut hatte ich manchmal die letzten Wochen, zwar nicht jedesmal heftig, weil ich wusste dass der Knackpunkt in ihm liegt, aber ich hab mich schon manchmal gefragt warum ich mir das offenbar ausgesucht habe, mal blöd gesagt.
Vielleicht, um zu lernen wieder mehr Grenzen zu ziehen. War bisher nicht unbedingt privat so sehr nötig, sondern eher beruflich. Da aber mit Radau.
Wahnsinn, du hast super Gedanken und sehr hilfreiche Fragen/Anaysen.
❤