Klio
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du hast das Bedürfnis zu lachen über seine schriftlichen Ausführungen. Ich würde es nicht gänzlich auf deine Hormone schieben. Ich habe Ähnliches erlebt, da ich aber emotional noch so gebunden war, habe ich dieses perfide Gehabe nicht erkannt. Später mit Abstand war ich fassungslos und hätte auch gerne darüber gelacht. Ich glaube es ist eher natürlich gesund, dass du über seine Aussagen lachen kannst.
Zitat von transparent:Damals dachte ich noch, der 'arme Mann', was muss er für Wunden haben und vielleicht hat er bisher nie geschafft sich denen zu stellen.... was er ja jetzt könnte weil ich ihm Raum gebe und dafür nicht verurteile wenn er sowas tut.
Du bist dafür nicht verantwortlich. Ich denke du kannst das differenzierter sehen und in deinen Gedanken spielen eventuell auch noch andere Nuancen mit ein. Aber nimmt man nur diesen Abschnitt klingst du als die Retterin, die gebraucht wird, damit er sich entwickeln kann. Jemanden Raum zu geben ist sein sehr guter Ansatz, aber
Zitat von transparent:Aber anstatt die Hand, die ich ihm da reichte, zu nehmen und irgendwie an sich zu arbeiten, ging es nur noch weiter damit, das war nur der Startschuss.
er sollte auch ohne deine Hand an sich arbeiten können. Natürlich sind Denkanstöße von Aussen wichtig; die Identität bildet sich im Zusammenspiel mit anderen weiter. Aber warum mag man diese Rolle als "Retterin" einnehmen? Was bringt dir das?
Ich habe lange meine Hand gegeben, als ich seine gebraucht hätte, wurde ich getreten. Sei froh, dass er deine Hand nicht wollte.
Zitat von transparent:Und ich war da der wirklich denkbar ungünstigste Partner dafür - also eigentlich müsste er doch froh sein denn es ist für ihn eine Chance gewesen (und für mich wahrscheinlich auch, noch weiter zu wachsen).
Aber nein, er tritt diese Chance zu wachsen mit Füssen, denn ich habe offenbar seine Psychosen nicht genährt, sondern hatte "nur" Liebe für ihn, keinen Zweikampf oder keine Machtspiele oder Taktiken. (Mein früheres Ich ja, aber seit mind.10 Jahren nicht mehr)
Er kann darüber nicht froh sein, da er dieses Verhalten bei sich nicht als ungünstig einstuft. Am Ende bist du das "Problem". Ein sehr schöner und wichtiger Gedanke gemeinsam zu wachsen. Wäre für ihn sicherlich erstrebenswert und wünschenswert gewesen Verhaltensweisen von sich selbst zu beleuchten und zu versuchen damit anders umzugehen. Wie wärst du daran gewachsen?
Hast du sein Verhalten manchmal doch gespiegelt? Manche können damit nicht umgehen ihr eigenes Verhalten vorgeführt zu bekommen.
Zeigt sein Verhalten dir etwas von deinem früheren Sein?
Fühlst du dich wegen etwas schuldig? Hast du das Gefühl noch irgendeine Widergutmachung oder Aufgabe erfüllen zu müssen?
Genau du hast seine "Psychosen" nicht genährt, stattdessen hast du begonnen dich emotional zu entfernen. Er hat dies bemerkt und bevor du Schluss machen kannst, tut er das lieber selbst, damit er die Kontrolle behält, nicht der Verlassene ist. Nun wirst du zum "Täter" gemacht, weil du es nicht noch einmal mit ihm probieren magst.
Zitat von transparent:Ja könnte gut sein, bzw dass er sich "unterlegen" fühlt glaube ich sogar bzw kann ich mir vorstellen, wobei ich ihm nie nie niemals auch nur so ein Gefühl vermittelt habe, wie könnte ich nur, denn gefühlt habe ich sowas auch nie
Nicht in jedem Fall passt der Gedanke, dass man bei sich schaut, welches Gefühl man dem anderen vermittelt haben könnte. In einigen Fällen ist es einfach die Wahrnehmung, projezierte Vorerfahrung, Angst des anderen etc. die dazu führt.
Zitat von transparent:Kampfmodus, permanent, auch wenn es nicht so ausschaut in seiner meist oberflächlich hilfsbereiten charmanten Art.
Er bekämpft sich selber, und manchmal auch seine Umwelt wenn er es in sich nichtmehr aushält.
Kampfmodus oder vielleicht auch Schutz?
"Wenn er es in sich nicht mehr aushält" klingt nach Verdrängung von Gefühlen, das Unvermögen sich selbst anschauen zu können, das Unvermögen sich eingestehen zu können, dass man sich evtl falsch verhalten hat; als ob ein Gefühl davon in ihm schlummert, er dies aber nicht aushalten kann, nicht anschauen kann und dann um sich schlägt.
Zitat von transparent:Doch das allerdreisteste: ER, der seine Maske hat vor einiger Zeit hat fallen lassen, schreibt mir jetzt was von "Jetzt zeigen sich die Menschen wie sie wirklcih sind."
Auch hier projiziert er seine eigenen Unzulänglichkeiten auf dich.
Und mit Abstand erzeugt diese Aussage auch einfach ein leichtes lachendes Schmunzeln