@Scheol
Danke dir.
Ok, dann schreibe ich mal wieder etwas.. und auch etwas mehr, es ist ja meine Ersatz-Therapie zur Zeit. ; )
Wobei das Zurückhalten hier auch zeitweise gut tat (tut), muss ich zugeben.
Irgendwann ist ja auch alles gesagt, und ich drehe mich im Kreis wenn ich immer wieder dieselben Fragen stelle (die ich mir selbst aber dennoch stelle, z.B. dieses "Wieso" es passierte, und auch wieso ich es nicht gemerkt habe eher, im Liebestaumel.
Ich begebe mich z.B. hin und wieder in diesen einen Moment in CH hinein, als es das allererste Mal war, wo nach 2Tagen alles in mir verkrampfte, was ein überdeutliches Warnsignal war.
Ich spüre es heute noch, dieses Heiss-und-Kalt-Gefühl, dieser Moment fühlte sich mehr als seltsam an, wie aus einer anderen Perspektive.
Nur warum ich dieses ignorierte, was hab ich mir nur dabei gedacht, das versuche ich herauszubekommen. Evtl wollte ich dieses Bild des bis dato perfekten Mannes aufrechterhalten, es gab bis dahin nie Diskussionen oder Meinungsverschiedenheiten, was ich mir bis heut auch nicht erklären kann, oder nicht kannte.)
Nee, ich hab das noch lange nicht abgeschlossen, merke ich immer wieder wenn ich mich hineinbegebe.
Gemischt geht es mir, würd ich sagen.
Er hält die Kontaktsperre (fast) ein, einmal gab es an besagtem Neumond-Tag (wo er ja für sich innere Klarheit (?) erhoffte) einen Anruf, den ich nicht annahm, danach eine SMS, aber ohne Text, nur ein Smiley.
Habe nicht reagiert.
Habe seine Nummer schon eine Weile gelöscht, da ich den Namen nicht mehr lesen wollte, aber muss nun aufpassen nicht aus Versehen ranzugehen.
Mich rufen doch in letzter Zeit häufiger fremde Nummern an. Aber da ich nie Ton+Vibration an habe, merke ich das meist erst hinterher. Ausser ich habs grad in der Hand.
Ja die Zeit dazwischen ist ruhig, ich verdränge es noch aber ich weiss ich muss irgend eine Entscheidung treffen, aber habe 'Hemmung' den sogenannten Cut endgültig zu machen, bzw Stellung zu beziehen.
Manchmal denke ich, vielleicht ist alles gar nicht so schlimm, und befürchte eher die "schlimmeren" Konzequenzen die es nach sich zieht, wenn ich einen absoluten Kontaktabbruch, auch für die Zukunft mache, mit allem was dazugehört.
Dann versuche ich mir auszumalen was es noch für Varianten gäbe. Wie es z.B. wäre wenn wir uns beide um das Baby kümmern (ohne ein Paar zu sein), aber dabei zieht sich in mir alles zusammen, und ich kann es mir beim besten Willen nicht vorstellen.
Soll mein Kind etwa auch immer weinen, wenn er es einfach an sich nimmt, wie die ganzen anderen Kleinkinder/Babies wo er immer ganz nah ran ist, oder sie einfach auf den Arm nahm? Oder ich Angst haben dass es ihm gut geht wenn es bei ihm ist?
Im Dorf ist das anscheinend so üblich, für mich ist es eher fremd. Ich frage vorher, bzw frage in Gedanken sogar das Kind, und ich kenne es auch nicht dass Kinder bei mir Weinen. Sondern ich merke es vorher wenn sich das Kind unwohl fühlt. Doch selbst fremde Kinder fühlen sich bei mir wohl, und das schon seit ich mich zurückerinnere. Und sie lächeln mich immer an, auch im Vorbeigehen, ich mach mir da mittlerweile schon ein Spiel draus, weil ich es so liebe.
Gut, ich schweife ab.
Aber ich kanns mir halt partout nicht vorstellen, und ich habe keine Ahnung ob es nur meine eigene Verletzung ist (die zum Glück überschaubar ist, hoffe ich) oder ob es mein Bauchgefühl ist das mich hier wieder warnen will und auf das ich diesmal vielleicht hören sollte. Um mich vor schlimmerem zu bewahren.
Dass wir wieder ein Paar werden, kann ich mir erst recht nicht vorstellen.
In keiner Weise, geht da noch ein Weg zurück.
Ich weiss auch nicht, wie es werden soll, wenn wir wieder aufeinander treffen.
Ich habe nach wie vor keinen Bedarf an einem Gespräch, für mich ist alles gesagt, und ich möchte Abstand auf unbestimmte Zeit.
Ich mag auch seine Leier nicht mehr hören und seine Versuche irgendwas worauf auch immer zu schieben, oder sein gutmütiges Schöngerede von allem, diese Friedefreudestimmung die er meistens hat und sich selbst für die ungünstigsten Sachen noch lächelnd bedankt (aber null reflektiert hinterher!).
Sein Leidens- oder Kleinkindtrotzgesicht mag ich auch nicht sehen, da ich dann Mitleid mit seiner Situation bekomme, in die er sich aber selbst gebracht hat.
Und zum Diskutieren bin ich auch nicht aufgelegt, wozu und worüber, was gibt es noch zu diskutieren?
Und falls er fragen sollte, wie das mit dem Baby werden soll, bin ich auch überfragt.
Das ist meine einzige Sorge, im Moment.
Ich wünsche mir so sehr, dass die Zeit Klarheit bringt. Ich wüsste zwar nicht wie und woher das kommen soll, aber ich habe im Moment absolut keine Antwort darauf, und die wünsche ich mir so sehr.