Sandman
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Ich bin derzeit auch in so einer Bedenkzeit Phase.
Ich war mit meiner Freundin ein gutes Jahr zusammen. Trotz 14 Jahren Altersunterschied (ich 38 sie 24) hat unsere Beziehung sehr gut funktioniert. Sie wohnt zwar gute 30km entfernt und wir sahen uns meist nur ein paar Tage in der Woche klappte es gut. Sie hat mich über alles geliebt und war immer fast schon aufopfernd. Ist aber auch ihre Art, dass sie eigentlich nur lieb ist. Dennoch konnte sie ihre Wünsche ausdrücken und sagen und zeigen was ihr nicht gefiel.
Vor einem halben Jahr stand bei mir ein größeres Arbeitsprojekt an welches ich auch selbst organisieren und gestalten musste. Dieses ist ziemlich chaotisch geworden da ich mich nicht richtig organisierte. Darunter litt die Beziehung, mein Verhalten zu ihr und ich war auch mit mir selbst massiv unzufrieden. Zum Ende des Projektes trennte sie sich nicht wegen des Projekts sondern der mangelnden Perspektive mein Leben und meine Zukunft organisiert zu bekommen. Emotional passte es wunderbar, das merkte ich ihr auch deutlich während und nach der Trennung an. Nach der Trennung reflektierte ich mich, da ich zunächst dachte es lag nur an meinem Arbeitsprojekt, ich bemerkte aber das ich mir selbst etwas vorgemacht hab und meine mangelnde Organisation vor mich selbst heruntergespielt habe. Für mich habe ich daraus die Entscheidung getroffen das mit externer Hilfe zu ändern.
Nach der Trennung bat mich meine Ex zunächst um Abstand, betonte ich sei ihr nicht egal und das es nicht so sei das sie nie mehr etwas von mir hören möchte. Wir hatten zwei Treffen, das eine recht kurz nach der Trennung nachdem ich ihr einen Brief geschrieben habe (alles sehr emotional, auch das Treffen), das andere wo ich um ein Gespräch bat und ihr darin meine Entscheidung und Entwicklung erzählte. Dieses Gespräch verlief auch gut und sie war auch hier nach ca. 4 Wochen noch emotional voll bei mir. Sie freute sich sichtlich über meine Erkenntnis und war auch positiv überrascht. Dennoch bat sie weiterhin um Abstand und keinen Kontakt um sich selbst klar zu werden. Eine Entscheidung bezüglich uns hat sie betont abgelehnt, sie könne diese jetzt nicht treffen. Auch als ich sagte ich akzeptiere und respektiere die Trennung, sehe aber durchaus die Möglichkeit für einen Neuanfang aber wenn sie das nicht möchte sei ok und sie solle mich nicht schonen das auszusprechen sagte sie eine Entscheidung kann sie jetzt nicht treffen.
Dieser Schwebezustand hält jetzt seit ca. 6 Wochen. Dummerweise hab ich mich nicht sehr konsequent daran gehalten und alle 1-2 Wochen irgendeine Kontaktaufnahme gemacht. Sie sagte mir diesbezüglich das sie das verstehe, es selbst wohl auch so machen würde, das für sie aber kontraproduktiv wäre und einfach allein und in Ruhe nachdenken müsse. Jemand neues hat sie nicht kennengelernt und sie hat diesbezüglich auch keine Ambitionen (das sagte sie von sich aus und ich habe hierfür auch keinerlei Hinweise. Das steht für mich auch absolut sicher fest).
Natürlich lagen unsere Probleme auch in der mangelnden offenen Kommunikation miteinander, was wir aber beide in den Griff bekommen können und auch wollen (wurde bei dem zweiten Gespräch deutlich).
Für mich ist es natürlich sehr schwer aber klar das meine einzige Chance ist, die Kontaktsperre zu respektieren und einzuhalten. Allerdings versuche ich zu verstehen was in ihr vorgeht und ob es da noch eine Chance gibt.
Danke für Eure Einschätzungen!
