Garamond
Gast
mich beschäftigt gerade, aus besonderem Anlass, die Frage, wie ich das Verhältnis zu meiner Schwiegermutter gestalten soll. Sie ist 82 und hat unter unserer Trennung sehr gelitten. Ich hatte ein sehr gutes Verhältnis zu ihr und sie war für mich Mutter-Ersatz, da meine eigene Mutter bereits mit 50 verstorben ist. Sie hat meinem Mann immer gesagt, dass er mir nie weh tun solle. Anfangs hat er ihr jedoch verschwiegen, dass er sich wegen einer anderen Frau von mir getrennt hat und nur gesagt, dass keine Gefühle mehr da seien. Meine Schwiegermutter hat daraufhin mit uns beiden "geschmollt" und war traurig. Da es ihr nicht so gut ging, habe ich sie nochmal allein besucht und auch da nicht den wahren Grund offenbart. Als ich noch in unserem Haus wohnte, haben wir auch noch öfter telefoniert. Später sagte ihr mein Mann, dass ich sie schon anrufen würde, wenn ich sie lieb hätte. Im Februar zog ich in meine eigene Wohnung und mein Mann startete eine Aktion, die alle hoffen ließ, dass wir wieder zusammen kommen würden. Sofort wurde ich von meiner Schwiegermutter kontaktiert und sie hoffte, dass er aus seinen "Dummheiten" gelernt hätte. Jedoch habe ich sofort gespürt, dass seine Aktion nur Torschlusspanik war und der geringste Widerstand meinerseits hatte die Folge, dass er "kampflos" seine Affäre (die er mir gegenüber schlecht gemacht hat) ins Haus holte und mit ihr glücklich ist. Mich hat er mit wenigen Sachen und einem "schicken" Ehevertrag aus dem Haus (welches ihm gehört) gejagt.
Zu Ostern habe ich meine Schwiegermutter angerufen und mit ihr vereinbart, dass ich mich nur noch zu Feiertagen und zu ihrem Geburtstag melden werde, damit sie sich ohne Stress in die "N"neue Situation einfinden könne. Sie war mir dafür dankbar oder nur einverstanden? Ich dachte, dass ich dies ihrem Alter schuldig wäre.
Heute hat sie sich nicht bei mir gemeldet und ich weiß nicht, ob ich sie morgen zu ihrem Geburtstag anrufen soll oder Alles im Sande verlaufen lassen sollte, damit ich sie nicht weiter "aufrege".