Zitat von Echnaton: Mit anderen Worten, diese Öffnung der Beziehung ist ein denkbar problematisches Thema.
Mit deiner AF wird das sehr sehr sicher nix. Das ist richtig.
Das hast DU verkackt, wenn ich das mal in dieser Deutlichkeit sagen darf.
Und eine Frage, um die du dich hier ein wenig herumdrückst, zumindest ist es mir hier noch nicht wirklich klar: Hast du dich nun klar für deine Frau entschieden, und bis wild enschlossen, dich dem Liebeskummer zu stellen, oder schwankst du noch?
Wenn es je eine Chance gegeben hat, dass deine Frau einer Öffnung zustimmt, dann nur, wenn du VORHER mit ihr darüber geredet hättest. Jetzt hat sich die Chance dramatisch verringert, und mit deiner AF bsteht sie vermutlich überhaupt nicht mehr.
Ich denke, das ist es, was ich allen Fremdverliebten gerne mitgeben möchte:
Es ist ok, Äpfel zu lieben, und sich trotzdem nach Birnen zu sehnen. Es ist toll, Birnen für Äpfel links lieben zu lassen. Es ist auch ok, Äpfel für Birnen zu verlassen, und es ist sogar ok, beides zu wollen.
Aber es ist nicht ok, dafür zu betrügen.
Für mich ist der ganze Unterschied, ob man es schafft, vorher mit allen Beteiligten zu reden, und damit ethisch vertretbar zu handeln. Unterm Strich und von hinten her betrachtet, würde es zwar immer noch schmerzen, könnte immer noch das Ende deiner primären Beziehung bedeuten, könnte immer noch bedeuten, dass du eine Entscheidung treffen musst, aber das musst du jetzt, zeitverzögert, mit verdoppeltem Schmerz auf allen jetzt auch.
Warum schreibe ich das?
Weil das der einzige Punkt ist, wo du mE gerade ansetzen kannst. Die Situation ist entstanden, weil du es nicht geschafft hast, für deine Bedürfnisse einzustehen, und gleichzeitig alle betroffenen mit Ehrlichkeit und Fairness zu behandeln. Und das ist der Punkt, wo du aus der Opferrolle rauskannst.