MagischerSCR
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zuerst einmal möchte ich mich wirklich bei euch allen bedanken. Ich habe mir die vielen unterschiedlichen Reaktionen mehrmals durchgelesen und finde es extrem interessant, wie verschieden die Sichtweisen sind. Auch wenn sich manche Antworten widersprechen, hat jede einzelne etwas in mir angestoßen. Danke dafür.
Was mir nach wie vor sehr schwerfällt, ist, diese ganze Dynamik wirklich zu verstehen.
Ich habe meine langjährige Ehe (17 Jahre) meiner Meinung nach gut verarbeitet. Die Trennung war schmerzhaft, aber nachvollziehbar und über einen langen Zeitraum gewachsen. Ich habe viel reflektiert, Verantwortung übernommen und kann heute sagen, dass dieses Kapitel für mich abgeschlossen ist.
Umso mehr irritiert michdass mich diese kurze, aber extrem intensive Beziehung emotional deutlich stärker trifft als das Ende meiner Ehe....
Ich verstehe nicht warum ein Mensch nach so viel Nähe, so viel Kontakt und so viel Intimität emotional wie körperlich plötzlich alles wegwerfen kann. Von einem Tag auf den anderen. Ohne Gespräch, ohne Kontakt, ohne einerErklärung die innerlich wirklich trägt.
Rational weiß ich, dasAbstand vermutlich das Gesündeste wäre. Das schreiben hier auch viele von euch. Und ein Teil von mir sieht das genauso. Aber ein anderer Teil kommt einfach nicht weiter, weil mir die Klarheit fehlt. Warum wurde so reagiert? Warum dieser abrupte Abbruch nach etwas so Intensiven?
Ich frage mich inzwischen auch sehr ehrlich, ob vielleicht mit mir selbst etwas nicht stimmt. Ob ich zu sehr klammere. Ob ich zu viel gebe. Ob ich ihr ständig nachlaufe. Oder ob ich emotional kaputter bin, als ich mir eingestehen will.
Ich habe viel investiert.Zeit, Gefühl, Geduld und Verständnis – und stehe jetzt alleine da, ohne wirklich zu wissen, was genau passiert ist. Dieses Gefühl, im Leeren zu stehen, macht es so schwer.
Was mich selbst am meisten verwundert: Früher hätte ich mich vermutlich selbst ausgelacht weil ich wegen einer so kurzen Beziehung so leide. Und jetzt bin ich selbst genau an diesem Punkt – emotional aufgewühlt, zweifelnd, suchend.
Warum geht es mir so schlecht, obwohl ich mich eigentlich als stabil erlebt habe? Warum fühlt sich das alles so existenziell an?
Ich weiß, dass es darauf keine einfachen Antworten gibt. Aber allein, dass so viele von euch ihre Gedanken geteilt haben, hilft mir, meine eigenen blinden Flecken besser zu sehen.
Danke an alle, die sich die Zeit genommen haben zu antworten auch wenn manches weh tut zu lesen. Ich versuche gerade, daraus etwas für mich mitzunehmen und einen Schritt weiter zu kommen. Ich verstehe es trotzdem nicht warum es mir so schlecht geht.