Stresserella
Mitglied
- Beiträge:
- 20
- Themen:
- 2
- Danke erhalten:
- 4
- Mitglied seit:
ich bin seit 3 Wochen völlig am Ende. Unsere Beziehung, die ohnehin schon beschissen lief, hat da einen riesengroßen Knacks bekommen. Die letzten 3 Jahre habe ich sehr oft mit dem Gedanken gespielt, mich zu trennen. Wir sind seit 3 Jahren zusammen. Ja, ich weiß, das klingt komisch. 3 Jahre lang hat er mich nur genervt, jetzt bin ich vor kurzem mal ausgerastet, und seitdem hat sich die Situation so gewendet, dass er am längeren Hebel sitzt und ich mir alles gefallen lasse, weil ich ihn nicht verlieren will. Ich weiß gar nicht, wo mir der Kopf steht.
Ich weiß, dass es das Beste ist, sich zu trennen, da man mit diesem Menschen keine normale Beziehung führen kann. Er ist 28, studiert bereits zum dritten Mal, die ersten beiden Male hat er es hingeschmissen. Auch diesmal wird’s nicht klappen. Dann ist er noch PC-süchtig, faul, räumt nicht auf, macht mich eifersüchtig und schläft nicht mit mir. Er raucht im Schlafzimmer, steckt dort seine Playstation an und zockt den ganzen Tag. Es gibt zwar auch schöne Zeiten mit ihm, aber die haben sich primär aufs feiern beschränkt. Das einzige was noch schön ist, ist das gemeinsame einschlafen und aufwachen.
So. und jetzt sitz ich da, und bin völlig am Ende. Ich weiß einfach nicht, warum ich ihn nicht loslassen kann. Er ist vor einem Jahr bei mir eingezogen. Seit wir zusammenwohnen, läuft es nicht gut, als wir getrennt gewohnt haben, lief es aber auch nicht gut. Ich will es einfach nicht wahr haben, obwohl ich mich sowieso schon die ganze Zeit trennen wollte. Aber ich habe immer noch einen Funken Hoffnung gehabt, dass alles irgendwie besser wird.
Ich frage mich nur momentan, warum ich mir selbst so wenig wert bin. Ich schlafe nicht und esse nicht. Meine Nahrung beschränkt sich auf eine Schachtel Zig. und Anti-Depressiva jeden Tag. Hin und wieder esse ich doch, aber dann muss ich brechen. Und ständig weine ich. War schon eine Woche krankgeschrieben, jetzt hock ich wieder in der Arbeit, und frage mich, wie ich den Tag überstehen soll. Meine Arbeit ist übrigens stinklangweilig, also null Ablenkung. Ich schlafe immer so um 00:00 Uhr, um 02:00 uhr wach ich immer auf und dann ist die Nacht beendet. Ich mache dann aber auch nichts sinnvolles, sondern setze mich in die Küche, rauche, und weine. Bis ich irgendwann brechen muss. Das geht seit 3 Wochen so. Ich würde gerne Sport machen, aber ich vermute, dass ich dann sofort zusammenbreche weil mein Körper so schwach ist. Habe schon 7 Kilo abgenommen. (und ich war vorher schon sehr schlank! Mittlerweile habe ich schon mit Schlaftabletten angefangen. Und bei einem Psychologen habe ich angerufen. Leider hat er mir erst einen Termin für Februar geben können.
Ich verstehe nicht, warum ich mir selbst nicht mehr wert bin. Das gibt’s doch nicht.
Wie komm ich denn da wieder raus? Ja klar, mit psychologischer Betreuung. Aber was mach ich bis dahin? Ich verstehe nicht, warum ich dieser noch bestehenden Beziehung hinterher trauere, obwohl er mich sooo sehr angekotzt. Meine Mutter und beste Freundin fanden die Beziehung auch von Anfang doof und wollte immer, dass ich mich trenne.
Ich sitze hier, und irgendwie glaube ich gerade, dass es nicht mehr vorwärts geht. Kann mir irgendjemand helfen? Ich verstehe mich selbst nicht mehr.
