Pfadfinder84
Gast
Zitat:Diese Aussage finde ich nun nicht ganz richtig und auch nicht so ganz fair, denn die Situation am Sonntag hatte sich spontan ergeben und letztendlich hast du da noch über einige sehr angenehme Momente geschrieben.
mag sein, dass es unfair war aber mal ehrlich, gibt es überhaupt die richtigen, passenden und nicht verletzenden Worte um etwas zu beenden? Ich befürchte nein.
Wichtig ist doch, dass sie Klarheit hat und weiß woran sie bei mir ist. Dass sie weiß in welche Richtung es weiter gehen kann, in welche Richtung es nicht mehr gehen wird und, dass sie trotz allem nicht alleine ist.
Klar hatten wir Sonntag diese Momente, auch Samstag – das waren aber väterliche Gefühle wegen der Kinder und Sonntag wegen des Kindes. Leider habe ich das aber erst im Verlauf des Abends und des nächsten Tages gespürt – dafür aber ziemlich deutlich.
Ich habe eine Entscheidung getroffen, die vielleicht als Weg des geringsten Widerstandes interpretiert werden kann aber ich möchte sie auch nicht warm halten. Mir steht es nicht zu ihre Lebenszeit zu verschwenden und auch meine möchte ich dadurch nicht verplempern. Außerdem soll sie ihre Energie lieber darauf verwenden, alles zu Überwinden und sich selbst wieder zu finden, anstatt eine Beziehung zu heilen, die vielleicht gar keine Chance mehr hat.
Der Termin war sehr gut, sie war auch gefaßt und wirkte souverän. Als wir rausgingen weinte sie wieder unheimlich, wie auch die gesamte Autofahrt über. Wir haben die kleinen dann noch aus der Kita geholt, die beiden sind bis Sonntag bei ihr weil ich morgen bis Freitag beruflich in London bin und am Freitagabend ja auf dem Geburtstag bin. Weiß zwar noch nicht wie ich das ohne die Zwerge aushalten soll aber vermutlich wird mir die Zeit mal gut tun.
Auf dem Heimweg fuhr ich im Baumarkt vorbei weil ich die Gasflaschen nachfüllen lassen musste – dabei kam mir die Idee ein Kräuterhochbeet zu bauen. Mein Bruder kommt jetzt vorbei und unterstützt mich dabei – dann hab ich immer frische Minze für Mochitos da
Das Problem mit Sonntag hat sich dank meiner tratschenden Mutter in Wohlgefallen aufgelöst: meine Schwester rief schon an und erkundigte sich ausführlich. Werde allerdings das Gefühl nicht los, dass ich jetzt als Buhmann dastehe – falls es mir Sonntag zu viel wird verschwinde ich da.
Mein Song des Tages: Hold back the river (James Bay) lässt mich mein latentes Schuldgefühl vergessen und erinnert mich an ein sehr positives Erlebnis aus den letzten Wochen.
Jetzt stärk ich mich erstmal mit Obstsalat und mach mich dann ans Kräuterhochbeet bauen!
Da hast du natürlich viel Zeit nachzudenken. Aber sieh es positiv, die Zeit kannst du auch nutzen um dich selbst zu reflektieren und wie du schon sagtest: neue Lebensziele stecken. Daran ist nichts verkehrt, du kannst dein Leben künftig ganz nach deinem "Gusto" gestalten - die Vorstellung schmeckt gar nicht so bitter oder?