@PF: Ich erlaube mir, mal wieder unverfroren zu sein:
Ist es möglich, dass Du ein ganz schöner Kontrollfreak bist?
Halb so unverfroren wie die Behauptung, dass ich meiner Frau die Weiblichkeit genommen hätte
Du selbst disziplinierst Dich ja von klein auf. Da liegt es nahe, dass Du den gleichen Anspruch auch an Deine Partnerin stellst.
Sie tut es ebenfalls von klein auf und von ihrem Elternhaus her - einst sogar noch mehr als ich. Aber wenn ich mir hier mal die Rosinen rauspicke:
-Du merkst Dir selbst in einer angespannten, hoch-emotionalen Situation , wie oft Deine Nochfrau sich ein Glas Wein nachschenkt.
Bin ein so called "Schoppezähler"
-Du kommentierst ein Mülltrennungsvergehen in einem "liebevollen Oberlehrerton", dass aus einer gestandenen Frau eine vierjährige Keksdiebin wird. "Ich war das nicht." wäre auch meine einzig sinnvolle Antwort auf den Milchtütenspruch gewesen.
-Du schließt aus einem offenherzigen Tanzverhalten einer Arbeitskollegin Deiner Nochfrau direkt und ungebremst, dass eine Frau, Du Du seit Schultagen als brav und angepasst kennst (und irgendwann mal geschätzt hast), genau so widerlich unterwegs gewesen sein muss?
-Zukunftsträume und -wünsche für Deine Jungs klingen verdammt nach Ansagen und Schlachtplan. Du weißt aber schon, dass die nicht aus Knete sind und Du sie nur begleiten und lieben darfst, oder? Nix mit Ernte. Das ist deren Leben. Mach da doch bitte nicht die nächste Erfolgsstory daraus. Die Chancen stehen dann nämlich ganz gut, dass da schon wieder zwei Menschen ein paar Jahre zu lange nicht gefragt werden, was SIE eigentlich glücklich machen würde.
Glaube ich nicht, mir ist nämlich fast egal was sie später mal machen - hauptsache sie sind glücklich. Wenn sie Männer lieben ist das für mich genauso ok wie wenn sie kein Abitur machen.
Erziehen muss man sie trotzdem!
Ich werd nicht schlau aus Dir.
Was hätte Deine Nochfrau denn die letzten Jahre richtig machen können?
Man wird nach einer Trennung ja wohl mal für sich selbst resümieren dürfen?! Oder soll ich mich hinstellen und sagen "Sie war Fehlerfrei - deshalb knebel ich mich zum Jockel und führe die Beziehung weiter"? Dazu ist sie mir zu wichtig und dazu bin ich mir zu wichtig.
Hätte sie brav bleiben, den Job kündigen und Dich wie Kitamutti öfter bekochen sollen?
Nein man kann auch mal für seinen Partner kochen wenn man arbeitet - hab ich schließlich auch gemacht. Es ist einfach schön wenn man sich in einer Beziehung gegenseitig etwas gutes tut. Aber daran werde ich mich jetzt auch nicht aufhängen - wir sind ja eh getrennt.Oder das straighte Leben auf der Überholspur mit Dir fortsetzen und dabei öfter mal Entscheidungsfreude, Unabhängigkeit und Eigensinn beweisen sollen? Aber bei alledem bitte zuvorderst Mutter sein und die Prios umsetzen sollen, die Du für Deine Jungs für richtig hältst?
Versteh die Anschuldigungen absolut nicht. Wenn mich etwas stört mach ich meinen Mund auf - selbiges hat sie Jahrelang auch getan UND das nicht wirkungslos! Oder hätte sie einfach in ihrer Lebensplanung machen können, was immer sie wollte, Du hättest sie in allem unterstützt. Nur beim gelben Punkt kennst Du keine Kompromisse?
Meine Güte es ging nicht um den gelben Punkt sondern um was anderes sie lässt auch den Schlüssel im Auto liegen in der Innenstadt und sagt sie war es nicht! Das fiel dem Ordnungsbeamten nämlich auf, als er ihr ein Knöllchen ausstellte weil sie im Halteverbot parkte - was sie übrigens auch nicht war. Darüber reg ich mich aber nicht auf - wer macht sowas nicht?! Es ging darum, dass sie immer alles abstreitet und das langfristig anstrengend wird!
Ja ich hätte sie unterstützt wenn sie den Mund auf gemacht hätte - bin ja kein Unmensch. Wart ihr wirklich auf Augenhöhe? Hätte sie tatsächlich mit Dir über alles sprechen können? Auch ohne dass Du für sie sofort die Lösung parat gehabt hättest?
Mir scheint, Don Juan war nur das Tüpfelchen auf dem i. Die drei Monate fern der Zwillinge ein nicht ganz unwillkommener Anlass, festzustellen, dass sie als Mutter dann also auch nicht taugt. Aber als Frau erscheint sie jetzt schon lange "irgendwie nicht mehr recht".
Ich hoffe, Deine Nochfrau hat in der Paartherapie den Mut, Dir jetzt, wo die Scheidung ohnehin schon beschlossene Sache ist, zu sagen, was ihr die letzten Jahre mit Dir eigentlich so durch den Kopf gegangen ist, dass sie sich in der ersten postnatalen Disconacht dem ersten Typen vor die Füße wirft, der ihr (zunächst, wohl mit Blick auf 6 und Kohle) nicht sagt, oder über Milchtüten signalisiert, wie unzulänglich sie im Großen wie im Kleinen ist.
Wenn sie das tut ist das also legitim - sag ich aber was mich an ihr gestört hat, bin ich direkt der Ar.? Interessant.
Dann wirst du bestimmt jetzt vollkommen aus dem Häuschen sein wenn ich dir erzähle dass die Paartherapeutin aktuell keinen Ansatz für uns sieht da C. separat auch in einer Therapie ist und das nicht kollidieren soll 