Ein Gutes hatte Außenstehenders Intermezzo ja doch.
Er hat Dir folgendes entlockt:
Zitat von "Außenstender:Erst Karrierefrau mit festem Lebensplan, dann Mutter von Zwillingen, deren Geburt nicht einfach war, das Zusammenspiel Mutter-Kind auch nicht reibungslos klappte. Aber es muss doch klappen, hat doch vorher immer alles geklappt. Will ich als Frau meinem Karrieremann wirklich die Ohren voll heulen, dass nichts funktioniert? Immerhin beschafft er das Geld, um unseren Standart zu gewährleisten. Flucht in die Arbeit, aber der Stress wird nicht weniger. Alles wird zuviel, der Kopf macht dicht, ich die Powerfrau werfe plötzlich Milchbeutel in den Restmüll anstatt in den Gelben Sack und ohweh- es wird nicht nur registriert, auch noch kommentiert. Das Gefühl nichts mehr gebacken zu bekommen, dadurch nichts mehr wert zu sein.
Ausbruch aus dem Alltag, Flucht in die Arme eines anderen. Alles weit wegschieben, durchatmen. Und trotzdem wissen, dass das der falsche Weg ist. Aber einfach nicht anders können. [\quote]
Zitat von Pfadfinder84:
Habe ja schon öfter geschrieben, dass ich das emphatisch voll nachvollziehen kann und für mich selbst daraus gelernt. Klar war es teuer Lehrgeld was ich bezahlte - nämlich meine Ehe. Ich kam aber relativ schnell auch dahinter, dass es zwischen uns nicht so gepasst hat. Wir kamen relativ zu Beginn des Studiums zusammen, damals hatte ich eine ganz andere Weltvorstellung. Vieles war getrieben von der Leidenschaft, der Trieb stand im Vordergrund, wir standen im Vordergrund. Uns stand die ganze Welt offen - so fühlten wir zumindest. Wir waren so zart und naiv, schon fast dümmlich haben wir unsere Zukunft geplant. Aber dann kam der Schritt ins erwachsenen Leben und plötzlich änderte sich so einiges, obgleich es anfangs nicht so gravierend war. Ich fürchte wir wollten den Schein einer Familie zu sehr, ohne zu bemerken dass die Leidenschaft längst erloschen ist. Man könnte sagen, wir als Paar haben die Transformation ins erwachsenen Leben nicht geschafft und als Eltern sind wir schließlich gescheitert. Aber all das ist nun mal jetzt so, es lässt sich nicht mehr Rückgängig machen. Das was jetzt passiert ist entscheidend.
Da hätten wir uns 36 Seiten Suche nach dem Woher und Wohin echt sparen können.
Bei Dir war nicht mehr genug Liebe da.
Ende der Geschichte.
Aber ihr wart ja beschäftigt.
Du hast es ausgesessen.
Und hattet einen Plan.
Dann der Versuch, es über Kinder nochmal 'zu richten'.
Ging schief, weil Deine Frau keine Maschine ist.
Und Du Dich nicht zu 6 oder Herzenswärme überwinden könntest.
Schließlich war von Deiner Seite eben nicht mehr genug Liebe da. Schon eine Weile.
Sie hat es gespürt. Du verdrängt.
Würdest kälter, kritischer, beschäftigter.
Sie unsicherer, depressiver, hilfloser.
Sie hat Deine Liebe dann über Drama herauszufordern gesucht ('Wenn er mich liebt, dann...")
Und von Dir die eindeutige Antwort bekommen.
Nein danke.
Erleichterung bei Dir, dass Du nicht der Bösewicht bist, der am Scheitern der Beziehung und dem Zerbrechen der Familie festzumachen ist.
Das ist jetzt sie.
Nur sie muss das noch einsehen.
Du hast neue Pläne, Dich zurecht gefunden. Sie ausgetauscht mit was funktionablerem. Einer, die sich Dir und Deinen Bedürfnissen gerade noch besser anpasst. Einer, die dankbarer ist.
Wo die Liebe noch nicht verbraucht ist.
Das geht so lange gut, bis auch dort wieder Liebe und Triebe abgenutzt sind.
Denn die gemeinsame Basis ist auch bei K nicht ersichtlich.
Was sollte diese gemeinsame Basis auch sein?
Bei einem Mann wie Dir.
Wenn es nicht mal sowas wie gemeinsame Vergangenheit ist.
Da kann Frau nur mitlaufen oder untergehen.
DU weißt schließlich genau, wo es für Dich lang geht.
Du möchtest hier im Forum nebenbei ein paar Tipps.
Aber (wie wir alle manchmal) vor allem Bestätigung, dass das schon so richtig war.
Im Ergebnis war es das auch.
Nur das Wie war schäbig. Von Dir und von Deiner Frau.
Und das Timing.
Ihr (Ja, auch DU) hattet das klären sollen, bevor ihr zwei Kinder in die Welt setzt.
Die waren klassische Beziehungskittkinder, weil der Plan das jetzt vorsah.
Du hast schon bei ihrer Zeugung ihre Mutter nicht mehr wie eine Frau geliebt.
Die Schwangerschaft tat dann ihr übriges.
Diesen Kindern ein guter Vater zu sein, dazu gehört auch, Rücksicht auf ihre Mutter zu nehmen.
Damit ist nicht Ks Einzug gemeint.Das ist viel weitreichender.
Wenn Du Deiner Frau noch einen letzten Liebesdienst, der alten Zeiten wegen, erweisen willst, dann gib ihr den Link zu diesem Thread.
Sonst macht sie sich noch jahrelang Vorwürfe, sie allein habe durch ihre Unzufriedenheit eure Ehe ruiniert und die Familie zerstört. Dabei wart ihr das zu exakt gleichen Anteilen.
Viel Glück für den Rest Deines Lebens.
Und Deinen Kindern alles Gute.