Frody
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Ich habe mich im letzten Jahr von meiner Frau getrennt. 3 Jahre habe ich um unsere Ehe gekämpft. Ich habe alles versucht um sie zu retten und bin am Ende kläglich gescheitert. Diese 3 Jahre haben mich sehr viel Kraft gekostet. Es war eine Zeit in der ich nicht viel zu lachen hatte und in der ich verlernt habe, das Leben zu genießen.
Sie ist dann mit unserem kleinen Sohn, den ich über alles liebe in eine andere Stadt gezogen.
Der Verlust meiner kleinen Familie hat mich in ein sehr tiefes Loch fallen lassen.
Vor kurzem lernte ich dann eine andere Frau kennen. Zwischen uns hat es sehr schnell gefunkt. Wir hatten die selben Interessen und verstanden uns blendend. Außerdem hatte sie ebenfalls einen kleinen Sohn und so ergab es sich, dass wir an meinen Kinderwochenenden alle zusammen viel unternahmen. Es fühlte sich einfach wunderbar an.
Da sie nicht weit entfernt wohnte, sahen wir uns fast täglich. Wir hatten wundervolle Tage und Nächte und ich fühlte mich seit sehr langer Zeit zum ersten mal wieder richtig glücklich. Ich kam aus meinem Loch raus und konnte wieder neuen Lebensmut fassen.
Dann kam der Abend, der mich auch heute, zwei Wochen später immer noch total verzweifeln lässt. Ich bekam einen sehr unangenehmen Brief vom Anwalt meiner Frau bezüglich unserer Scheidung, der meine Laune in den Keller fallen ließ. Um wieder auf andere Gedanken zu kommen, verabredete ich mich mit meiner Freundin abends zum Essen. Wir sprachen nur kurz über den Brief, da ich sie mit meinen Problemen nicht zu sehr belasten wollte. Nach dem Essen fuhren wir zu mir, tranken eine Flasche Wein, hatten viel Spaß und landeten irgendwann im Bett.
Nach dem Sex war sie auf einmal sehr ruhig und schaute nur an die Decke. Zunächst wollte sie mir gar nicht sagen was los ist, aber nachdem ich mehrmals nachfragte, teilte sie mir mit, dass es zwischen uns nicht mehr passt.
Ich habe zunächst gar nicht verstanden, was sie meinte und mußte mehrmals nachfragen. Sie sagte, dass sie sehr gerne mit mir zusammen sei und mich auch gern hat, aber ihr fehlten die Gefühle.
Für mich brach in diesem Moment die Welt zusammen. Ich konnte es nicht wahr haben, kann ich jetzt noch nicht. Wir sprachen noch etwas darüber und verabschiedeten uns unter Tränen.
Nun bin ich wieder in diesem Loch und es ist noch tiefer als vorher. Der Scheidungskrieg raubt mir die letzte Kraft, meinen Sohn sehe ich nur sehr selten und die einzige Person, die mir wieder Kraft gab, hat mich fallen gelassen. Ich bekomme sie nicht aus dem Kopf, sehe immer noch unsere schönen Momente vor mir und schaffe es nicht, die Fotos auf denen wir glücklich waren vom Handy zu löschen.
Es war nur eine kurze Zeit, aber sie war wunderschön. Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals so schnell so viele Gefühle für einen Menschen empfunden zu haben, es passte einfach alles.
Sie konnte mir noch nicht einmal sagen, warum sie nicht mehr das gleich fühlte, wie am Anfang. Sie möchte mich gerne als Freund behalten, aber ich weiß nicht ob ich das jemals kann.
