Zitat von Bizzy1510:Das mit ihrer Kindheit und deinem Sohn klingt traurig. War dir das denn so extrem bewusst? Hat sie das so deutlich kommuniziert? Vielleicht hast du ...
Ja sie hat das so deutlich kommuniziert. Dass es für sie eine Doppel- und Dreifachbelastung ist.
- sie hat noch nie so lang mit einem mann zusammengelebt und sowieso in früheren beziehungen stets probleme gehabt, länger mit einem mann zusammen zu leben
- noch nie mit einem mann (und seinem kind) auf derart beengtem raum zusammengelebt
- dann sowieso der scheidungskrieg, der für jede neue partnerin schwer bis gar nicht zu ertragen ist
- und on top dann noch die tatsache, dass sie gerade in verbindung mit meinem kind fast täglich in trigger situationen gerät, die ihre eigenen wunden aus der kindheit aufreissen
weshalb sehr viele, sowohl in ihrem als auch in meinem umfeld, der überzeugung sind „ich hätte das niemals so lange mitgemacht wie sie. nie und nimmer. es ist eher ein wunder wie lange sie das mitgemacht hat“
und auch sie selbst sagte mir immer wieder, dass sie das gefühl hat, dass ich die viele energie und zeit und auch ihr komplettes einkommen, das sie investiert hat um mich durch die scheidung zu begleiten und eine neue basis aufzubauen mit meinem kind bei uns, nicht genug wertschätze.
dass sie sich fühlte, als sei das
selbstverständlich für mich und dann auch gewissermaßen bequem für mich gewesen sei. sie ging arbeiten, legte ihr komplettes gehalt in den familienfinanztopf, begleitete mich bei allen scheidungsthemen (und das waren viele termine, sehr viele), war hausfrau und ersatzmutter zeitweise…und für mich die sexuelle partnerin auf abruf, extrem getaktet weil wir keine privatsphäre hatten und dann nie mal einen entspannten abend allein genießen konnten. und ja - sie hat leider mit all dem recht.
Und in den letzten 1,5 Jahren war dann eben häufig das Feedback „sie ist nicht mehr die Alte, sie wirkt immer sehr gestresst und unglücklich“