Zitat von abigail14:Hi Calt,
meinst du Zufriedenheit im Bett kann man herbeireden? Ich denke, das muss passen, die Chemie... also bei ner Partnerschaft beides: Intellekt plus Bett
Das intellektuelle Zusammenpassen kann man beim Flirten und Treffen austesten, aber im Bett kann es dann sein, dass die Chemie nicht passt. Nimm nur mal die guten Freunde oder Freundinnen, mit denen du über alles reden kannst, die du aber nicht begehrst....das gehört schon dazu.
Wäre ich nun auf neuer Suche, würde das "Austesten" im Bett schon auch dazugehören, früher oder später. Doch ich würde nicht, wie mein Ex das nun praktiziert, ungeschützten Verkehr haben mit mehreren (und der einen nichts von der andren erzählen); Und ich würde die mir auch nicht in eindeutigen Sex-Portalen aufgabeln.
Ich glaube nicht an die weibliche Promiskuität, außer es handelt sich um psychisch angeschlagene Frauen (Borderlinerinnen und Co); Ich denke, Frauen sind insgeheim, latent immer auf Partnersuche. Da wird er noch ein Schlamassel erleben, wenn er an die Falschen gerät.
In diesem Thread geht es ja darum, ob Datingportale "Beziehungskiller" sind. Wenn einem Sex sehr wichtig ist, ist es ziemlich unsinnig eine Beziehung zu führen, wo man mit dem Sex (trotzdem man im besten Falle mal über Bedürfnisse und Wünsche gesprochen hat) unzufrieden ist und trotzdem daran fest hält und sich parallel anderweitig umschaut.
Meiner eigenen Erfahrung nach, wenn man verliebt ist und es auch in anderen Bereichen gut passt, passt auch der Sex. Umgekehrt kann ich nur für mich sprechen, ich empfinde keine körperliche Anziehung, wenn ich nicht mal ein interessantes Gespräch mit jemandem zusammen bekomme. Das sehen aber viele völlig anders und damit kann ich leben.
Ich glaube auch nicht an weibliche Promiskuität. Ich glaube aber auch nicht daran, dass man einen Partner "probereiten" muss, das ist kein Gebrauchtwagenkauf. Man fühlt ja ob man sich jemandem körperlich hingezogen fühlt oder nicht, also ich maße mir an, das zu fühlen. Wenn ich jemanden ero. oder s.y finde, merke ich das ja. Natürlich kann sich immernoch heraus stellen, dass es im Bett wirklich null harmoniert, doch meiner eigenen Erfahrung nach zumindest harmoniert und versteht man sich dann auch außerhalb des Bettes kaum. Ich kenne auch keine Konstellation, wo man sich null versteht und im Bett ist alles bombig.
Ich glaube, dass das eine ins andere greift, und ich glaube auch, dass die P. uns leider viel kaputt macht, vorgaukelt, wenn dieses oder jenes nicht so oder anders läuft, hat man miesen Sex. Dieses viele "in Frage stellen", nur weil man die hart Produktionen der Industrie nicht im eigenen Schlafzimmer nachspielt, weil Frau (meistens verständlicherweise) darauf keine Lust hat, ist leider etwas ernüchternd.
Es sind ja meistens eher die Kerle, die ihre Fantasien gern ausleben würden, sich ausprobieren würden. Die wenigsten Frauen, zumindest die die ich kenne, finden dieses Ausprobieren noch so fantastischer Ideen der Filmindustrie wirklich prickelnd, da da soft auch nichts mit gutem Sex zu tun hat, sondern eher einem Handwerken gleich kommt.
Guter Sex ist sehr subjektiv und man muss im Leben auch nicht überall das Ultimum suchen und wenn es gut ist, die nächste Steigerung. Ich glaube dass auch daher viel Unzufriedenheit rührt, dass uns die Medien immer vorgaukeln alles mögliche künstlich in Frage stellen zu müssen.
Neulich hab ich wieder irgendwo gelesen, wenn man nicht viermal in der Woche Sex hat, ist man irgendwie nicht zufrieden. Soll ich mich jetzt fragen, ob ich unzufrieden sein muss, nur weil das bei mir so nicht der Fall ist? Schon merkwürdig.