Brombeereistee
Gast
als die Trennung von mir und meinem Freund im Frühjahr 2014 stattfand, habe ich ihm oft hinter her „gestalkt“. Egal ob bei Facebook oder sonst wo.
Es hat mir immer das Herz zerrissen, wenn ich gesehen habe was er gerade macht und wie gut es ihm ohne mich geht, da er zu den Leuten gehört, die ihr Profil auch für Nicht-Freunde geöffnet haben.
Die Sache ist jetzt 1 Jahr her und vor 4 Wochen habe ich mich bei FB abgemeldet. Zwar habe ich FB immer benutzt um auch mit meinen sonstigen Freunden in Kontakt zu bleiben, aber seit ich mich dort abgemeldet habe, merke ich daß es mir besser geht.
Dieser „Druck“ ist weg und ich fühle mich nicht mehr verpflichtet bei jedem den ich kenne zu schauen was er gerade macht.
Das bringt mich halt zu der Frage ob nicht generell das Leiden von Trennungen durch Facebook & Co verlängert wird. Denn wenn man dort online ist wird man automatisch verführt, weil man ja Teil des FB-Systems dem man sich nicht ohne weiteres entziehen kann.
Bis vor kurzem habe ich mich noch dazu veranlasst gefühlt das Profil meines Ex zu frequentieren – und das obwohl ich ihn nicht mehr zurück nehmen würde und ich ihm auch nicht mehr hinter her trauere. Und seit ich dort nicht mehr bin, fühle ich mich besser.
Erschreckend ist nur, wie es mir 1 Woche nach der Abmeldung ging. Dort habe ich wirklich gemerkt, dass ich anscheinend „abhängig“ war ohne es zu wissen, denn ich hatte typische Entzugssymptome. Denn ich war es ja immer gewöhnt zu schauen wer was gerade genau macht und überhaupt.
Was ich sagen will, falls ihr gerade aktuell leidet , meldet euch bei FB ab.
Eure wirklichen Freunde wissen eh wo ihr zu finden seid, auch ohne FB. Und gegen diesen Pseudobegriff „Freund/Friend“ auf FB habe ich mittlerweile eh eine Abneigung entwickelt. (Welcher Mensch hat im wirklichen Leben schon 400 Freunde?)
Das wollte ich mal loswerden.
)
