Zitat von Inalina: Das alles ändert nichts, an dem Schmerz, den ich empfinde. An dieser Ohnmacht. An diesem riesigen unfassbaren Vertrauensbruch.
Genau. Egal, warum, wie, was. Dazu kommen Schock, Unglauben, vor den Kopf gestoßen sein, plötzlich alles anders als besprochen, und auch noch der ganze Hormoncocktail der Schwangerschaft plus ein neues, hilfloses Wesen, für das du, hauptsächlich alleine, verantwortlich bist.
Deine ganzen Gefühle sind voll berechtigt. Bei all deinen Aufgaben ist es bestimmt schwer, aber wenn du jeweils ungestörte Zeit für dich finden solltest am Tag, sag 30 bis 45 Minuten am Stück, dann definiere diese Zeit als Zeit für deine Wundheilung. Dazu gehört, dass du deine Gefühle voll und ganz spüren darfst. Den ganzen Schmerz. Die Verzweifelung. Den Betrug. Lass es zu, spüre dich. Das hilft, da durch zu gehen, dich selber ernst zu nehmen mit allen Gefühlen. Und das sind heftige Minuten!
Es hilft aber auch, dass du am Rest des Tages 'funktionieren' kannst, weil du sagen kannst "liebe Gefühle, ich kümmere mich um euch dann und dann. Da dürft ihr voll da sein. Jetzt schreit das Baby/ muss ich arbeiten/ muss ich .../ .../.., "
und dann diese Zeit auch wirklich! nehmen und nutzen, für dich selber Verständnis zu haben.
Klingt vielleicht abgefahren. Aber das geht. Hat mir geholfen, dass ich zb meine Arbeit schaffe. Deswegen tappe ich auch öfters in die Falle zu glauben, es wäre alles gut, weil es läuft ja. Nein. Wenn die verabredete Zeit da ist, dann kommen die angesammelten Gefühle hoch und erinnern mich dadurch an meine Abmachung mit mir selber.
Nur eine Idee.