Ich würde den gerne noch mal hochholen.
Insbesondere, weil die neue Ziterfunktion, meine Antwort leider zunicht gemacht hat, was eigentlich direkt zum Thema führt.

Zitat von Kummerkasten007:Haben so viele verlernt, sich im realen Leben zu bewegen, weil sie Angst vor der Wirklichkeit haben, die manchmal nunmal sehr grausam sein kann?
Weißt du, das glaube ich nicht, ich denke, daß für alle nach 1990 Geborenen (Ausnahmen nach oben und unten) dies eben genauso reales Leben ist. Ich war mit 18 bei zwei Hilfsprojekten im Ausland, da haben sich tolle Freundschaften gebildet, heutzutage kannst Du danach WA benutzen oder Factime, Flieger kosten etwas aber nicht mehr so viel, oder, wenn Du Zeit aber kein Geld hast ,nimmst Du den Flixbus.
Zu behaupten das wäre nicht reales Leben, mag unserem Standpunkt entsprechen, aber ich glaube nicht, daß dies der einzige Standpunkt ist, den man haben kann.
Zudem geht es um Umgang. Briefe sind ein Jahrtausende altes Konzept. Das kommerzielle Interesse des Boten ist gegeben, war aber lange Zeit beschränkt. So sind aber Social Media nicht, die sind konzipiert um das Belohnungssystem in Gehirn anzusprechen.
Schau mal, Du kannst auf jede Schachtel Kippen schreiben, daß die mich töten, ich kann nicht nur lesen, sondern, ich weiß das. Hab sogar Erfahrung. Heißt aber noch immer nicht, daß ich schaffe aufzuhören.
Ich kann nachvollziehen, daß sich diese Frage stellt, persönlich aber deke ich, daß die Frage zu modifizieren wäre, was braucht es, damit wir als Gesellschaft aber insbesondere jeder einzelne einen Umgang damit finden, der uns nicht weh tut.
Ich glaube wirklich nicht, daß es so einfach ist, zu sagen, warum lebst Du nicht einfach ein bißchen mehr, warum sind drölfzig-tausend likes und ein alpaka wichtig. Das wäre schon auch zu verkennen, daß das ganze darauf angelegt ist, uns ein alpaka zu verkaufen.

Schönes Thema.