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Social Media & Tinder- Gift für unsere Partnerschaften?

mx211

mx211

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In diesem Thema würde ich gerne mal Eure Meinungen zum Thema Social Media & Tinder wissen. Was sagt ihr zu diesen Kampf um die meisten Likes, wer hat den besten Partner, wer macht wo den schönsten Urlaub? Wer hat die die meisten Matches und wie kommt man am schnellsten zu S. ohne Verpflichtungen?
Müssen wir uns drauf einstellen, dass Beziehungen einfach auf Grund der Möglichkeiten und des Angebotes einfach nicht mehr so lange halten werden?
Bin gespannt auf Eure Meinungen und Erfahrungen.

28.07.2017 10:15 • x 1 #1


ForenMerlin


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Ja und Nein. Ich denke es gibt die Personengruppe A, welche einfach viele "Partner" braucht für welchen zwecke auch immer und generell eher Frei und unabhängig werden will und die Personengruppe B, welche einfach eine tiefgehende Beziehung möchte und evtl nur in einer Singlephase darauf zurückgreift.

Ich denke Personengruppe A, war vor den Social Media angeboten nur noch mehr daran gebunden feste Beziehungen einzugehen und kann dies nun exzessiver leben weswegen es sich von außen so anfühlt, als würde nun die Gesellschaft so ticken?
Klar, es hat sich gewandelt, was früher ein großes Landgut oder die Fähigkeit Gitarre spielen zu können war, wird jetzt mit Likes und Aufmerksamkeit bedient.
Ich hoffe dennoch, dass Gruppe B Menschen aus Gruppe B finden kann/wird. Evtl kann man es ja auch einfach als "Filter" sehen und es sich dienlich machen herauszufinden was nun A oder B will?

28.07.2017 10:26 • x 2 #2


gala

gala


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Alles eine Frage der Verwendung von diesen Medien.
Sie machen das Leben und die Sozialen Kontakte schneller und austauschbarer. Mein enger Kreis besteht quasi nur aus Leuten die sich dem fast vollkommen entziehen.

Tinder, Lovoo und Co sind in meinen Augen ein sehr gutes Mittel um sich kurzfristig einen Push zu holen. Hab ich in meinen Trennungsphasen selbst gemacht um ein wenig "Es gibt da draußen Frauen, die auf mich stehen"-Selbstvertrauen zu fördern.
Ansonsten taugen diese Apps mMn höchstens für unkomplizierten S./Flirt, da es hier ruhig schnell und austauschbar sein kann. (Nicht ganz meine Meinung, aber hier sehe ich zumindest einen nachvollziehbaren Zweck)
Die Suche nach Partnerschaft über sowas ist allerdings eher nicht so das wahre. Es ist zu schnell und austauschbar. Frauen auf solchen Portalen können sich vor dem Überangebot kaum retten und können daher großflächiges Rosinenpicken betreiben... das ist Gift... Und von solchen Frauen hört man dann alle paar Wochen "Ich hab da jemanden kennengelernt" gefolgt von einem "Der war doch nix..."

SocialMedia im allgemeinen ist ein ganz schweres Thema und das wir hier noch kein Unterrichtsfach zu haben ärgert mich als Fachmann (Webentwickler) sehr, da die Sozialkompetenz von jungen Menschen extrem von der Verwendung von SocialMedia beeinflusst wird.
- Über die Anzahl von Likes und Freunden wird der Selbstwert definiert...
- Die reale Pflege von Kontakten gerät in den Hintergrund...
- Stress mit dem Partner? Kein Problem... hab 10 Kerle in der FriendList, welche mich sofort nehmen würden...
- Durch die Globalisierung der sozialen Interaktion ist ein Ersatz für alles quasi nur einen Klick entfernt...
Nur mal so ein paar Beispiele genannt zu haben.

28.07.2017 10:30 • x 9 #3


2016

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Gutes Thema!

Zu meinen Social Media Zeiten habe ich im Bekanntenkreis die Erfahrung gemacht, dass zumeist die Beziehungen, die dort am meisten gehyped wurden am schnellsten wieder vorbei waren. So viel erstmal dazu.

Was die übrigen Dinge angeht, die du erwähntest so stimme ich dir zu: es kann durchaus passieren und mir passierte das auch, dass man sich davon pushen lässt. Wie der Nachbar fliegt 3 Wochen in die Karibik? Usw. Auch wenn ich nicht unbedingt neidisch auf die vereinzelten Reiseziele war, so war ich immer getrieben dort wo ich bin sofort eine Markierung zu hinterlassen um mich zu präsentieren. Seitdem ich das für mich deaktiviert habe Lebe ich wesentlich ruhiger.

Zum Thema Tinder kann ich nicht sonderlich viel sagen da ich damit keine nennenswerten persönlichen Erfahrungen habe. Was ich jedoch darüber denke ist folgendes:

Auf Grund der höheren Dichte an Menschen die man mal eben schnell neu kennen lernt, werden die Leute ganz automatisch immer oberflächlicher. Man denkt womöglich bei dem kleinsten Makel, den der andere womöglich mitbringt, dass das nächste Match vielleicht noch einen ticken besser ist. Und selbst wenn man in einer Beziehung ist kann man sich wegen des hohen Angebotes schneller wieder verabschieden. Die Individualität geht stückweise flöten und im schlimmsten Fall sucht man auf Tinder nur Menschen, mit denen man seine übrigen Social Media Profile weiter pushen kann (weil sie besonders gut aussehen und den selben Lifestyle teilen o.ä.). Im realen Leben, mit realen Problemen und im realen alltäglichen Umgang wird es aber schwierig - meiner Einschätzung nach. Ja und letztlich geht vieles dabei nur um schnellen unverbindlichen S., wieso sonst kriegt man teilweise angezeigt wie weit andere Personen momentan von einem entfernt sind. Wenn ich jemanden wirklich kennen lernen will kann ich auch mal ein paar Meter fahren.

Sicher gibt es auch Fälle woraus sich leibhafte, tiefgründige und längerfristige Beziehungen ergeben - unumstritten!

Mag sein, dass ich in dem ganzen Zusammenhang schwer altmodisch bin...

28.07.2017 10:41 • x 5 #4


gala

gala


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Zitat von 2016:
Zu meinen Social Media Zeiten habe ich im Bekanntenkreis die Erfahrung gemacht, dass zumeist die Beziehungen, die dort am meisten gehyped wurden am schnellsten wieder vorbei waren. So viel erstmal dazu.

Ich gebe meinen Beziehungsstatus konsequent nicht auf FB an. Hab ich in meiner ersten Beziehung gemacht, plötzlich setzt sie ihren auf "Es ist kompliziert" und schon zerreißt sich das ganze Umfeld das Maul bevor sie mir überhaupt das Problem kommuniziert hat.
Ne Frau die dann mit "Aber ich will das du zu mir auf FB stehst!" kommt, wäre genau so eine SocialMedia-Abhängige wie ich sie nicht gebrauchen kann.

Zitat von 2016:
Sicher gibt es auch Fälle woraus sich leibhafte, tiefgründige und längerfristige Beziehungen ergeben - unumstritten!

Ich habe noch Kontakt zu einer Frau, welche ich über Lovoo kennengelernt habe und es ist auch nach Monaten noch ein "wir gucken mal wie wir passen". Sie war auch mit einer Einstellung wie ich dort "Ego-Push holen und nicht wirklich was ernsthaftes suchen" und daher gehen wir das ganz gemütlich an, da keiner von uns beiden es eilig hat. So macht Kennenlernen echt Spaß.
War aber echt Glück und Zufall, jemanden mit der selben Einstellung dort zu finden. so Leute sind da nämlich nie lange xD

28.07.2017 11:02 • x 1 #5


Blake88

Blake88


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Ich habe tinder mal ausprobiert und es ist wirklich das oberflächlichste was ich jemals gesehen habe, an Hand von Bildern soll man entscheiden ob jemand gut ist oder nicht.

Klar gehört das äußere dazu aber wenn der Charakter so gar nicht passt, dann kann sie auch wie eine göttin aussehen, da wird nix mehr bei mir passieren. Ich hatte so einige Matches und es war immer das selbe, sehr oberflächliche Unterhaltungen und am Ende stand dann nur im Raum ob man S. will oder nicht. Die meisten Frauen schreiben zwar keine ONS usw.. aber im Endeffekt sind sie bereits in dem Strudel der ONS integriert, bei der ein oder anderen dauert es halt nur länger.

Es soll Typen geben die einzig und alleine durch Tinder ihren S. ausleben, dafür investieren sie auch mal ein paar Wochen, ist ja kein Problem weil man gleichzeitig drei weitere Matches hat und eine bricht irgendwann immer ein. Man schmiert da ein wenig Honig und beleidigt sie an dieser Stelle, schon ist auf der einen Seite das Selbstwertgefühl gesteigert und auf der anderen gesunken aber die Frauen kapieren es nicht.

Er kommt dadurch noch besser an, sie sagen sich ständig wie toll er ist und Zack schon hat man eine an der Angel. Gerade die was denken Mega schlau und hübsch zu sein, sind die ersten die auf die Schnauze fallen weil sie denken Ihnen kann so etwas nicht passieren aber die Wahrheit sieht meistens anders aus.

Wer mit Sprüchen wie Hey, wie geht's oder hey, du siehst wirklich toll aus kommt, wird gekonnt ignoriert, es muss immer etwas ausgefallenes sein, alleine die Arbeit ist mir dann zu anstrengend geworden, ständig einen auf Mega cool machen etc.. dass war einfach nicht mein Ding. Ich will eine Frau kennenlernen mit der ich mich normal unterhalten kann, wo nicht 100 andere Typen in der Warteschlange stehen und du dir nie sicher sein kannst mit wie vielen die schon im Bett war oder gerade gleichzeitig schreibt.

Ich denke eine Frau die dem Wert einer guten Unterhaltung kennt und weiß was sie will, wird Tinder relativ schnell wieder löschen. Daher ist Tinder keine ernsthafte Konkurrenz zu einer Beziehung, wer glücklich ist und eine erfüllte Beziehung führt, wird tinder sowieso nicht benutzen, wer aber schnellen Kontakt sucht, da ist Tinder wirklich die richtige Entscheidung.

Wenn ich eine Frau habe und die will nicht auf Tinder verzichten weil sie sich gut dabei fühlt ein Like zu bekommen, dann ist das nicht meine Frau, denn ich möchte eine Frau die von alleine selbstbewusst ist und nicht die Bestätigung anderer Männer braucht.

Wenn eine 50 jährige noch einmal ihren Wert testen will, weil sie seit Jahrzehnten in einer Ehe ist, da würde ich sogar zusammen mit meinem Partner ein Profil erstellen und schauen wer mehr likes bekommt aber wenn man Tinder im besten Alter braucht und das obwohl man einen Partner hat, der muss wirklich an sehr wenig Selbstbewusstsein leiden.

28.07.2017 11:04 • x 3 #6


JungeRoemer


Hatte meinen auf Optik setzenden Freundinnen Tinder empfohlen, obwohl ich es nicht kenne.
Die meinten Minuten später zu mir, dass sich da nur die bis 35-jährigen angesprochen fühlen sollen. .
K. A.
Bin auch zu alt für den Quark. Grips und Charme sind seventy. . .

28.07.2017 12:09 • x 1 #7


udi74


Hallo MX211,

interessanter Thread, den Du da eröffnet hast.

Meine Meinung zum Thema Social Media: Es gehört zu unserer Zeit ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Vieles wird nur noch über FB, What ´s App etc. erledigt. Im Grunde hat es die verbale Kommunikation abgelöst. Das zum einen.

Dann kommt noch hinzu, dass solche Plattformen wie Tinder und Co. die vermeintlich einfachsten Wege darstellen, kurzfristig Menschen in beziehungsähnlicher Art und Weise zusammen zu bringen. Ein Like, ein Klick und, fast könnte man meinen, ein schneller Fi.. .

Ich habe keine eigenen Erfahrungen mit solchen Plattformen, jedoch viel im Klientenkreis davon gehört, gesehen und mitbekommen. Hierzu meine ich, dass sie zum kurzfristigen Kennenlernen von neuen Menschen geeignet scheinen, vor allem, wenn man recht abseits lebt oder andere Indikatoren neue Bekanntschaften erschweren.

Aber: Sie sind keine gute Alternative zum Kennenlernen in Fleisch und Blut. Im realen Leben sind die Anforderungen und Abläufe anders als im Netz, dort kann vieles kaschiert, verschwiegen und ausgeblendet werden. In Reality sieht es dann doch schon anders aus und wenn dann dieser Punkt erreicht ist (Austausch und Treffen im realen Leben), wird "abgerechnet".

Zudem fördern diese Medien oft, manchmal sogar mit Intention, Seitensprünge, Affären etc., ein wahres Schlaraffenland für triebgesteuerte Menschen. In dem Sinne also Gift für bestehende Partnerschaften, dazu die Suggestion, leicht neue Partnerschaften aufzubauen, was de facto nicht der Fall ist. Im Netz läuft nur vieles anonymer, schneller, oft mit eindeutigen Zielsetzungen.

Im realen Leben gibt es Tiefgang, kein schnelles Vorpreschen, keine große Auswahl wie im Netz. Man kann sein Aussehen nicht "faken", einige Dinge sind nicht mehr so leicht zu verschweigen wie im Netz usw. Ich würde dieses stets dem Social Medias vorziehen, diese Onlineplattformen erleichtern vielleicht manche Dinge durch kurze Wege, günstigen Austausch von Informationen etc.

Aber sie ersetzen nicht das reale Leben, welches m.E. bunter, lebendiger und somit für mich besser ist. Sie stellen Gift für bestehende Partnerschaften dar, wenn die betreffenden Menschen es darauf anlegen, sich außerhalb der Beziehung zu orientieren und dazu die social medias zu nutzen. Man kann diese dafür jedoch nicht verteufeln, ebenso wie Bord. usw. Nur wenn Interessenten sich dann da auch hinbewegen und diese "Angebote" nutzen, erzielen sie Wirkung.

Mich persönlich tangieren diese Medien nicht sehr, Foren wie dieses hier und vielleicht noch ein paar wenige andere ausgewählte sind gute Anlaufstationen für Menschen, die Hilfe und Rat suchen. Das ist absolut okay, nebenbei lernt man auch dort neue und interessante Menschen kennen, vielleicht ergibt sich sogar mal etwas, wer weiß?

Social medias nutze ich eigentlich nur via What´s App, aber nur, weil ich es muss bzw. es notwendig ist. Ich befürworte nach wie vor ein persönliches Gespräch oder ein Telefonat, um Sachverhalte u.a. zu klären.

L.G.
Udi74

28.07.2017 13:27 • x 1 #8


aquarius2

aquarius2


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Weiß nicht ob die Sozialen Medien Gift für unsere Beziehungen sind, der Lateiner sagt die Dosis macht das Gift. Wenn ich den lieben langen Tag nur Whatsapp Nachrichten lese und schreibe, auf Facebook aktiv bin und drei Stunden lang nicht auf meinen Partner eingehe dann ja. Das hat mein Ex mal gebracht und der ist 66, keine 16!
Ich bin weder bei Facebook, noch bei Twitter und Instagramm, habe kein Smartphone, deswegen kann ich trotzdem beziehungsunfähig sein hat mein Ex jedenfalls behauptet
Wichtiger finde ich, dass jeder soziale Kompetenzen hat und in der Lage ist zu spüren, wann er oder sie mal das Handy aus der Hand legen sollte und sie seinem Gegenüber zuwenden soll.

27.08.2017 14:58 • #9


Meingedanke


Hallo! Ich (m29) finde social media grundsätzlich echt gut, ich finde so bleibt man auch mit Personen in Kontakt, die man sonst nie wieder sehen würde. Ich finde auch tinder hat seine Berechtigung und es ist eigentlich gut dass es das gibt. Man muss es ja nicht nutzen, wenn man es nicht möchte. Das hat den Vorteil, dass schon mal Frauen, die nur kurzfristige Beziehungen wollen, vom Markt sind und ich mir unangenehme Erfahrungen ersparen kann, denn die sind ja auf tinder beschäftigt. Nein ernsthaft, ich bin nicht bei tinder angemeldet und für mich käme es auch nie in Frage, mit einer Frau die dort angemeldet ist etwas anzufangen. Wäre mir zu oberflächlich. Trotzdem hat es seine Berechtigung, denn manche Leute wollen eben genau das und wären möglicherweise in einer monogamen Beziehung eingesperrt und unglücklich. Wie gesagt, man muss sich ja nicht anmelden!

29.08.2017 22:02 • #10


Kaetzchen

Kaetzchen


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Zitat von gala:
SocialMedia im allgemeinen ist ein ganz schweres Thema und das wir hier noch kein Unterrichtsfach zu haben ärgert mich als Fachmann (Webentwickler) sehr, da die Sozialkompetenz von jungen Menschen extrem von der Verwendung von SocialMedia beeinflusst wird.
- Über die Anzahl von Likes und Freunden wird der Selbstwert definiert...
- Die reale Pflege von Kontakten gerät in den Hintergrund...
- Stress mit dem Partner? Kein Problem... hab 10 Kerle in der FriendList, welche mich sofort nehmen würden...
- Durch die Globalisierung der sozialen Interaktion ist ein Ersatz für alles quasi nur einen Klick entfernt...
Nur mal so ein paar Beispiele genannt zu haben.


Schönes Thema! Und hier möchte ich als Mutter einer Teenie-Tochter noch was ergänzen - Instagram. Das Eldorado für Narzissten der ganzen Welt. Lauter mit zahlreichen Filtern "verschönerte" Selfies. Junge Frauen, die plötzlich alle gleich aussehen die gleichen Lippen (aufgespritzt), die gleichen Augenbrauenbalken (aufgemalt), die gleichen Gesichtskonturen (mit Make-up hingemalt).

Und was Beziehungen angeht- ja, für unsere langjährigen Beziehungen sind Social Media absolutes Gift. Der nächste/die nächste scheint nur einen Mausklick entfernt zu sein. Überall wird gebaggert und angegraben, die Anonymität verleitet dazu, sich Wildfremden zu öffnen und sich - zumindest bei Frauen weit verbreitet - schon zu "verlieben", noch bevor man sich überhaupt real getroffen hat. Wozu das führen wird? Zu nichts Gutem hinsichtlich unserer Beziehungen, fürchte ich. Und ja, das Schulfach Medienpädagogik ist in Deutschland lange lange überfällig! In Skandinavien ist es seit Jahren schon fester Bestandteil des Lehrplans - und es ist nötiger denn je!

30.08.2017 08:43 • x 2 #11


hoeldin3

hoeldin3


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Also, ich gehöre mit meinen 27 Jahren zu dieser typischen Internetgeneration und ich muss sagen,
dass es dann doch die Gruppe A und die Gruppe B gibt.

Gruppe A: Hat zwar facebook, aber kein Tinder etc. Dazu gehöre ich.
Ich habe Facebook, nutze Instagram für mein Hobby, aber nicht, um mir potentielle Partner/ just for fun- Partner zu suchen.
War noch nie meine Art und ich nehme auch keine Leute bei fb an, die ich nicht kenne.
Angebote bekomme ich genug, aber nein.
Wenn ich lese, was die Typen auf Tinder teilweise schreiben, ist das echt ekelig.
Ich bin froh, meinen Partner im realen Leben kennen gelernt zu haben.

Gruppe B:
Stürzt sich auf Tinder und co und sucht die "Große Liebe", ist dann aber enttäuscht, wenn es nicht klappt.
Die meisten hängen auch stundenlang im Internet rum..

aber ich glaube da ist jeder individuell.

Ich persönlich bin auf social media unterwegs, würde aber niemals damit meinen Partner "betrügen" und ich vertraue ihm da auch voll und ganz.
Traurig, wenn man sich da schon gegenseitig kontrollieren muss...

30.08.2017 08:51 • #12


Glaskanone

Glaskanone


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Ich möchte eigentlich kein Urteil abgeben nur meine Erfahrungen versuchen zu deuten.

Dadurch dass es so einfach geworden ist sich kurz irgendwo anzumelden und dann einen Partner zu suchen,
geben viele eine Beziehung viel zu früh auf oder Kämpfen erst gar nicht dafür.
Das ist wie mit Elektrogeräten, früher hat man versucht die zu reparieren und die liefen teilweise ewig weil sie mit Ruhe und Verstand konstruiert wurden. Heute wird alles schnell schnell gemacht und sobald man zu viel investieren muss wird einfach was neues geholt...

30.08.2017 13:55 • x 4 #13


Catwoman2017


Ja, Ausnahmen gibt es natürlich. Auch ich hab nicht nur schlechte Erfahrungen gemacht mit Dating Apps oder Portalen, aber eben auch ein paar, die ich nciht gebraucht hätte...
Man ist heutzutage einfach generell weniger kompromissbereit. Kaum tauchen Alltagsprobleme in einer Beziehung auf, sprich sobald die rosarote Brille ab ist, ist man schon genervt. Oft auch von Kleinigkeiten. Alles soll ohne Druck sein, entspannt und leicht und sobald die erste "größere" Schwierigkeit kommt, ist man schon kurz davor, alles hinzuschmeissen.
"Ja, wenn es ja jetzt schon Stress gibt, wie soll es denn dann bloss in Zukunft werden..."

Es ist halt eine Frage der Bereitschaft zu einer Sache.
Viele von uns sind keine 20 mehr und jeder hat so seine Erlebnisse gemacht. Nur die Gesellschaft heutzutage signalisiert ja, dass an jeder Ecke oder bei jeder App jemand warten könnte, der NOCH BESSER zu Dir passen könnte. Also wozu denn auch dann an etwas arbeiten, wenn die potentielle Auswahl doch so groß erscheint.

So sind die Zeiten (leider). Und oft ist es ja auch so, das, was einfach zu haben ist, ist nicht reizvoll genug. Aber man wünscht sich dann, dass es einfacher wäre, wenn man es dann hat und es nicht läuft.

31.08.2017 21:40 • x 2 #14


Dizi


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Ich finde hier auch die Dosis macht das Gift. Social Media ist gut um mit Freunden und Bekannten aus aller Welt in Kontakt zu bleiben das macht es in der heutigen Zeit einfach. Aber ich finde es ganz schlimm wenn manche ihr gesamtes Leben posten. Oder auch das mobbing das darüber stattfindet.

Was auch gar nicht geht ist wenn ich einen Partner hätte der ständig an seinem Handy rumhängt. Ich selbst mag das nicht und mache es auch nicht. Vorallem nicht wenn man in Gesellschaft ist da nutze ich es lieber wenn ich allein für mich bin und wirklich nichts besseres zu tun habe.

Zu den Dating Apps habe ich bisher keine Erfahrung jedenfalls nicht zu den kostenlosen aber ich hab viel darüber gehört. Eine Freundin von mir hat dadurch ihren Partner kennengelernt und sie sind sehr glücklich aber ich denke das ist bei solchen Apps echt Glück, bei der Menge an Leuten und viele sind auch nur auf S aus. Zum Ego pushen vielleicht ganz gut aber da muss man auch aufpassen weil einfach zu viele Idioten unterwegs sind die einem das Ego auch ganz schnell wieder runterziehen können wenn man hier sensibler ist. Ich bin da hin und her gerissen bei dem Thema zum einen denke ich schon dass dadurch Beziehungen schnelllebiger werden und auch der Kampf um eine Beziehung nicht mehr da ist aber ich hoffe natürlich das es doch noch viele andere da draußen gibt die den Wert einer richtigen Beziehung zu schätzen wissen und sich gerne auf eine feste Beziehung einlassen ohne den Einfluß von Social Media etc.

01.09.2017 14:01 • #15




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