Löwin45
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So ähnlich fing es bei mir auch an. Die Freundin (unsere gemeinsame) nahm immer mehr Zeit und Aufmerksamkeit in Anspruch. Ich bemerkte das selbstverständlich - wollte aber nicht kleinherzig sein.
Ich war immer ein großzügiger Mensch und mochte mich einfach nicht in der Rolle der fordernden und eifersüchtigen Ehefrau sehen.
Die Erklärungen klangen aber ähnlich: "da ist doch nix bei..."
Alles Quatsch.
Ich habe mir - in der Zeit danach - so oft den Kopf darüber zerbrochen, ob ich es damals im Vorfeld hätte stoppen können.
Keine Ahnung. Vermutlich nicht - vermutlich mussten wir diesen Höllentrip durchleben.
Trotzdem ärgere ich mich nach-wie-vor über mich selbst, wie naiv ich damals war. Meine blauäugige und vermeintliche "Frau-von-Welt" Einstellung war einfach nicht sehr schlau.
Das war eines der Dinge, die ich mir selbst verzeihen musste.
Nun, was ich heute tun würde sieht anders aus.
Ich würde ganz klar auf Exklusivität pochen. D.h. deine Belange und Bedürfnisse gehen grundsätzlich vor den Befindlichkeiten einer Kollegen, sei sie noch so gut mit ihm befreundet.
Wenn er das nicht akzeptiert, dann würde ich mal ein Grundsatzgespräch über die scheinbar unterschiedlichen Vorstellungen bezüglich einer Ehe führen.
Nun, ich würde mich heute nicht mehr dazu verleiten lassen, gegenüber meinen Vorstellungen, solche Dinge, die zwar nebulös sind aber trotzdem die Instinkte aktivieren, die Augen zu verschließen.
Es ist seine Aufgabe, dir das Gegenteil zu beweisen.
Im Nachhinein zu zetern, bringt gar nichts.
Das verursacht lediglich, dass der EP genervt zukünftig dies alles diskreter fabriziert.
Das einzige, das meiner Meinung nach hilft, ist ein offenen Gespräch, Frag ihn doch einfach mal, ob er gerne die Ehe beenden möchte.
