Und_jetzt
Gast
Ich habe keine Angst mehr.
Und ich glaube, jetzt beginne ICH, mich zu lösen.
Die ganze Nacht lag ich wach und hab mir Notitzen gemacht. Meine Gedanken sortiert.
Und dabei festgestellt dass ich seit vielen Jahren nur für ihn lebe. Nicht für mich. Wohl immer mit dem Gedanken, wenn es ihm gut geht, geht es uns gut. Aber eigentlich.... geht es ihm nie "gut". Er ist immer unzufrieden. Das hat er ja in der Trennungsandrohung deutlich rausgehauen. Es ist immerschon so, dass ich die Finanzen berwalte, weil er nur ausgeben möchte. Da ich verwalte, haben wir nun eine fast abbezahlte Eohnung, er kann 2 sehr teuren Hobbys nachgehen, Urlaub und mal ne Anschaffung sind trotzdem drin. Manchmal sag ich aber "Nein". Wenn er grade einen beuen PC gekauft hat, sag ich dann halt beim teuren Handy nein, das muss etwas warten. Dann ist er sauer, wie ein kleines Kind. Ich hab das so hingenommen. Seit der Trennungsabsicht lass ich ihn machen. Hab die Finanzen in seine Hände gelegt, er lernt das grade und entscheidet selbst. Nun kann er da nicht mehr sauer sein. Jetzt ist er halt sauer bei anderen Dingen. Wenn er nicht berührt werden will, darf er mich ablehnen, jederzeit. Wenn ich mal sage, mir ist nicht danach, dann ist er sauer "Dann halt nicht".
Auch bei anderen Dingen.
Nun könnte das am Egoismus der Krankheit liegen.
Oder aber daran, dass es immerschon so war. Und ich es hinnahm. Ist er zufrieden, ist die Familie zufrieden. Ich komm da irgendwie nicht vor.
Ich mag das nicht mehr. Ich möchte bedingungslos geluebt werden, nicht mit Bedingungen. Ich möchte wertgeschätzt werden. Nicht hören:" ich würde nie wieder heiraten, als Mann bin ich ja doch nur der Depp der zahlen soll". Ich will nicht mehr hören, wie toll doch die andere war, dass es zoom gemacht hat, dass er sie geliebt hat und mich nicht (nach 2 Wochen).
Ich bin es leid. Ich will einen Partner auf Augenhöhe. Einen der nicht beleidigt ist, wenn ich anderer Meinung bin, ein anderes Empfinden oder grade ein anderes Bedürfnis habe. Einen der auch mal schaut, was er geben kann, statt nur zu nehmen.
In 3 Wochen startet die stationäre Therapie. Jetzt mach ich kein zusätzliches, belastendes Fass mehr auf. Aber danach, ja, da ändert sich etwas grundlegend. Entweder in unserem Miteinander, oder dann ohneeinander.
Und das hat er wohl gespürt. Den ganzen Morgen tänzelt er um mich rum und versucht mir nah zu sein. Ich aber nicht. MIR ist heute nicht danach.
