Lotti85
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Mir hat es echt den Boden unter den Füßen weg gezogen
Seine Begründung für die Trennung liegt darin, dass er sich auf die anfallenden Staats.amen konzentrieren möchte und dies ohne Verantwortung und Pflichten mir gegenüber.
Er hat sich in den letzten Wochen immer mehr von mir entfernt, viel mit seinen Freunden gemacht und in den Sport gestürzt. Als ich mich beschwerte, dass er sehr wenig Zeit mit mir, dafür viel für Hobby und Freunde investiert, sind ihm glaube ich die Sicherungen durch gebrannt.
Ich bin der Meinung, dass ihm aktuell aufgrund der anstehenden Prüfungen alles über den Kopf wächst, er einfach nur seine Ruhe und Zeit haben möchte und momentan eben nicht noch die Kraft und Energie hat, um an unserer Beziehung zu arbeiten.
Er hat allerdings auch gemeint, dass er sich nicht sicher ist, ob ich die richtige für eine gemeinsame Zukunft mit Kinder etc. bin, da ich oft launisch und seiner Meinung nach sehr sensibel/ nicht belastbar bin.
Er ist auf jeden Fall der Meinung, auch wenn es sich momentan noch nicht so anfühlt, dass wir später beide ohne einander bzw. mit anderen Partnern glücklicher werden.
Das schlimme ist, dass wir eine gemeinsame Wohnung haben. Zum Glück mit 2 Stockwerken...
d.h. ich schlafe aktuell oben im Bett und er unten auf der Couch.
Er will, dass wir absolut im Guten auseinander gehen und behandelt mich seit der Trennung eher wie sonst auch. Nur halt ohne Zärtlichkeiten und körperlicher Nähe.
Wir trinken morgens gemeinsam Kaffee und er plauscht ständig über seine Probleme, er fragt mich nach Rat und ich merke oft, wie ihm alles zuviel wird (Prüfungen, möbiliertes Zimmer suchen, Wäsche selber waschen, etc.) und er wirkt mit der Gesamtsituation sehr überfordert.
Er sagt, dass wir durch ettliche "Brocken", die wir gemeinsam aus unserem Leben geräumt haben und auch aufgrund der Tatsache, dass wir uns bereits seit unserer Jugend kennen, immer tief miteinander verbunden sein werden.
Ihm ist es ganz wichtig, dass wir gute Freunde bleiben und im Guten außeinander gehen.
Ich bin auf der einen Seite so glücklich über diesen "angenehmen" Umgang, den wir miteinander haben, auf der anderen Seite bekomme ich nicht den nötigen Abstand, da er mir dadurch ja auch immer wieder Hoffnung gibt, dass doch noch nicht alles verloren ist und seine Entscheidung eher auf einer Kurzschlussreaktion beruht
Morgens geht es mir immer am schlimmsten. Ich wache mit Tränen auf und brauche meist bis Mittag, bis ich wieder einigermaßen stabil bin. Die letzten Tage hatte ich zum Glück frei....
anstatt den ganzen Tag im Bett zu liegen und zu heulen, gehe ich raus, unternehme viel mit Freunden und versuche mich abzulenken. Abends sehe ich dann meist schon alles gelassener und bin der Meinung, dass so oder so alles wieder gut wird.
Leider überrennt mich dann allerdings immer wieder die Verzweiflung und der Verlustschmerz
So bewege ich mich immer zwischen der Einstellung auf das Loslassen und die Hoffnung, dass doch noch alles Gut wird
Was meint ihr dazu?
Wie soll ich mich weiterhin verhalten?

