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Soll ich mich melden nach 2 Jahren?

Rastundratlos

Könnt Ihr mir bitte Eure Meinung sagen?

Meine Ex-Freundin und ich sind nun seit bald 2 Jahren getrennt. Waren 6 jahre zusammen. Wir haben seither nur einmal Kontakt gehabt, weil sie mich angerufen hat um mir zu sagen, dass sie weiss, dass sie es mir nicht immer leicht gemacht hat und um mitzuteilen, dass sie einen Neuen hat. Das Gespräch hat sich dann wieder in einen Streit entwickelt, weil sie wieder umgeschwenkt hat in Vorwürfe.
Trotz der Tatsache, dass auch ich dafür war, dass wir uns trennen, und trotz aller Missverständnisse und Streitereien, die sich durch unsere Beziehung gezogen haben, hat mir diese Info damals das Herz gebrochen.
Ich hatte inzwischen auch eine Beziehung, die wieder vorbei ist, weil ich gemerkt hab, dass ich "sie" einfach nicht vergessen kann.

Fragen:
- warum liebe ich sie immer noch?
- warum kann ich sie nicht vergessen?
- soll ich mich bei ihr melden?
- ist das irgendwie psycho?

Danke im Voraus

14.10.2017 11:05 • x 1 #1


Luto

Luto


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Zitat von Rastundratlos:
- warum liebe ich sie immer noch?
- warum kann ich sie nicht vergessen?
- soll ich mich bei ihr melden?
- ist das irgendwie psycho?


Es ist eher selten, dass die Liebe nach der Trennung nicht irgendwann aufhört, das findet man eher in Filmen und Romanen... unmöglich ist es wahrscheinlich nicht.
Zitat von Rastundratlos:
weil sie wieder umgeschwenkt hat in Vorwürfe.

was waren das für Vorwürfe?

14.10.2017 11:16 • #2


Killian

Killian


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Sicher das Du sie liebst ?

Ich würde eher vermissen und hätte maximal nen Flashback da.

Vielleicht hatte sie einfach nur noch nicht abgeschlossen und verarbeitet so wirklich und gibt Dir die Schuld. Vielleicht auch weil sie mit dem Neuen auch nicht wirklich glücklich ist.

Warum denkt sie denn an Dich und nicht an den Neuen ? Gibt da nur einen Grund, sie ist weiterhin unglücklich. Spielt dem was vor wie Dir auch und seid Beide böse nur ihm wird sie das nicht direkt auf die Nase binden weil alleinesein wahrscheinlich noch schlimmer wäre.

Und Du hängst auch noch irgendwie. Kannst Dich doch gerne mal melden, ohne Anzüglichkeit und rein freundschaftlich aber bilde Dir halt nix ein und wenn sie ablehnend reagiert dann weisst doch Bescheid. Muss doch nicht psycho sein und nutzt ja nix darüber jetzt zu philosophieren. Versuche es und fertig.

14.10.2017 11:38 • #3


Rastundratlos


Die Vorwürfe waren immer die selben:
- ich hätte nicht mit ihr zusammenziehen wollen - stimmt nicht, ich fands nur doof, dass sie einfach eine wohnung gemietet hat, ohne mich zu informieren, weils ihr nicht schnell genug gehen konnte...und die wohnung war furchtbar. Ich hätte mir gewünscht, dass wir das zusammen machen.
- ich hätte kein kind gewollt - stimmt nicht, ich hätte mir nichts mehr gewünscht.
- sie war ständig eifersüchtig, obwohl NIE ein Grund bestanden hat. NIEMALS. Das hab ich irgendwann nicht mehr ausgehalten.
Usw. Usw.
Irgendwie hat sie sich immer mehr in solchen aussagen verstrickt, bis der Knoten so fest war, dass wir ihn nicht mehr lösen konnten.
Ich bin an der Trennung fast kaputt gegangen. Ich war aber nie sauer, sondern einfach nur traurig. Vielleicht hat mich das so traumatisiert, dass ich mich bis heute nicht erholt habe und mich bis heute andere Frauen eigentlich nicht interessieren, egal, was ich versuche.
Ich träum nachts von ihr, das erste an was ich denke wenn ich aufwache, ist sie und das letzte bevor ich einschlafe, an was ich denke ist sie. Für mich ist die ganze trennung bis heutenein missverständnis, das wir nicht aus der welt räumen konnten. Heute ist sie so weit weg und jedes mal wenn ich an dem haus vorbeifahren muss, in dem wir unsere wohnung hatten, schnürt es mir den hals zu, weil es wie ein mahnmal des versagens für mich ist.

14.10.2017 11:48 • #4


Luto

Luto


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Zitat von Rastundratlos:
Die Vorwürfe waren immer die selben:
- ich hätte nicht mit ihr zusammenziehen wollen - stimmt nicht, ich fands nur doof, dass sie einfach eine wohnung gemietet hat, ohne mich zu informieren, weils ihr nicht schnell genug gehen konnte...und die wohnung war furchtbar. Ich hätte mir gewünscht, dass wir das zusammen machen.
- ich hätte kein kind gewollt - stimmt nicht, ich hätte mir nichts mehr gewünscht.
- sie war ständig eifersüchtig, obwohl NIE ein Grund bestanden hat. NIEMALS. Das hab ich irgendwann nicht mehr ausgehalten.

so ziemlich genau habe ich mir das vorgestellt.
eines verspreche ich Dir: die Frau wird nie dauerhaft glücklich werden, und schon gar nicht dauerhaft Glück bringen. Ich setze 20.000,-
sei froh, dass sie weg ist! andererseits: wie ging das 6 Jahre lang?
und klar: nach "verrückten" Beziehungen ist es gelegentlich sehr schwierig, abzuschließen, eben weil nicht die Liebe starb, sondern nur Psycho-Kakk sich breitmachte ....

14.10.2017 11:55 • x 1 #5


Diedieimmerlacht

Diedieimmerlach.


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Was versprichst du dir davon, dich zu melden? Glaubst du, ihr habt noch eine Chance, oder willst du einfach nur mit ihr reden, auch wenn ihr dann irgendwann streitet, oder sie dir Vorwürfe macht?
Willst du es anschließen? Dazu würde ich in deiner Situation tendieren, denn du hast scheinbar noch nicht abgeschlossen.

14.10.2017 12:01 • #6


Rastundratlos


Danke Luto für die deutlichen Worte.
Ja, ich gebe zu, ich vergesse das hin und wieder. Ich hab mir halt so sehr gewünscht, dass es klappt mit ihr...was es nicht hat...darüber bin ich mir bewusst. Manchmal sehe ich es auch wie ein persönliches Versagen, dass "ich" es nicht geschafft habe, sie glücklich zu machen, wobei ich mir absolut bewusst bin, dass man jemanden nicht "glücklich machen" kann, wenn er/sie nicht glücklich mit sich selbst ist. Das habe ich alles verstanden, theoretisch.
Mein Herz schlägt mir eben manchmal ein Schnippchen und ich verdränge dann die ganzen schlimmen Dinge, die waren...und das verstehe ich nicht. Es ist immer dieses "hätte ich nur das gemacht, hätte ich nur nicht das gesagt, hättehättehätte - Ding" das einen unvermittelt anspringt...und plötzlich ist wieder alles da, nach all der Zeit. Vorallem wenn man verkatert aufwacht und die Seele offenliegt, dann ist es am schlimmsten. Und es geht nicht weg, ich vermisse sie so sehr, dass ich es manchmal kaum ertragen kann und nicht aufstehen kann. Ist das schon ne depression? Was kann ich dagegen tun?

14.10.2017 12:09 • #7


Sabine 49


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Ich kann kaum glauben, was ich hier gerade lese. Du meinst ernsthaft nach zwei Jahren Trennung ist jetzt der geeignete Zeitpunkt, um ihr deine Liebe zu gestehen? Hat sie sich denn von ihrem Neuen mittlerweile getrennt, oder was lässt dich hoffen?

Wenn ich sie wäre, würde mich das pure Entsetzen packen über soviel Lebensferne. Selbst wenn eure Differenzen auf Mißverständnissen in der Kommunikation beruht haben sollten, kannst du die im Nachhinein mit deiner Argumentation und deinen Gefühlen nicht mehr rückgängig machen. Das ist euch ja schon bei eurer Trennung nicht gelungen.

Anstatt jetzt darüber nachzudenken, dir den nächsten kolossalen Schuss vor den Bug abzuholen, solltest du deine Energie darauf richten, warum du diese Beziehung und diese Frau nicht loslassen konntest. Zwei Jahre hast du darauf verschwendet, dir diese Trennung schön zu reden, weil es ja angeblich gar keine Trennungsgründe gibt bzw. gab aus deiner Sicht. Aus ihrer vermutlich schon, sonst wäre sie nicht weg und wieder oder immer noch bei dir.

Kontaktversuche von ihr zu dir gab es nicht. Aus alter Verbundenheit und Höflichkeit hat sie dir mitgeteilt, sie hat eine neue Beziehung. Mehr kam da nicht von ihr in zwei Jahren. Warum du meinst, sie könnte deine Gefühle noch erwidern, kann ich nicht verstehen.

Vielleicht solltest du nochmal ganz von vorne anfangen mit dem Loslassen und dem Verarbeiten der Trennung. Es gibt hier ganz viele Tipps dazu. Eventuell wäre bei dir aber auch die Überlegung, dich dabei therapeutisch begleiten zu lassen, besonders weil du dich selbst als depressiv einschätzt.

14.10.2017 12:09 • #8


Rastundratlos


Dieimmerlacht:
Ich weiss es nicht, was ich mir davon verspreche...ich weiss gar nichts mehr.

14.10.2017 12:12 • #9


Diedieimmerlacht

Diedieimmerlach.


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Hat es einen Grund, dass es nach zwei Jahren wieder hochkommt, sie anzurufen?

14.10.2017 12:17 • #10


Rastundratlos


Sabine49:
Danke für die Standpauke. Du hast völlig Recht. Mit Allem.
Ich bin was sie betrifft wirklich nicht rational...bzw. Lebensfremd und naiv.
Ich lass es sein. So wie ich es die letzten 2 Jahre hab sein lassen.

Danke.

Dieimmerlacht:
Nein keinen konkreten Grund, es schwelt schon die ganze Zeit. Ich war gestern in ner Bar und hab ein B. zuviel erwischt, bin dementsprechend verkatert und dann ist es immer am Schlimmsten. Da bin ich selber schuld. Ich muss irgendwie abschließen, ich weiss nur nicht wie.

14.10.2017 12:21 • x 1 #11


SergejFährlich


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Arbeite an dir selbst. Stelle dich den Ängsten. Probiere mal Meditation aus. Werde emotional unabhängiger. Verdrängen hilft nichts. Schreiben kann auch helfen. Schreibe alles auf, was dir durch den Kopf geht. Du kannst auch Briefe an sie schreiben, wichtig ist nur, dass du diese nie abschickst. Rede mit Freunden darüber. Vor allem über das was du fühlst. Probiere neue Dinge aus. Geh raus in die Natur. Erfreue dich an den kleinen Schönheiten des Lebens. Lächle. Lächle Menschen im Alltag an. Tu dir was gutes. Gönn dir mal was. Arbeite an deinem Selbstwertgefühl. Das ist nicht von ihr abhängig.

14.10.2017 12:28 • #12


Diedieimmerlacht

Diedieimmerlach.


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Ja wenn man einen über den Durst trinkt ist man enthemmt, aber das heißt für mich, du hast diesen Wunsch dich bei ihr zu melden auch wenn du nüchtern bist, stimmt das?
Abschließen ist wichtig, danach kannst du sie ruhig wieder anrufen, wenn du das dann überhaupt nicht willst. Bei mir war das nämlich nie so, dann wollte ich die Typen nicht mehr sehen.

14.10.2017 12:34 • #13


Esral


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Ich finde das schon etwas psycho...

14.10.2017 13:24 • #14




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