Blanca
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Zitat:Ich weiss jetzt nicht ob ich mich nochmal melden soll oder ob das sie eher nervt.
Sie ist diejenige, die ihre Lebenssituation erst mal dahingehend regeln muss, daß sie überhaupt frei für eine Festbeziehung ist - nicht Du (oder bist Du kein Single?). Den Job kannst und sollst Du ihr nicht abnehmen.
Was soll es bringen, wenn Du Dich nochmal meldest? Was erwartest Du Dir davon?
Zitat:Vielleicht hat sie ja auch Angst vor der eigenen Courage bekommen. Sie hatte immer Angst diesen Weg der Trennung zu beschreiten und es hat mich auch überrascht,dass sie das geschrieben hat.
Möglich ist alles.
Es gibt zwei Wege:
Du führst dieses Ding als Affaire fort - eine andere Option bleibt Dir dafür derzeit aufgrund ihrer Ehe eh nicht - dann nimm es aber bitte auch entsprechend locker, hab' Deinen Spaß mit ihr und denk Dir nicht mehr dabei als nötig.
Oder Du bist emotional so involviert, daß die Affaire eben keinen Spaß mehr macht, sondern zum Daueranlaß für Sorgen und Nöte mutiert ist. Dann ist aus der Affaire eine emotionale Geschichte geworden, die Du besser beendest, bevor Du Schaden daran nimmst. Nach zwei Jahren wäre ich auch zumindest skeptisch, was die Ehrlichkeit ihrer Trennungsabsichten betrifft.
Affairen geht man ein, um dem Alltag zu entfliehen und sich ein wenig zu amüsieren. Man sollte sie nicht fortführen, wenn einer von beiden sich eine Festbeziehung zu erhoffen beginnt, während der andere noch immer nicht weiß, ob er in seiner Hauptbeziehung bleiben oder gehen wird.
Und wenn eine Affaire dann doch noch in eine Festbeziehung übergeht, so stellt sich leider oft heraus, daß kein Segen darauf liegt. Mal wird einem im ersten größeren Streit sowas vorgeworfen wie "und für Dich habe ich meine Ehe aufgegeben!", mal erlebt man den anderen im Alltag schlicht von Seiten, die man während der Affaire so nicht zu Gesicht bekam und entliebt sich ganz flott wieder. Oder es entstehen Probleme, weil man für die neue "Schwiegerfamilie" derjenige bleibt, der "in eine Ehe eingebrochen" sei - Blut kann dicker als Wasser sein.
Hinzu kommt, daß man den alten Partner nie ganz abhaken kann - spätestens sobald etwas mit den Kindern ist, taucht er in irgendeiner Form wieder auf. So wird man immer mal wieder daran erinnert, daß man eben nicht der Erste war, sondern nur ein Next ist.
Frag Dich bitte mal ernsthaft, ob Du das wirklich willst. Ich meine: Stell Dir einfach mal vor, das Wunder geschähe und sie zöge Trennung und Scheidung tatsächlich durch - entspricht so ein "Leben danach" überhaupt Deinen Wünschen?
Mach Dir bitte klar, daß Du dann mit einer Frau verbandelt sein wirst, die ihren Mann zwei Jahre lang nach Strich und Faden belogen und betrogen hat (oder führen die etwa eine offene Ehe? Weiß er von Dir?). Ausgerechnet Du wirst derjenige sein, der aus erster Hand weiß, wozu sie fähig ist, was das betrifft. Das ist nicht die solideste Basis, die man haben kann, um mit jemand eine gemeinsame Zukunft aufzubauen.
Sorry, daß ich hier so den Advocatus diaboli gebe - ich will Dir nichts vermiesen. Wenn Du meinst, es werde schon gutgehen und fest entschlossen bist, auf diese Frau zu warten, dann tu es eben. Aber bitte kipp nicht irgendwann aus allen Wolken, wenn die Dinge sich eines Tages ganz anders entwickeln sollten, als Du Dir jetzt und hier erwartest.