Luna2619
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Ich habe Anfang letzten Jahres einen anderen Mann kennen gelernt, der in meiner Nähe wohnt. Er hat um mich gekämpft, mir Zukunftsperspektiven aufgezeigt. Nach vielen Überlegungen habe ich mich dann von meinem Ex getrennt und bin nach einigen Monaten mit dem Neuen eine Beziehung eingegangen. Es war aber von Beginn an eher eine Entscheidung des Kopfes, nicht es Herzens. Mein Ex hat zunächst noch um mich gekämpft, mich angerufen, mir Nachrichten geschrieben. Er war sehr verzweifelt. Vermutlich wäre er auch gerne nochmal zu mir gekommen, aber durch Corona (er wohnt in einem anderen Land) und die geschlossenen Grenzen war das nicht möglich. Bis in den Sommer hinein blieben wir in Kontakt, er hat mir immer wieder gesagt und geschrieben, ich sei seine große Liebe und er möchte mich zurück. Beinahe hätten wir uns auch nochmal in der Mitte getroffen. Ich wurde aber krank und musste absagen.
Kurze Zeit später hat er mir mitgeteilt, dass er eine neue Freundin hat. Das war erst mal okay, schließlich hatte ich mich von ihm getrennt und selbst eine neue Beziehung. Nach einiger Zeit fing ich aber an, ihn zu vermissen. Es wurde immer schlimmer, ich hatte richtig Liebeskummer, fühlte mich natürlich doppelt schlecht - vor allem meinem neuen Freund gegenüber. Zu meinem Ex gab es keinen Kontakt mehr. Nach einigen Monaten kamen die Gedanken an meinen Ex immer seltener und ich war in meiner neuen Beziehung glücklich und zufrieden. Im Dezember musste ich meinen Ex allerdings wegen einer organisatorischen Sache nochmal anschreiben und danach kamen wieder sämtliche alten Gefühle doppelt und dreifach hoch. Ich habe häufig von ihm geträumt und wenn ich morgens mit einem Kloß in Hals aufgewacht bin, hatte ich das Gefühl, es wäre jemand gestorben. Eine schreckliche Phase. Ich habe mich total verloren gefühlt und hatte das Bedürfnis, meinem Ex zu schreiben, wollte einfach mal hören, wie es ihm geht. Auf eine WhatsApp-Nachricht von mir hat er total abweisend reagiert, fast schon beleidigend. Ich sei schließlich selbst schuld, hätte ja einen anderen gewollt und müsste jetzt damit leben. Das war erst mal ein Schlag ins Gesicht, aber auch insofern heilsam, weil ich danach nicht mehr geschrieben habe und im Laufe der Zeit auch wieder Abstand gewinnen konnte.
Vor einigen Wochen habe ich meinen Ex dann erneut angeschrieben, da noch zu klären ist, wie ich an meine ganzen Sachen komme, die noch bei ihm sind. Es geht um sehr viel Zeug, das man nicht einfach in ein Päckchen packen kann. Zunächst war angedacht, dass ich die Sachen irgendwann mal nach Corona persönlich abhole, aber mittlerweile wäre mir lieber, die Sachen kämen mit einem Paketdienst. Ich habe ihn also gebeten zu recherchieren, wie er das organisieren könnte. Wir haben ein bisschen hin- und hergeschrieben - nichts Besonderes. Er gab mir die entsprechenden Infos und ich wollte mich wieder bei ihm melden. Als ich nach einigen Tagen antworten wollte, hatte er mich blockiert. Ich war zunächst irritiert und habe ich mich gefragt, warum er das gemacht hat, habe es aber akzeptiert und nicht auf anderem Wege geschrieben. Nun habe ich bemerkt, dass er mich wohl vor einigen Tagen wieder "entblockiert" hat. Seitdem schwirrt er mir wieder im Kopf herum, ich träume von ihm und habe das Bedürfnis, mit ihm zu sprechen, etwas von ihm zu hören. Er nimmt wieder sehr viel Raum in meinen Gedanken ein.
Ich will das nicht, will nach so langer Zeit endlich abschließen. Was soll ich tun? Sollte ich ihm nochmal schreiben, die vielen ungesagten Worte aufschreiben, mich entschuldigen, dass ich ihn so verletzt habe? Gar nichts machen? Wie werde ich die Gedanken sonst los?