Lulu
Gast
auch ich hoffe Hilfe und Austausch in diesem Forum zu finden.
Es geht um folgendes.
Mein Partner und ich führen seit über einem Jahr eine Wochenendbeziehung, da wir in verschiedenen Städten wohnen.
Ich bin alleinerziehend und mein Partner ist jedes Wochenende hier. Mit den Kindern und ihm klappt es gut. Nur mit uns nicht mehr besonders gut.
Unser Problem, tja, wo liegt es? Mein Partner hat viel negatives in seinem Leben erlebt. Als ich ihn kennenlernte, kam er gerade aus einer Ehe mit einer Borderlinerin. Entsprechend durcheinander war er auch anfangs. Er versuchte ständig mein Verhalten zu deuten und mußte sich verständlicherweise ersteinmal sammeln. Wir führten viele Gespräche und mit der Zeit wurde er ruhiger. Er sagt manchmal, ich würde ihn zur Ruhe bringen. Aber es ist schwierig.
Er möchte am Liebsten immer hier sein. Bewerbungen, um den Wohnort hierher verlegen zu können, schlugen bisher fehl. Eigentlich möchte er seit Beginn der Beziehung schon zu mir ziehen und legte mit dem Wunsch auch ein ziemliches Tempo vor mit entsprechenden Frustrationen. Ich habe das Gefühl, er ist ohnehin so schnell frustriert. Wie gesagt, er hat viel erlebt. Aber manchmal regt mich das einfach auf. Er kann auch genießen, aber auch heute noch fragt er mich so oft am Tag "Was ist los?". Ich fühle mich oft wie unter Beobachtung und nehme das als belastend war.
Ich habe das Gefühl, es kehrt nie Ruhe ein in diese Beziehung. Mir fehlt ein Stück Leichtigkeit. Dabei ist er ansonsten ein toller Mann.
Ist er unter der Woche nicht hier, nervt ihn die Situation, ist er hier, haben wir viel Streit. Er ist der Typ, der sich schnell ärgert und ich nicht der Typ Frau, der dann "kuscht", also ärgere ich mich auch und dann ist Streit vorprogrammiert.
Mich nervt das nur noch. Aber ich weiß nicht, ob ich innerlich etwas resigniert habe und somit eben auch schneller auf manche Dinge anspringe. Er hat nun endlich eine Therapie begonnen, um seine Geschichte aufzuarbeiten.
Wir haben oft ein unterschiedliches Nähe-Distanzbedürfnis. Ich brauche auch mal Zeit für mich und kann das gut genießen. Er hingegen ist unter der Woche eben meistens alleine nach der Arbeit und hat so schon genug Zeit für sich. Wenn ich dann am Wochenende, wenn die Jungs bei ihrem Papa sind, mir mal ein oder zwei Stunden Zeit für mich nehme, dann ist er darüber auch wieder irgendwie irritiert.
Es ist schon so anstrengend geworden in dieser Beziehung, dass unser Imtimleben in den letzten Wochen richtig eingeschlafen ist. Aber ich kann nach einem Streit den Hebel einfach nicht umlegen. Als wenn ich mich innerlich einfach sperre.
Meistens bleibt er bis monatg früh. Heute mittag ist er vorzeitig gefahren, weil es wieder Streit gab. Beide haben wir gesagt, dass wir so nicht mehr können, dabei sind Gefühle für den jeweils anderen da.
Weiß jemand Rat in dieser vertrackten Liebesgeschichte?
Ich danke euch für das Lesen.
Lulu.