Sarong
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Tag 3 mir geht’s erstaunlich gut, ich glaube die Arbeit der letzten 6 Monate, ich hatte mich im Mai hier angemeldet, hat doch was gebracht. Hab verstanden, dass es um meine Beziehung zu mir selbst geht. Und das Thema ist: Verlangen. Ich möchte irgendwas haben vom anderen/ suche was ‚im Außen‘ was sich da nicht finden lässt und sobald ich mich auf ‚das Innen‘ in mir konzentriere wird es besser/ stiller. Hatte einen Traum bei dem sich eine Frau nach einem Streit mit ihrem Mann aus dem Fenster stürzt in einem Sarkophag. Der Deckel springt auf, ich schaue rein, da liegt sie quicklebendig und sagt: Hat Spaß gemacht! Ich dachte dazu: Offensichtlich braucht sie Drama, um sich lebendig zu fühlen. Wenn ich das bin, trifft es auf mich zu. Brauche ich das wirklich, oder geht es auch ohne?Das Gegenüber von Verlangen ist Verzicht. Welche Frustration ist größer? Die dem Verlangen nachzugehen oder die einfach darauf zu verzichten? Bislang habe ich mich oft dadrin geübt. War zwischen meinen gescheiterten Beziehungen lange Single. Ich denke mein heutiges Lebensgefühl spricht dafür, dass das gut war. Es hat mich in gewisser Hinsicht befreit.