Balance
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Zitat von KBR:@all: Vielleicht kriegt Ihr etwas anderen Blick auf Eure Möglichkeiten, wenn Ihr das Nachfolgende lest (bitte als Ansporn verstehen):
Vor 7,5 Wochen hat sich mein Freund von mir getrennt. Seitdem sitze ich zuhause herum, denn erst nahm ich vor lauter Schock Urlaub und dann wurde ich vor 5 Wochen am Fuß operiert. Seitdem habe ich Gehilfen und soll so viel wie möglich den Fuß hochlegen. DAS sind ungünstige Rahmenbedingungen für so eine Extremsituation.
Die Gedanken kreisen, ich kann mich schwer konzentrieren und ablenken.
Konzentration auf Bücher, TV etc. fällt schwer (wird langsam besser). Ich kann nicht spazieren gehen (außer mal ne Runde um den Block) oder Sport machen. Ich bin auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen. Hier sind keine Cafés o.ä. in der NÄhe. Meine Freunde arbeiten tagsüber.
Ich war in diesem Zeitraum 2 Tage im Krankenhaus, 3x. beim Arzt, 14x zur Physiotherapie, 1x beim Friseur, hatte ungefähr 2x die Woche Besuch, war 1x einkaufen, 1x so etwas ähnliches wie Shoppen (eher dringende Erledigungen machen) und sonst machte nichts. Gar nichts! Außer denken,heulen und traurig sein.
Es wird ganz, ganz langsam besser, aber der nächste Schicksalsschlag kündigt sich an und wirft mich zurück.
Freut Euch an den Möglichkeiten, die Ihr habt. Freut Euch über Eure Mobilität und dass die Krankheit noch nicht so lange währt, denn Ihr habt so viel mehr Ablenkungsmöglchkeiten als ich zur Zeit. Ich würde so gern in die Sauna gehen. Geht nicht. Oder einfach mal bummeln. Geht nicht. Oder einfach selber einkaufen. Geht fast gar nicht. Draußen fotografieren gehen. Geht nicht. Konzerte. Geht gar nicht. Freunde besuchen? Überall Treppen. Geht nicht. Usw. usw.
Liebe @KBR
Ich finde es wunderbar, dass Du trotz der "Einschränkungen" weiter machst. Du bist unser Vorbild. Du gibst nicht auf. Du kämpfst. Auch wenn es schwer fällt, Du LEBST. Das ist bewundernswert.
Liebe Grüsse
Balance