Zitat von Mienchen: Kompromiss in Bezug auf Libido? Den erkläre mir bitte
Wie ich schon sagte, miteinander reden und vielleicht auch mal miteinander schlafen, wenn nicht beide Lust haben sondern vielleicht nur einer. Das sage ich auch in Richtung TE. Der Fakt, dass sie WENIG Lust hat, bedeutet ja nicht, dass sie gar keine Lust auf Intimität hat. Wenn sie nun Dienstag Lust hat und der Mann keine - dann kann auch der Mann sagen: Ok, dir zuliebe schlafe ich mit dir. Wie auch andersrum.
Es ist übrigens erwiesen, dass man Sexualität "verlernen" kann in einer Partnerschaft, gerade bei längeren Partnerschaften. Auch habe ich davon gehört, dass Sexualität wie ein Termin in die Wochen/Monatsplanung wie ein Termin eingeplant werden sollte um sie wieder zu erlernen - dieser Tipp kommt unter anderem von Sexualtherapeuten.
Und glaubst du, dass so ein Termin dann sagt: Du hast nun Lust zu haben?
Es geht hier auch um das Thema Hingabe und Miteinander. Ich habe schon erläutert, dass für mich einige Sachen Liebe bedeuten, auch wenn ich sie nicht gerne "alleinstehend" mache - aber für SIE es dann mache, weil ich ihr was Gutes tun kann. So funktioniert Partnerschaft für mich.
Frag mal rum: Welcher Mann massiert seiner Frau gerne die Füße -
einfach so? Welcher Mann kocht für seine Frau gerne -
einfach so? Welcher Mann hört sich gerne die neuesten Trends in der Mode an -
einfach so?
"Einfach SO" gar nicht. Sondern aus Liebe. Das wird mir hier einfach viel zu sehr ausgeklammert.
Zitat von tina1955: Wie steht man bloß vor der Familie da ?
Welche Schande ?
Dann lieber Augen zu und durch ?
...und vielleicht ist der TE es wichtiger, ein Commitment eine tiefe Liebe zu spüren und zu leben, als das nur an der Sexualität aufzuhängen. Natürlich gibt es dann hier einen Grundkonflikt. Aber den halte ich nicht für unlösbar. Meine Großeltern waren 70 Jahre verheiratet. Wenn ich hier so quer lese, dann kann das ja gar nicht möglich sein, denn der Sexualtrieb verändert sich ja nicht und ist soooo schwerwiegend, dass daran eine ganze Liebe hängt.
Nicht falsch verstehen, auch ich mag Sex. Aber ich kann Intimität
auch auf anderen Wegen erfahren. Ich war 7 Jahre mit einer Frau zusammen, die kein ausgeprägtes Sexualverlangen hatte. Hat es mich gestört? Nö, da wir auf vielen Ebenen miteinander verbunden waren, die mir einfach wichtiger waren.
Vor dieser Entscheidung steht nun der Partner der TE, denn er muss ja offensichtlich seine Bedürfnisse anpassen. Das erzeugt Frust - wie ich ganz am Anfang schon geschrieben habe.
Ich Judas sage aber: Die Frau kann sich auch mal
überlegen, ob sie mit ihm schläft oder andere "Dinge" macht, die zwar gerade nicht ihrem Verlangen entsprechen, aber sie damit eine Verbundenheit und Liebe empfindet und ihrem Partner entgegenkommt. Auch kann der Partner mal sagen: Ok, zieh ich mir einen P0rno rein, verschaffe mit Druckabbau und gut ist.
Das soll NICHT heißen, dass sie ihm zu Diensten sein soll, wie eine unterwürfige Hausfrau der 50er Jahre.
Was soll sie denn machen? Sie sagte, sie geht nun zum Arzt und lässt sich checken. Soll sie nun 4,5 Jahre hinwerfen (Erinnerung, die beiden LIEBEN sich) und sagen: Ok, ich suche mir einen Eunuchen - davon gibt's ja so viele.