Zitat von Sonjanein:Das mit dem Kontostand ist solange nicht wichtig, wie das Konto eines einzigen nicht einseitig strapaziert wird finde ich. Beispielsweise, wenn ich immer derjenige bin der das Zugticket für 15 Euro lösen muss, und Einkaufen muss und zahlen muss, nur weil ich es 'kann'. Ist es irgendwann nicht mehr vollkommen unerheblich. Als Student beispielsweise hatte ich auch einen Wagen, zwei Jobs und hab das auch gestemmt. Es ist vieles eine Frage auch des Willens, aber klar kann ich mich zurück lehnen und darauf berufen, nichts zu haben und auch nichts einbringen zu können. Nur dass ich dann vom anderen alles verlange und es nur Frage der zeit ist, wie lange das geht, ..... muss jeder selbst wissen.
Also ich und auch mein Freund sind der Meinung bzw haben die Regel: Bei Geld hört Freundschaft und Liebe auf.
Jedoch: wer von sich aus freiwillig mehr macht, dann ist es was anderes.
Am Anfang hat er immer die Zugtickets bezahlt und auch einen Großteil vom Einkauf, weil ich es noch nicht so konnte. Ich habe ihn aber nie danach gebettelt oder es für selbstverständlich gehalten. Ich fragte immer, ob es wirklich so okay ist und dass es mir unangenehm ist, dass er immer alles bezahlt (auch aus Angst, er könnte es mir vorhalten).
Darauf erwiderte er nur, dass ich mir keinen Kopf machen brauche, er das gerne macht, weil er mich sehen will. Er hat von mir auch kein Geld angenommen, wenn ich es ausgleichen wollte, weil er wusste, dass ich es (noch) nicht konnte. Und das wichtigste: Er hat es mir nie vorgehalten! Also wusste ich, dass er es wirklich gerne macht.
Seit längerem bezahle ich öfter die Zugtickets alleine (oder ich hin, er zurück), bezahl die Hälfte vom Einkauf mit... also gleiche es schon irgendwo aus (in 90% der Fälle) - weil ich es jetzt kann.
Wenn ich doch mal zu ihm wollte, aber es nicht bezahlen konnte, fragte ich ihn, ob es okay wäre, wenn er mir die Tickets bezahlt. Ich hätte auch nie ein Problem damit gehabt, wenn er nein gesagt hätte.
Aber nur so funktioniert das Ganze. Wenn man ganz sicher weiß, dass der Partner sagt, wenn ihm etwas nicht passt/er etwas nicht will und weil man ehrlich zueinander sein kann.