Hallo Ihr Lieben

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ich bin zwar nicht mehr frisch getrennt, aber ich kann vielleicht zum Trost für alle frisch Getrennten beisteuern, daß das Leiden mit der Zeit WIRKLICH abnimmt. Am Anfang hält man das nicht für möglich und denkt, man stirbt vor Kummer und leidet unendliche Qualen. Das ganze Leben erscheint einem auf einmal als sinnentlernt und hoffnungslos, man ist super-resistent gegen Ratschläge von außen und will um jeden Preis die verlorene Liebe zurück. Ein furchtbarer Zustand!
Aber ich bin jetzt am Anfang des 4. Liebeskummer-Monats und ich kann sagen, dass der fast existentielle Schmerz, der mich zu Beginn schier übermannt hat, mittlerweile fast einer Egal-haltung gewichen ist. Ich sage mir: Dann werde ich halt von dieser Person nicht geliebt. Dann ist es halt so. Es ist der freie Wille jedes Menschen, einem anderen Menschen seine Liebe zu schenken oder diese zu verwehren. Und darauf hab ich keinen Einfluss. Und ich schenke dieser verflossenen Liebe auch keine unnütze Energie von mir mehr. Diese Energie gehört mir und die möchte wieder ich für mein eigenes Leben.
Ich musste mir aber auch diese Haltung durch Aushalten, Zeit geben, viele Gespräche, Schreiben und Lesen im Forum, Kontaktabbruch hart, sehr hart erarbeiten. Und es brauchte diese Zeit.
Jeder braucht diese Zeit und macht diese oder ähnliche Phasen durch.
Zitat von loui:In meinem Gedanken gehe ich die ganzen Situationen durch in der ich Mist gebaut habe und stelle mir vor wie ich es anders und besser gemacht hätte. Ich weiß einfach im Moment nicht weiter, warum muss das alles nur so sehr wehtun
Das hab ich auch zur Genüge gemacht zu Beginn. Aber mittlerweile hab ich das Grübeln und Analysieren der Vergangenheit weitgehend eingestellt. Es bringt einen nicht weiter und man dreht sich gedanklich unentwegt nur im Kreis. Es gibt so einen schönen Spruch dazu : "Auf der Suche nach dem Warum wurde ein Egal gefunden."
Natürlich ist jeder anders und jeder hat eine persönliche Geschichte. Und jeder braucht sicherlich auch andere 'Maßnahmen'. Ich wollte Euch nur erzählen, wie es bei mir war. Und Euch allen Mut machen!
Viel Kraft für Euch alle

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