Zitat von darkenrahl:Nun, in 265 sagt er aber aus, dass er Veränderungen wünscht.
@darkenrahl, 265 ist doch nur die halbe Wahrheit.
Zitat von Peter9871: Ich möchte so nicht mehr mit ihr weiter zusammen bleiben, und das habe ich ihr auch gesagt. In der Konsequenz heißt das: Entweder wir ändern was, oder ich trenne mich. Da Sie nichts ändern möchte, bleibt also wohl nur eine Möglichkeit.
Er hat ihr gesagt, dass er so nicht weitermachen will. Er hat ihr nicht gesagt, dass er es enorm schön fand, als eine andere Frau ihn umarmt und ihm ihre Zuneigung gestanden hat.
Und dieses "entweder wir ändern was oder ich trenne mich" ist aus meiner Sicht auch um den heißen Brei herumgeredet. Wenn seine Frau jetzt 2x die Woche mit ihm schliefe, jeden Freitagabend mit ihm ausginge und ein Mal im Monat mit ihm Gartenarbeit erledigt, wäre er ja dennoch nicht glücklich, weil ihm die Nähe und Verbundenheit zu einer Frau fehlt. Er möchte geliebt werden und das durch leuchtende Augen, Zärtlichkeit und gemeinsame Aktivitäten und Umsorgen auch täglich bewiesen bekommen. Den einzigen Beweis, den seine Frau ihm aktuell liefert, ist, dass sie sagt, sie liebt ihn, und noch nicht gegangen ist oder mit einem anderen Mann was angefangen hat. Das ist sonst eigentlich ein "männlicher Klassiker", dass wer nicht säuft, schlägt, betrügt und jeden Abend nach Hause kommt, doch genug Liebe zeigt.
Und das wird mit Sex und Dates und Hausarbeit, aber ohne die innere Einstellung, die zu leuchtenden Augen führt, auch dem TE vermutlich nicht mehr reichen. Er weiß ja jetzt wieder, wie es sich anfühlt, begehrt zu werden.
Die Frage ist doch, wie man Trennung definiert. Theoretisch könnte man sagen, dass dieses Paar seit Jahren schon getrennt lebt, aber es keiner ausgesprochen hat.
Wie soll also die beste und gütlichste neue Trennung im Idealfall für den TE aussehen? Dass seine Frau im Gästezimmer schläft und es duldet, wenn er nachts bei seiner Freundin ist und am Wochenende mit ihr schmusend zum örtlichen Weinfest geht? Dann bleibt beiden das Haus und den Kindern das Elternhaus erhalten.
Oder ist räumliche Trennung für ihn oder sie nötig?
Und wer zieht dann aus?
Das muss der TE erstmal für sich selbst ergründen.
Und dann, wenn er eriß, was er will, zwingend mit seiner Frau sprechen, um zu erfahren, ob seine Vorstellungen mit ihr umsetzbar sind. Denn sie gegen sie umzusetzen, wird den TE am meisten kosten (und nicht nur finanziell).
Er muss also von "es muss sich was ändern" zu "ich möchte in Zukunft, dass..." kommen. Und das braucht in der Regel mehr als ein paar Tage.
Und dass Affären auf durch Mangel erzeugten Rauschgefühlen basieren und am Ende nur Sex und warme Worte bleiben, halte ich für Konsens. Wenn mehr dahinter steckt, wird man mehr daraus machen und aus der Affäre wir eine Beziehung. Sonst bleibt es nur beim Sex, dem Egostreicheln und Luftschlössern, also dem gleichen, was es auch gegen Geld ehrlicher gibt.