Seit drei Tagen geht der Umzug. Stück für Stück karren wir die Sachen rüber.
Jetzt geht's richtig an die Nerven.
Ich glaube langsam brauche ich Hilfe. Mein Selbstbewusstsein ist im Eimer und mein Vertrauen in Menschen allgemein ist auch sehr klein. Verzweiflung macht sich breit, die Perspektive fehlt.
Das vergangene Jahr war so zermürbend. Erst die Geburt mit dem starken Blutverlust und die anstrengenden Wochen mit Neugeborenenem danach, dann kamen schon die ersten merkwürdigen Verhaltensweisen von ihm. Im Frühjahr werden alle Kinder krank, Norovirus aus der Kita und danach Läuse aus der Kita, ich also wochenlang allein Zuhause mit Säugling und zwei Kleinkindern. Er macht unbezahlt "Überstunden" und Samstagsarbeit. Um Zeit mit ihm zu haben stehe ich morgends früh mit ihm auf, aber er zockt lieber. unser Liebesleben beschränkt sich auf 7min alle fünf Tage, manchmal noch seltener. Er hängt viel am Handy. Hat auffallend gute Laune, wirkt wie verliebt. Ich ahne schlimmes und spreche ihn darauf an, frage ob er sich eine offene Beziehung wünscht und als er das heftig ablehnt, bitte ich ihn
falls er woanders was macht ein Kond. zu benutzen. Er meint er wäre in mich verliebt. Und der wenige Sex liegt an dem Stress auf der Arbeit.
Dann endlich: Unser allererster Familienurlaub und er nörgelt nur herum, zieht sich häufig zurück. Noch dazu motzt er die Kinder an und ich versuche ständig zu deeskalieren.
Hinterher heißt es, er könne sich nicht erholen wenn die Kinder auch dabei sind. Wir haben Niemand der auf die drei Kleinen aufpassen würde, also schlage ich vor dass er allein nochmal einen Kurzurlaub macht.
Was dann kam ist so krass das ich es gar nicht mehr erzählen mag. Ich hab ja schon in einem anderen Thema davon berichtet.
Er betrog mich heimlich, wollte nach seiner Rückkehr eine inoffizielle Trennung bei unverändert gemeinsamem Zusammenleben, ich durfte mit Niemand drüber reden und nebenbei infizierte er mich mit einer Geschlechtskrankheit.
Dabei log er es gäbe keine andere Frau.
Erst vom Frauenarzt erfuhr ich die Wahrheit. Die stritt er Zuhause weiterhin ab, aber verstrickte sich in Widersprüche bis er es nicht mehr leugnen konnte. Er belog sogar seine Familie und unterstellte das ICH betrogen hätte. Aber zum Schluss musste er es doch zugeben.
Auch danach erfuhr ich nur wenig bis gar nichts und es gab weitere Lügen, wieviel davon immernoch unaufgedeckt ist, weiß ich nicht.
Und das war erst bis Mai. Die folgenden sieben Monate waren nicht besser aber ich brauch jetzt eine Schreibpause
