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Toxische Beziehung On-Off bis hin zu finaler Trennung

B
Zitat von Oskar89:
Wie komme ich von ihr los bzw. wie finde ich zu mir selbst.


Zitat von Oskar89:
Wie komme ich von ihr gedanklich und emotional los ?


Zitat von Oskar89:
Aber warum sehnt sich so ein großer Teil von mir nach Ihr

Indem du sie konsequent aus deinem Leben löscht und den Kontakt konsequent meidest.
Dazu gehört, dass du sie blockiert und es ihr unmöglich machst, dich wieder zu kontaktieren.
Das On-Off ist für unser Bindunssystem und den gesamten Körper hoch toxisch.

Toxisch ist hierbei nicht nur ein Begriff, denn du wirst tatsächlich regelrecht vergiftet. Das Hin-und Her macht abhängig und fördern den Ausstoß von bestimmten Hormonen, die dich regelrecht unfähig machen können die Situation zu verlassen, wie es nötig wäre.

Oder anders: Du bist wie ein Süchtiger auf der Suche nach dem nächsten Kick.
Es gilt nun, den Körper zu entgiften, indem du das Suchtmittel meidest.

Ablenken ist ein guter Hinweis, ist aber oftmals in diesen Konstellationen wenig hilfreich, da wir gar nicht in der Lage sind unser vernebeltes Hirn abzulenken.
Dein Körper wird wissen, was dir am besten hilft.

Zitat von Oskar89:
Jetzt bin ich wieder blockiert, sagte, es sei jetzt entgültig aus.

Dann blockiere du sie auch und übernehme du wieder die Kontrolle, die sie über dich erlangt hat.
Zitat von Oskar89:
ich Vollidiot

Du musst dich nicht abwerten, das ist menschlich und passiert anderen auch und hilft dir nicht weiter.
Rede dir lieber gut zu dir und"spreche" zuversichtlich über dich selber.

x 1 #16


FrauDrachin
Zitat von Oskar89:
Wie komme ich von ihr gedanklich und emotional los ?
Mein Körper ist 24/7 angespannt, genau wie in der Beziehung.
Und warum stelle ich mir heimlich die Frage, ob sie sich irgendwie nochmal melden wird?

Wenn du dich schon etwas mit BL beschäftigt hast, bist du vielleicht schon mal über den Satz gestolpert:
"Keine Beziehung fühlt sich so richtig an, wie die falsche."

Solche Beziehungen insbesondere mit On/off sprechen das Belohungszentrum und das Dopaminsystem im Körper an, ähnlich sie Süchte, seien sie Stoffgebunden oder nicht. Und entsprechend solltest du deine Heilung einschätzen und planen. Die Anspannung in deinem Körper und die Sehnsucht sind Entzugserscheinungen. Dein Körper weiß, dass ein neuerlicher Kontakt wieder eine kurzzeitige Erleichterung bringen würde. Deshalb das craving.
Sehr gut und wichtig, dass du in Null Kontakt gegangen bist, das wird dir helfen. Im Zweifel ist es auch keine Schande, sich eine geschulte Person an seine Seite zu holen, bis das gröbste überstanden ist.

x 1 #17


A


Toxische Beziehung On-Off bis hin zu finaler Trennung

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Catalina
Zitat von Oskar89:
Sie war sehr impulsiv, ob mit wichtigen Entscheidungen, Tattoos, 30 mal Haare färben und Klamotten austauschen, Sexualpartner, stark Depressiv und nahm Antidepressiva, hatte teilweise extreme Wutausbrüche, brauchte mich 24/7 um sich rum und war sauer, wenn ich mal Zeit für mich brauchte.

Klingt, als wäre sie emotional ziemlich instabil. Dazu passen auch diese Trennungen aus dem Nichts und dass sie gleich danach den Nächsten an der Angel hat. Ob das jetzt Borderline ist oder was anderes spielt für dich keine Rolle, denn das Ergebnis ist das Gleiche: Sie hat offensichtlich einen Haufen Baustellen und ist daher nicht in der Lage, eine stabile Beziehung zu führen.
Zitat von Oskar89:
und wie blöd denn alle Exfreunde waren.

Das ist für mich eine riesige, rote Flagge denn es bedeutet, dass die Person unreflektiert ist und jegliche Schuld stets bei anderen verortet. Wenn alle anderen immer blöd sind solle man vielleicht mal drüber nachdenken, ob man nicht selber der Geisterfahrer ist.
Zitat von Oskar89:
Wie komme ich von ihr los bzw. wie finde ich zu mir selbst.

Kalter Entzug ist leider das Einzige, was hier hilft. Absolut no contact, alle Schotten dichtmachen, so dass sie dich nicht erreichen kann. Und dir immer wieder bewusst machen, dass eine erneute Runde auf dem On/Off-Karussell dich nicht weiter bringt sondern dir nur zusätzliche Schmerzen bereitet.

x 1 #18


M
Zitat von Besserwisser60:
Das On-Off ist für unser Bindunssystem und den gesamten Körper hoch toxisch.

Es kann Menschen körperlich und psychisch stark belasten bis zum Ausgebranntsein. Am Ende stehen dann Depressionen und in ganz schlimmen Fällen Selbstmordgedanken, um dem Leiden ein Ende zu bereiten.

Auf emotionale Achterbahnen zwischen Hochgefühl und Verzweiflung kann man durchaus süchtig werden. Das Hochgefühl sorgt für eine extreme Ausschüttung an Glückshormonen, die eine Welle von Wohlbefinden und Glück suggeriert. Ach, wie herrlich, nie war es schöner mit uns. Wir sind an der Trennung gewachsen, wissen jetzt beide besser, wie wichtig wir füreinander sind. Und dieses Mal wird es halten, ein Ritt auf dem Glückspfad.

Dann kommt das Gegenteil und der Körper schüttet Angsthormone aus. Oh mein Gott, sie hat mich (schon wieder) verlassen. Was soll ich nur tun? Das kann doch nicht sein, gestern sprach sie noch von Liebe und heute schlägt mir Kälte und Abweisung entgegen.
Nach nichts gieren die Gefühle mehr, als wieder einen Glückstzustand zu erreichen. Trabt der abtrünnige Partner wieder an, wittert man die emotionale Zufuhr und steht bereit für die nächste Runde. Ach, meine Ängste, meine Sorgen sind vergessen. Sie ist wieder da und mir geht es wieder so gut. Ich bin glücklich ohne Ende.

Es kommt zu einer Abhängigkeit und zu einer Art Liebes- und Glückssucht, die einen erst mental, dann körperlich auslaugt.

Was ist dagegen eine Beziehung in einem Gleichmaß ohne diese extremen Höhen und Tiefen? Langweilig, weil die Hochgefühle ausbleiben, die ich aber meist nur fühlen kann, wenn ein starkes Tief vorangegangen ist.

Kein Wunder, dass eine endgültige Trennung als Katastrophe empfunden wird. Denn man fühlt nur noch Leere und Niedergeschlagenheit und ohne Aussicht auf eine erneute Zufuhr.
Solche Beziehungen beruhen auf einer emotionalen Abhängigkeit, die nur dieser eine Partner befriedigen kann, aber immer nur für einen Moment..

Es ist schwer, wieder in ein gesünderes Leben mit mehr Gleichmaß zurück zu finden, denn die Sucht ist immer noch präsent.
Und bis die vergeht, gehen Monate ins Land.
Das eigene Leben erscheint einem schal und völlig umbefriedigend und trost- und aussichtslos.
Schuld daran ist man auch selbst, denn spätestens nach der zweiten Trennung ist klar, dass das Auf und Ab eine Dauereinrichtung wird. Ein Karussell, das sich ewig weiterdreht, ohne dass der Fahrgast abspringt. Die Partnerin aber kurbelt das Karussell an oder lässt den Motor stehen.

Oskar, es wird Zeit, erwachsen zu werden. Diese Frau war und ist immer noch Gift für Dich. So schlimm es jetzt ist, lass Dich nicht völlig runterziehen. Denn sie wird Dich nicht befreien. Du bist jetzt abgemeldet und irrelevant, bis sie es sich womöglich wieder anders überlegt. Dann erscheinst Du wieder interessant und wenn sie ihre Zufuhr bekommen hat, ist sie auch schon wieder weg. Du bist nur der Erfüllungsgehilfe für ihre wechslenden Befindlichkeiten.
Dass bei Süchtigen die Rückfallgefahr sehr hoch ist, brauche ich nicht zu erwähnen.

Lerne Dein Leben wieder zu schätzen. Es ist vieles da, was Dir helfen kann, aber Du siehst es nicht, weil Dein Blickwinkel verengt ist.
Gib dem Leben die Chance, dass Du es wieder in die Hand nimmst und glücklich wirst, aber ohne diese Extreme.

x 2 #19


Oskar89
Ich komme gerade von der Arbeit und bin überwältigt von den ganzen Nachrichten.
Nur so am Rande, dieses (25 Jahre) Joke ist hier bei mir auf der Arbeit ein Runninggag und war gar nicht so gemeint, als sei ich irgendwie unzufrieden oder unsicher mit meinem Alter Zwinkerndes Gesicht
Da mein Kollege direkt den Link zu diesen Post bekommen hat, war es eher als Joke gemeint und habe gar nicht so weit gedacht, dass dies irgendwie ernst aufgefasst werden könnte.


Wie mir hier eigentlich jeder von euch lieben Menschen geraten hat, werde ich selbstverständlich versuchen,
mich mehr auf mein Leben zu fokusieren und nicht auf das Leben von meiner Ex.

Ich habe vorhin in der Pause auch alle weiteren Kanäle wie Email, Facebook komplett dicht gemacht, sie sogar auf meiner Firmenemail präventiv blockiert, wobei ich nichtmal weiß, ob sie diese kennt... Aber wenn es um "sich melden" geht, war sie schon immer kreativ.

Natürlich habt ihr auch recht, das es Sch* egal ist ob sie psychisch krank ist oder nicht.
Am Ende muss ich mit meinem Po in den Spiegel gucken können und mit mir selbst zufrieden sein.
Ich habe Ecken und Kanten, habe sicherlich auch meine Macken da meine Kindheit auch nicht ideal war, da ich mit 13 Jahren aus Neuseeland nach Deutschland gekommen bin und dies bestimmt Spuren hinterlassen hat, unteranderem mein eher koabhängiges Verhalten, anderen Leuten helfen zu wollen, ABER ich habe das nicht verdient.
Ich weiß vom Kopf her, das ich dieses Theater nicht verdient habe und wahre Liebe oder von mir aus auch den alleinigen Frieden und Glück verdiene.

Nur muss mein Herz erstmal in die Fußsstapfen treten, die mein Kopf vorgelegt hat... Dies weiß ich... Emotional ist es jedoch noch nicht ganz angekommen.
Dies mag bestimmt auch der Grund sein, wieso ich so über mich selbst schimpfe.
Ich weiß, dass diese Beziehung ungesund ist, mir schadet und noch weiter schaden wird, sofern sie sich überhaupt noch meldet und dennoch habe ich sie immer zurückkommen lassen.
DAS ist was mich mit am meisten aufregt.
Zu wissen, das ich selbst Schuld bin.
Ob es jetzt was mit den Hormonen oder so zutun hat ist mir persönlich nicht so wichtig... Denn am ende des Tages habe ICH es zugelassen obwohl ich es besser wusste.

Aber nochmal, danke für die netten Nachrichten.
Leider komme ich nicht dazu auf alles einzeln einzugehen, da auch mein heutiger Tag wieder um 6 angefangen und um 22 Uhr aufgehört hat.

x 1 #20


M
Zitat von Oskar89:
Ich habe Ecken und Kanten, habe sicherlich auch meine Macken da meine Kindheit auch nicht ideal war, da ich mit 13 Jahren aus Neuseeland nach Deutschland gekommen bin und dies bestimmt Spuren hinterlassen hat, unteranderem mein eher koabhängiges Verhalten, anderen Leuten helfen zu wollen, ABER ich habe das nicht verdient.

Ich glaube schon, dass Du es verdient hast. Nicht in bösartiger oder gar schadenfroher Hinsicht, aber Du hast es verdient so behandelt zu werden, damit Du innerlich wächst.
Du warst - wie Du schon richtig erkannt hast - der co-Abhängige in Verbindung mit einem Helfersyndrom. In den guten Phasen suhlst Du Dich in der Illusion, dass Du sie stabilsieren wirst, damit ihr eine glückliche Beziehung führt. Und natürlich marterst Du Dein Gehirn und fragst Dich, was Du nur tun könntest, um ihr zu "helfen".
Du kannst niemandem helfen, der sich nicht helfen lassen will und gar keine Veranlassung dazu sieht. Denn für sie ist das, was sie tut, der Normalzustand. Dieses sprunghafte Wesen, dieses Unruhige und Unbeständige gepaart mit Empathielosigkeit und Verantwortungslosigkeit..

Solche Beziehungen (ich hatte mal eine ähnliche, wenn auch längst nicht so krass) sind ein Lehrstück des Lebens, aus dem Du viel ziehen kannst. Nicht über sie, denn sie ist nur in der Hinsicht wichtig, als dass sie Dir zeigt, wo es im Argen liegt. Du hast auch Deine Baustellen. Deine Blessuren, die nie aufgearbeitet wurden und dann kommt es bei entsprechender Veranlagung zu solchen Konstellationen mit einem großen Ungleichgewicht. Denn Du warst ja der passsive Part, der Wartende und Hoffende, der gleich wieder bereit war, eine Runde mit ihr zu drehen. Aber sie hatte Dich in der Hand und bestimmte über Dein Wohlbefinden, Deine Stimmungen. Von grandiosem Hochgefühl bis abgrundtiefer Traurigkeit war alles dabei und nur sie löste diese Gefühle in Dir aus.
Das nennt man emotionale Abhängigkeit, wenn der Partner über einen bestimmt und mal wohlige Freude und dann das genaue Gegenteil auslöst. Man hat sich sozusagen aus der Hand gegeben und das hat Gründe.

Geringer Selbstwert, mangelnde Selbstständigkeit, geringes Selbstbewusstsein machen anfällig für so etwas, denn man macht sein Wohl und Wehe ja von der Zuwendung des Partners abhängig.

Du kannst sehr viel über Dich lernen und könntest auch Deine Baustellen mal angehen. Arbeite unbedingt an Deinem Selbstwertgefühl und lerne Verantwortung für Dich und Dein Wohlergehen zu übernehmen. Wenn Du Dich Deiner nicht annimmst, tut es keiner, sie am allerwenigsten. Ansonsten läufst Du Gefahr, wieder eine Zielscheibe für defizitäre Frauen zu werden.

Die Frau kann einem Leid tun, sie hat ziemlich sicher eine psychische Störung, aber das ist nicht Deine Sache. Borderliner würde wohl aus der Sicht eines Laienpsychologen gut passen, aber das Label, das Du ihr aufklebst, ist für Dich egal und ohne Belang. Der Mensch sucht natürlich immer nach Erklärungen und fühlt sich wohler, wenn er es einordnen kann.

Deine Aufgabe für die nächste Zeit.
Erstmal die Trennung wirklich komplett durchziehen. Dafür bist Du auf dem besten Weg. Aber das ist nur die halbe Miete, denn der Trennungsschmerz wird Dich trotz allem immer wieder quälen und wenn Du glaubst, über den Berg zu sein, rutscht Du wieder ein Stück zurück. Das ist leider so.
Durchlebe ruhig alle Phasen der Trennung. Ich glaube das es wichtig ist. Das kann von Tränen, Trostlosigkeit, Trauer bis zu einer großen Wut gehen.
Wenn es dir hilft, schreibe Briefe an sie oder an Dein Tagebuch, aber schicke sie niemals ab. Sie sind nur für Dich. Schreiben kann entlasten und ordnet die Gedanken. Finde Möglichkeiten, etwas zu finden, was Dir hilft, sozusagen einen Kanal für Deinen Schmerz. Du kannst auch Bogenschießen lernen, mit einem Portät von ihr als Ziel ...
Du wirst schon etwas finden, was Dir liegt. Sport und Bewegung sind immer gut, weil Du damit Deinem Seelenleben hilfst.

Und wenn Du das geschafft hast, dauert schon mal ein paar Monate, merkst Du, dass der Abstand zu ihr schon deutlich gewachsen ist. Das ist dann schon ein großer Fortschritt.
Und dann geht es um Dich, ums Erwachsenwerden. Du steckst mit dem unterwürfigen, dependeten Verhalten noch in der Kindheit. Ein Kind kann nichts anderes machen. Wenn es von den Eltern vernachlässigt oder auch instrumentalsiert oder grob behandelt wird, gibt es nur 2 Möglichkeiten. Anpassung an die Erwartungen in der Hoffnung, endlich mal alles richtig zu machen und geliebt zu werden oder Aufbegehren. Da letzteres total stressig ist, wählen viele der Weg der Anpassung.

Und diese Anpassung lernst Du dann und übernimmst sie mit ins Erwachsenenleben. Du hast gelernt, Stimmungen auszuloten, Dich in die Gegebenheiten zu fügen und bist bemüht, erst das beste aller Kinder und später der beste aller Partner zu werden. Dass dann Eigenständigkeit und Unabhängigkeit auf der Stecke bleiben, ist klar, denn Du richtest Dich nach dem, was andere Dir vorgeben.
Immer in der Hoffnung nach Liebe und Zuwendung.

Ich denke, da musst Du ansetzen und Dein Selbstwertgefühl aufbauen und lernen Dich zu stärken. Dann merkst Du nämlich auch schneller, was gespielt wird und kannst eigenständig Deine Konsequenzen zu Deinem Selbstschutz ziehen.
Daher sind solche Beziehungen sehr lehrreich, denn sie zeigen Dir genau, was bei Dir im Argen liegt.

Du bist nun 40, das ist nicht schlimm. Du hast Zeit und die nimmst Du Dir, um innerlich gefestigter zu werden und Dich nicht mehr so leicht täuschen zu lassen. Und irgendwann stehst Du dann anders da. Selbstbewusster und gefestigter und das ist dann schon mal ein Kapital, das Du Dir erarbeitet hast mit viel Einsicht, Rückschau und Kraft.

Lerne, pfleglich mit Dir umzugehen und dich zu mögen. Selbstpflege ist sehr wichtig, denn die hast Du völlig vernachlässigt. Diese Frau hat Raubbau an Dir betrieben, den Du aber zugelassen hast, ganz freiwillig und willfährig.

So was darf sich nicht wiederholen, es muss sich was ändern bei Dir. Wenn Du etwas für Dich tust, wirst Du Dich besser fühlen mit Dir selbst.

x 1 #21


Catalina
Zitat von Oskar89:
DAS ist was mich mit am meisten aufregt.
Zu wissen, das ich selbst Schuld bin.
Ob es jetzt was mit den Hormonen oder so zutun hat ist mir persönlich nicht so wichtig... Denn am ende des Tages habe ICH es zugelassen obwohl ich es besser wusste.

Naja, von Schuld würde ich in dem Zusammenhang nicht reden wollen, nennen wir es lieber Verantwortung für dich selbst. Du hattest halt große Sehnsucht nach einer Beziehung und bist auf eine Frau getroffen, die dich anscheinend anfangs perfekt gespiegelt hat, so dass du gar nicht gemerkt hast, dass da was nicht stimmt. Und wahrscheinlich hast du auch die eine oder andere Red Flag übersehen, z.B. dass ihre Exen an allem schuld waren. Aber wenn man verliebt ist, will man sowas eben auch nicht sehen, das ist menschlich.

Ich denke es bringt dir nichts, dich jetzt selbst deswegen fertig zu machen. Wichtig ist nur, dass du daraus lernst und diese Frau nie wieder in dein Leben lässt. Und dann solltest du mal bei dir selbst schauen, warum du dich so hast behandeln lassen.

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M
Zitat von Catalina:
ch denke es bringt dir nichts, dich jetzt selbst deswegen fertig zu machen. Wichtig ist nur, dass du daraus lernst und diese Frau nie wieder in dein Leben lässt. Und dann solltest du mal bei dir selbst schauen, warum du dich so hast behandeln lassen.

Oskar soll ja in die Zukunft schauen, denn die Vergangenheit lässt sich nicht mehr ändern. Natürlich ist auch eine Rückschau auf Erlebtes wichtig, aber in der Hinsicht, dass man es als Heilungschance für die Zukunft begreift.
Das nachträgliche Hadern mit sich selbst bringt einen nicht weiter. Warum nur habe ich das zugelassen, warum alles mitgemacht, warum habe ich sie immer wieder in mein Leben gelassen und war sogar glücklich darüber? Warum habe ich die Augen verschlossen vor den Tatsachen, die auf dem Tisch lagen?

Ganz einfach, weil ich meine alten Muster nachgelebt habe. Aber durch die Beziehung mit ihr habe ich eine Chance zu wachsen und reifer zu werden und dazu nütze ich sie. Um mich selbst weiter zu bringen und um mich schrittweise aus erlernten Mustern zu verabschieden.

Der Mensch lernt ja nur in Krisensituationen. Insofern sind Krisen auch eine Chance, auch wenn sie keiner will.

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