MrsMarshall82
Mitglied
- Beiträge:
- 5
- Themen:
- 1
- Danke erhalten:
- 6
- Mitglied seit:
Seit ein paar Wochen bin ich getrennt. Eine Trennung läuft ja meistens nicht mit Freudensprüngen ab. Aber dieses Mal hat es mir tatsächlich den Boden unter den Füßen weggezogen.
Um es kurz zu erläutern.
Nach eineinhalb Jahren haben wir uns räumlich getrennt,da die Umstände katastrophal waren. Keine Heizung, Schimmel,das volle Programm. Kein normaler Mensch möchte unter solchen Umständen leben. Mein Ex schon. Er hat sich strikt geweigert das Haus zu verlassen und so bin ich alleine , mit meinen Kindern ausgezogen. Wir waren aber noch zusammen.
Von da an wusste ich ja eigentlich aber schon,dass ich als Mensch wohl weniger wert bin als eine Ruine.
Der Bruch war drin. Und die Sache wurde nicht besser, als er sein Flugmodus drin hatte, wenn er hier war oder plötzlich rasiert war. Da wusste ich Bescheid. Auch wenn ich blond bin. Gut, er hat es natürlich die ganze Zeit abgestritten, aber ohne Erfolg.
Von heute auf morgen war er dann weg als ich ihn darauf angesprochen habe. Ich habe ihn nicht mehr gesehen oder gehört. Meine jämmerlichen Versuche(man könnte es auch als betteln ,bezeichnen), wieder irgendwie in Kontakt zu kommen , ein Gespräch zu führen etc. hat er alles abgeschmettert. ,, ich brauche Zeit,das zu verarbeiten. Du wolltest schließlich ausziehen, war das einzige was ich per E-Mail bekommen habe. Per E-Mail deswegen, weil er mich bei WhatsApp blockiert hat. Wäre ja auch dumm wenn seine neue sieht,dass ich eine Nachricht schreibe. In der Zwischenzeit habe ich ihn auch mit ihr gesehen und er hat es zugegeben. Daraufhin habe ich nicht mehr auf E-Mails reagiert. Die letze Mail die ich geschrieben habe "Ich wünsche dir von Herzen alles Gute".
Ich wollte einfach meine Würde behalten, und habe es auch tatsächlich so gemeint.
So, und nun? Jetzt steh ich vor dem Spiegel und suche jeden kleinsten Fehler bei mir, hinterfrage mich als Mensch und meinen Wert. Das ist doch krank. Warum quält man sich denn selber noch, indem man sich kleiner macht als man ist? Und gerade bin ich wirklich froh ihn los zu sein. Natürlich, es gibt diese Abende an denen man ihn dann doch vermisst. Oder vermisst man sich vielleicht selbst, weil man sich in den Jahren so vernachlässigt hat? Das man vor Blindheit nicht gesehen, dass man nicht mit dem Respekt behandelt worden ist,den jeder Mensch verdient hat?
Wenn ich ehrlich bin,trauere ich gerade um mich selbst. Ich trauere um die Zeit die ich verloren habe, wo mir vielleicht diese eine Partner schon über den Weg hätte laufen können, der meine ,doch recht bodenständige Träume mit mir teilt. Und wenn jetzt hier irgendjemand einen Rat hat, wie ich aufhören kann, mich selbst klein zu machen, dem wäre ich sehr dankbar. So dankbar,dass ein Cocktail, ein Kuchen(wobei ich gar nicht backen kann) Oder irgendetwas anderes,dabei rausspringen würde.
Euch allen einen schönen Abend