Ehemaliger User
Gast
Nun habe ich es hinter mir. Das, vor dem mich seit Wochen so furchtbar graute.
Das Treffen mit dem Ex.
Gedanklich begründet mit den Tatsachen, die persönlichen Sachen auszutauschen und eventuell noch in kleines Abschiedsgespräch zu führen.
Wie ist es gelaufen? Wie geht es mir jetzt im Moment?
Es war schwer, sehr schwer und ich fühle mich im Augenblick arg ausgebrannt. Aber auch erleichtert.
Im Prinzip aber ein eigenartiges Gefühl.
Die Stunde seines Eintreffens rückt immer näher im selben Verhältnis der Häufigkeit, wie ich meine Toilette besuche.
Dann ist es soweit.
Er steht vor der Wohnungstür. Braun gebrannt, ein Lächeln über das ganze Gesicht, eine Flasche Sekt und einen kleinen Mitbringsel - Guten Abend - Snack in der Hand.
*Baff*
Mir nimmt es den Wind aus den Segeln.
Nagut, man setzt sich gemeinsam an den Tisch, isst und führt Smalltalk.
Meine Nervosität ist mindestens so gross wie die seinige.
Nach einer Stunde dann kann ich nicht mehr an mich halten und bringe das leidliche Thema dann aus dem Kalten zur Ansprache.
Keine Zukunft mehr in der Beziehung zu erkennen, die fehleneden Gefühle, die Verletzungen und der Wunsch nach Eigenständigkeit und *Freiheit*. *boing*
Er sitzt da wie ein Häufchen Elend, feuerot im Gesicht, den Tränen nahe und ich könnte auf die Toilette rennen, um das Abendbrot gleich wieder zu entsorgen.
Nein, ich bleibe trotz aller Widrigkeiten standhaft, verteidige meine Position und stelle im Laufe der Stunden fest, dass wir beide enorme Fehler bzw. Fehlinterpretationen des Anderen in den Monaten gemacht haben.
Es ist nicht mehr rückgänig zu machen.
Ich bin weiterhin ein Single mit Kind, dennoch offen und bereit für etwas *Neues*, wenn es denn mal kommen sollte. Was man/frau ja immer noch hofft.
Genau in dieser Wortwahl habe ich es ihm auch gesagt.
Seine Antwort? "Er wäre nicht zu haben." Wegen mir.
Muss ich das vestehen? Auf der einen Seite sind die Gefühle nicht da, auf der anderen Seite ist er wegen mir nicht bereit für eine andere Beziehung?
Nein, dass muss ich nicht verstehen, und ich werde mir auch keine weiteren Gedanken darum machen.
Das Ende vom Lied? Er ging dann irgendwann, nahm sämtliche persönlichen Dinge, die bis dato noch bei mir waren, mit und lässt mir meine Sachen da. Sogar incl. des Duschbades welches bei ihm stand. ::)
Das zeigt mir, dass er mit der nun geschehenen Entwicklung gerechnet hatte. Totz seiner anders klingenden Worte.
Ja, jetzt im Augenblick lebe und bin ich ein der von schon so oft beschriebenen "EGOs".
Nur muss ich mich jetzt erst wieder sammeln, meine nervlichen Kräfte wiederfinden und wieder aufstehen.
Es war sehr schwer, das wusste ich vorher.
Jetzt bin ich eine Verlassene und eine Verlassende.
Hätte nie in meinem Leben gedacht, dass es mal diesen Weg für mich gäbe.. :-[
Ich wünsche euch allen einen wundervollen, sonnigen Tag!
Packt die Hoffnungen und die Glücks- und Freudenmomente ganz fest und schaut mit lachendem Gesicht nach vorn.
Viele liebe Grüße von einer geschlauchten Nicole