Mira
Gast
Zitat von NurBen:Außerdem hast du ihr nur Sexmiete gezahlt, dass ist auch Punkt den ich beanstanden würde. Dort wäre eine leistungsgerechte Vergütung angemessen gewesen. Entweder wird in Stößen abgerechnet oder in Minutentakt.

Zitat von whynot60:Diese intralibidinöse Geldpolitik haben meine vorvorige Partnerin und ich von Anfang an praktiziert.
Uns beiden waren zwei Dinge klar: Es ist die große Liebe und Geld verdirbt alle Liebe. Also wollten wir beides logischerweise strikt trennen.
Sie hat mir also seinerzeit (vor mehr als als zehn Jahren) die Hälfte der anfallenden Haushaltsausgaben bezahlt sowie einen ihrer vormaligen Wohnung gemäßen Mietbeitrag, der wegen der Veralterung meines Hauses um 25% heruntergekürzt wurde. Die Garten- und Garagenbenützung machte für sie, soweit ich mich erinnere, monatlich 42.- Euro zusätzlich aus, ausgenommen im Winter, da sie in dieser Jahreszeit den Garten nicht in ihrem Sinne benutzen konnte (blieben also 17,50 Euro für die Garage). Umgekehrt habe ich ihr quasi Sexmiete bezahlt, je nach Ausführung 50 - 100.- Euro, und bei eigenem Orga. gab es einen 50%igen Nachlass, einen Orgasmusnachlass sozusagen. (Diese Kosten haben dann, nebenher gesagt, jene für Haus und Garten, die sie zu bezahlen hatte, nicht selten deutlich überstiegen - vielleicht hätte ich mich mehr anstrengen sollen, sofern sie nicht so gefinkelt war, einen Nicht-Orgasmus nach dem anderen vorzutäuschen.) Habe ich z. B. bei ihrem Auto die Reifen gewechselt, bekam ich jenen Betrag, der in einer Werkstatt zu bezahlen gewesen wäre, abzüglich 20% Partnerschaftsrabatt. Oder hat sie einen Apfelstrudel gebacken, so habe ich ihr das mit 10.- Euro vergütet. Außer, ich hatte die Äpfel gekauft, dann 8.- Euro. Kuscheln vor dem Fernseher schlug sich für jenen, der kuscheln wollte, mit 5.- Euro zu Buche. Oder ein beratendes Gespräch zwecks etwa Schluckauf oder Gesprächstherapie, je nach Länge, mit 20 - 120.- Euro. Die Benützung meines Staubsaugers kostete sie 1.- Euro, meine Benützung ihres Haarföns mich 3.- Euro. Usw., usw. - alles kostet ja, und ich könnte endlos aufzähen.
Das Modell war durchaus gut und vielversprechend und jedenfalls ganz richtig. Und hätten wir uns nicht über die Kosten des Buchhalters, der dann nötig wurde, so heillos zerstritten, liebten wir uns wohl noch heute als glücklich liebendes Paar.
Ich brech zusammen, ist das lustig


