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Treffpunkt Lagerfeuer

I
Zitat von FeLice:
Und genau in diesem Moment fängt es bei mir an zu brodeln... "Warum möchte er jetzt seine Ruhe?" Ich werde irgendwie zickig.

mhm, du fühlst dich dann abgelehnt? Haben du und dein (Ex)Mann dann eher erst so richtig angefangen mit dem Streiten bis es mit einer feurigen Versöhnung endete? (so klingt es)

x 2 #5926


FeLice
Irgendwie schon, ja. Was totaler Blödsinn ist, denn ich habe ja auch Momente, in denen ich für mich sein möchte und es absolut nichts mit ihm zu tun hat.
Mein Ex und ich waren wie Pech und Schwefel, klebten förmlich aneinander (nicht das wir 24/7 aufeinander gehockt haben, im Gegenteil) und waren gleichzeitig wie Feuer und Wasser. Wir konnten uns wunderbar gegenseitig hochschaukeln. In jeglicher Hinsicht. Und nach einem Streit war dann diese Energie zwischen uns nochmal größer. Ja.

x 3 #5927


A


Treffpunkt Lagerfeuer

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I
Zitat von FeLice:
Irgendwie schon, ja. Was totaler Blödsinn ist, denn ich habe ja auch Momente, in denen ich für mich sein möchte und es absolut nichts mit ihm zu tun hat. Mein Ex und ich waren wie Pech und Schwefel, klebten förmlich aneinander (nicht das wir 24/7 aufeinander gehockt haben, im Gegenteil) und waren gleichzeitig wie ...

Es klingt so, als könnte man sich da gut dran gewöhnen. Wenn er das so klar ausspricht und dir die Sicherheit gibt, dass sein Rückzug eure Beziehung nicht in Frage stellt. Ich weiss nicht, wie ich damit umgehen könnte, aber so von außen hört es sich handelbar an.

Ich habe gerade nochmal darüber nachgedacht, welche Konfliktlösung mir beigebracht wurde... In erster Linie Streitvermeidung. Ruhiges Ansprechen, manchmal kullern da schon Tränen.
Wenn es eskaliert - Flucht. Großes Heulen. In der Erwartung, der andere kommt hinterher, beruhigt mich, entschuldigt. Oder wenn er nicht kommt, entschuldige ich mich, weil ich die geschaffene Distanz nicht ertragen kann. Oh mann, ganz schön manipulativ...
Aber ich bin auch gerade wieder ziemlich mit meinem "Kindchen" beschäftigt, vielleicht fokussiere ich mich gerade zu sehr auf die Schattenseiten.

x 5 #5928


Z
Zitat von FeLice:
Er bleibt generell "auf Kurs". Ist strukturiert und ehrlich. Und das in einer Deutlichkeit, die ich bisher nicht kannte. Sagt beispielsweise, daß dieses und jenes jetzt echt mal "drüber" war und er jetzt erstmal in die Defensive geht und seine Ruhe haben möchte.

Er geht also auch eher auf Distanz, wenn er genervt ist oder wütend.
Und sagt warum er das macht.

Joa, das mit Bart ab war nicht seine beste Idee, sein Verhalten da finde ich allerdings ganz schlau 🤓 .


Zitat von FeLice:
Meine möchte ich auch haben wenn ich sie brauche , aber irgendwie stört es mich, wenn er sie sich nimmt. Ich suche nach Haaren in der Suppe.


Aber vielleicht brauchst du keine Distanz wenn du wütend bist sondern bei anderen Dingen?

Mir kommt es so vor, dass du momentan ein Gefühl der Unsicherheit hast. Und wenn du das fühlst, finde ich auch das verständlich:

Scheidung eingereicht
Trauer wegen des Scheiterns
andere Streitkultur in neuer Beziehung
Bauchgefühl wird in Frage gestellt

Zitat von FeLice:
Wir konnten uns wunderbar gegenseitig hochschaukeln. In jeglicher Hinsicht. Und nach einem Streit war dann diese Energie zwischen uns nochmal größer

Für mich hört sich das so an, als ob ihr das gebraucht habt und daraus auch Energie und Kraft gezogen habt und ihr dadurch auch eine starke Bindung gespürt habt. Kann das sein?

x 4 #5929


Z
Zitat von Isnogud:
Oder wenn er nicht kommt, entschuldige ich mich, weil ich die geschaffene Distanz nicht ertragen kann. Oh mann, ganz schön manipulativ.

Da bin ich jetzt nochmal hängen geblieben… Was findest du daran manipulativ?

x 1 #5930


I
Zitat von Zugaste:
Da bin ich jetzt nochmal hängen geblieben… Was findest du daran manipulativ?

Der unbewusste Grundgedanke (es war mir so tatsächlich noch nicht bewusst, ich mache es mir gerade bewusst) war, zu weinen oder zu flüchten, um den anderen dazu zu bringen nachzugeben/mir nicht böse zu sein... - das meinte ich mit manipulativ.
Und wenn das nicht funktioniert, diesen Posten auch schnell wieder aufzugeben um die Nähe wieder herzustellen. Ganz unabhängig vom Kontext der Auseinandersetzung - hier schieße ich mir dann selbst ins Knie, weil ich mich aus der Verlustangst heraus anbiedere und meine evtl. sachlich berechtigte Forderung hinten anstelle.

Damit verschiebt sich das Thema im Grunde total, der Inhalt des Streits/der Auseinandersetzung verliert an Bedeutung und wird nur von der Emotionalität beherrscht.
Ich bin tatsächlich gerade etwas entsetzt, weil das Verhalten keine vernünftige Erarbeitung von Lösungen auf Augenhöhe zulässt.

x 5 #5931


Z
Zitat von Isnogud:
Der unbewusste Grundgedanke (es war mir so tatsächlich noch nicht bewusst, ich mache es mir gerade bewusst) war, zu weinen oder zu flüchten, um den anderen dazu zu bringen nachzugeben/mir nicht böse zu sein... - das meinte ich mit manipulativ.

Ahh, jetzt weiß ich, was du meinst.

Ich mache, glaube ich, oft den gedanklichen Fehler, dass ich davon ausgehe, dass manipulatives Verhalten bewusst angewendet wird, was natürlich Quatsch ist.
Eher im Gegenteil. Da passiert wahrscheinlich ganz viel unbewusst.

x 3 #5932


I
Zitat von Zugaste:
Ahh, jetzt weiß ich, was du meinst. Ich mache, glaube ich, oft den gedanklichen Fehler, dass ich davon ausgehe, dass manipulatives Verhalten bewusst angewendet wird, was natürlich Quatsch ist. Eher im Gegenteil. Da passiert wahrscheinlich ganz viel unbewusst.

Mir ist das jetzt erst wieder eingefallen, weil ich über meine Kindheit nachgedacht habe...
Meine Mutter hat mich sehr früh bekommen und war die meiste Zeit alleinerziehend.

Ich kann mich erinnern, dass wenn wir uns gestritten haben (oft eher so eine Art Geschwisterstreit), ich sehr oft heulend in mein Bett gerannt bin und dort geschrien und geheult habe, bis ich vor Erschöpfung und Atemnot eingeschlafen bin.
Ich habe keine Ahnung mehr, worum es in solchen Streits ging - aber ich weiss noch dass eine "Erziehungsregel" meiner Großeltern war, dass man das Kind bocken lassen und bloß nicht hinterherrennen darf, damit es nicht seinen Willen bekommt. Oder sich auch nur annähernd einbilden könnte, mit seinem "Aufstand" auch noch im Recht zu sein. tststs

Ich habe mir dann vorgestellt (als Kind), wie es wäre wenn ich tot bin. Wie sie dann alle weinen und traurig sein würden und es bereuen würden. Und genoss die Rachegefühle verlegen .
Und nach einer Weile habe ich mich entschuldigt, oft wusste ich gar nicht so genau, wofür eigentlich.

Jetzt ist es so, dass meiner Mutter bei Auseinandersetzung heulend und Türeknallend abdampft, weil ich meist argumentativ stärker bin und sie eher so ein Bauchmensch...

Echt gruselig. Wenn einer meiner Söhne das nächste Mal in sein Zimmer rauscht, werd ich hinterher gehen und ihm sagen, dass ich ihn liebe...

x 4 #5933


D
Zitat von FeLice:
Das plöppt, ähnlich wie die Frage nach wieviel Dates man S. haben sollte, immer mal wieder auf.


Zitat von Zugaste:
Das Thema kommt echt immer wieder.
Ich diskutiere da gefühlt auch immer mit

Smile Guten Morgen ihr Lieben ,

Mal ne frage an euch ...wenn ihr den sexuellen Act an sich, als ein Vertragsabschluss sehen würdet und unter den Aspekt , eure Beziehungen oder Begegnungen mit Männer nochmal beurteilen möchtet. Würdet ihr anders handeln, wie ihr gehandelt habt ?

Hättet ihr vielleicht zbs. Sachen eher angesprochen, Bedingungen gestellt, vielleicht fordernder gewesen etc.?

x 1 #5934


I
Zitat von Debby:
:) Guten Morgen ihr Lieben , Mal ne frage an euch ...wenn ihr den sexuellen Act an sich, als ein Vertragsabschluss sehen würdet und unter den Aspekt , eure Beziehungen oder Begegnungen mit Männer nochmal beurteilen möchtet. Würdet ihr anders handeln, wie ihr gehandelt habt ? Hättet ihr vielleicht zbs. Sachen eher ...


Also unabhängig davon, ob ich Sex als Vertragsabschluss sehen würde oder nicht - ich würde keine Bedingungen stellen oder etwas einfordern.
Entweder der Gegenüber erfüllt meine Bedürfnisse freiwillig bzw. ganz natürlich, oder es passt eben einfach nicht?
Ich schaffe es beim besten Willen nicht, diesen Standpunkt so richtig einzunehmen.. Bzw. verstehe ich nicht, was Sex damit zu tun hat.
Wenn man mit der Gesamtsituation nicht zufrieden ist, läuft die Beziehung so oder so vor die Wand.

Also um dein altes Beispiel mit dem Vergebenen aufzugreifen:
Ich kann es einfach hinnehmen, dass er nicht getrennt ist - was mich wahrscheinlich sehr unglücklich machen wird.
Oder ich kann konkret sagen, dass ich eben darauf nicht eingehen will, solange er vergeben ist, weil für mich abzusehen ist, dass es emotional bescheiden für mich ausgeht.

In beiden Fällen, habe ich das Gefühl, aktiv für mich zu entscheiden. Die Bedingung: "trenn dich, dann nehm ich dich" seh ich für mich irgendwie nicht... Ich würde mir da komisch vorkommen.
Und ich sehe da auch keine gute "Geschäftsbasis", wenn vorher schon über Vertragsinhalte geschachert werden muss.

x 4 #5935


Funkelstern
Zitat von Debby:
:) Guten Morgen ihr Lieben , Mal ne frage an euch ...wenn ihr den sexuellen Act an sich, als ein Vertragsabschluss sehen würdet und unter den Aspekt , eure Beziehungen oder Begegnungen mit Männer nochmal beurteilen möchtet. Würdet ihr anders handeln, wie ihr gehandelt habt ? Hättet ihr vielleicht zbs. Sachen eher ...

Guten Morgen

ich glaube nicht, dass ich anders handeln würde, weil ich, ich bin.
Bei allen meinen Beziehungen habe ich nach meinem Bauchgefühl agiert, aber nicht den
Kopf ausgeschalten.
Das ist mir nur einmal passiert und dass ist mein Forengrund.
Seine Erkrankung hat mich sehr beeinträchtigt und mein Mitgefühl ihm gegenüber, war
größer als das Verständnis mir gegenüber.
Ich habe Dinge angesprochen die mir missfallen haben, aber es hat nichts gebracht.

Bedingungen stellen würde ich nicht, was ist dass dann für eine Beziehung.
Entweder man liebt sich und dann schwimmt man meist auch auf der gleichen Welle,
denn es geht ja nicht nur um S. sondern auch um das Ganze drum rum in einer
Beziehung.

x 3 #5936


ElGatoRojo
Zitat von Debby:
wenn ihr den sexuellen Act an sich, als ein Vertragsabschluss sehen würdet

Das "würdet" sagt es. Ein "Vertrag" macht Sex zur Ware, die einen Preis haben kann.. Solange Frauen immer noch denken, Sex wäre eine Ware, für die man etwas bekäme, kann das nichts werden mit Freiheit und Unabhängigkeit.

Soll ja auch Frauen geben, für die Sex ebenso Vergnügen wäre wie für Männer - wo soll da der Preis herkommen, den irgendjemand bezahlen will oder für dcn man einen Vertrag eingehn will? Höchstens eine Exclusiv-Vereinabrung.

x 7 #5937


T
Zitat von Isnogud:
Entweder der Gegenüber erfüllt meine Bedürfnisse freiwillig bzw. ganz natürlich, oder es passt eben einfach nicht?

Hast du die denn immer kommuniziert? Oder hat das auch was mit "Chemie" zu tun, dass der Mann gewisse/viele Bedürfnisse bei dir erkennt?

x 3 #5938


I
Zitat von Tin_:
Hast du die denn immer kommuniziert? Oder hat das auch was mit "Chemie" zu tun, dass der Mann gewisse/viele Bedürfnisse bei dir erkennt?

Gute Frage... Es gibt ja z.B. Menschen, die viel Nähe geben und welche, die da körperlich eher kühl agieren. Da würde es meines Erachtens nichts bringen, das umarmen und im-Vorbeigehen-mal-Streicheln einzufordern - dann müsste sich der andere ja nur verbiegen, oder?

Ansprechen sollte man das sicher. Aber dieses als "Bedingung" deklarieren kommt mir seltsam vor.

x 1 #5939


T
Naja, vielleicht ist es auch manchmal Unsicherheit.

Es wird ja oft und gerne von "Red Flags" gesprochen. Wenn ich hier im Forum auch mal quer lese, dann fallen mir so einige Dinge auf, die als red flag deklariert werden, aber für mich beispielsweise keine sind.

Gerne wird die Definition ja sehr stark erweitert. Ich habe letztens einen Artikel über "Pink Flags" gelesen. Dinge, die man besprechen kann, wenn man sich kennenlernt, weil man sich eben noch nicht gut kennt. Teils Bereiche im Leben, die irgendwie wichtig erscheinen und als unverhandelbarer wahrgenommen werden, als sie eigentlich sind.

Zitat von Isnogud:
Aber dieses als "Bedingung" deklarieren kommt mir seltsam vor.

Ich hätte da schon eine Bedingung: offene Kommunikation. Was natürlich aber auch Definitionssache ist.

x 3 #5940


A


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