Zitat von Julika: Viel zu früh, wie ich im Nachhinein feststellen muss. Denn in der Tat hatte es ab dem Zeitpunkt der körperlichen Vereinigung keine Weiterentwicklung und somit keine Vertiefung der Beziehungsanbahnungen mehr gegeben, sodass sie dann ins Leere führten und mich traurig stimmten.
Natürlich ist sowas traurig. Denn noch ist es Quatsch zu glauben, das Warten etwas am Resultat geändert hätte.
Wenn jemand das Interesse verliert, verliert er das Interesse. Das mag viele Gründe haben.
Aber nicht, ob man nach 3 Dates ins Bett gelandet ist oder nach 6.
Zitat von Julika: Vor dem Geschlechtsakt sollte nach meinem Empfinden ein Werteabgleich und ein intensives Kennenlernen in Form von Unternehmungen und einem tiefergehenden Austausch von Ansichten und Beziehungsvorstellungen stattgefunden haben.
Sicher, einen Draht zueinander sollte man haben. Aber wie lange will man warten, bis man jemanden wirklich kennenlernt.
Für mich passiert das nicht nacheinander, sondern alles parallel.
Kennenlernen, Werteabgleich, Sex, Unternehmungen, etc.
Zitat von Julika: Der anschließende Geschlechtsakt stellt eine Art Besiegelung des von beiden Seiten entworfenen Vertrags dar.
Ja in meiner Jugend war es auch so einfach. Wenn man ins Bett gelandet ist, war man schon in gewisser Weise zusammen.
Darauf kann man sich heutzutage eben nicht mehr verlassen.
Das sind die Nebenwirkungen von der sexuellen Freiheit, die alle wollten.
Zitat von Julika: Warum sich nicht einfach mal Zeit lassen beim Kennenlernen und laaaangsam herausfinden, ob der Mann, der mich emotional berührt, wirklich zu mir und meinen Werten passt?
Weil langsam angehen lassen oftmals fehlendes Interesse oder fehlende Anziehung bedeuten.
Wenn du regelmäßig einen Mann trifft und mit ihm schläfst, du das Thema Beziehung in den Raum wirfst. Was sind dann deine Gedanken, wenn er sagt "Er will es langsam angehen lassen" ? Vermutlich, dass er kein ernsthaftes Interesse hat.
Ebenso ergeht es mir, wenn ich eine Frau date und sie bei Körperlichkeiten sagt "Sie will es langsam angehen lassen."
Zitat von Julika: Bei mir ist es schon so, dass nur der Mann, der sich auf eine langsame Beziehungsanbahnung einlässt, für mich als Beziehungspartner in Betracht kommt.
Wie gesagt, ich sehe keinen Sinn darin, weil Sex für mich zur Beziehungsanbahnung gehört.
Wo da der Schutz liegen soll, erklärt sich mir nicht.
Wenn ich 10 Dates habe und einen Korb kriege ist es so oder so unangenehm. Ob man während der 10 Dates Sex hatte oder nicht, ändert doch nichts daran.
Zitat von Julika: Bei einem mir fast Fremden, den ich einfach nur attraktiv finde und oberflächlich kennen gelernt habe, kann ich das nicht.
Wenn man es generell nicht kann oder will ist es völlig in Ordnung.
Wie gesagt, die Problematik ist eben, dass es oftmals als Desinteresse bzw. als fehlende Anziehung interpretiert wird.
Denn diese Erfahrung macht man eben als Mann. Nämlich, das "Ich möchte es langsam angehen." eigentlich nur eine Umschreibung für "Naja, eigentlich ist er nicht mein Typ, aber er scheint ganz nett zu sein." ist.
Sprich, halbherziges Interesse.
Das ist auch der Grund, warum viele Männer da mittlerweile aussteigen.
Jeder hat natürlich seinen Toleranzbereich, aber ich möchte als Mann auch, dass die Frau für mich brennt, mich attraktiv findet und mich begehrt.
Das habe ich aber nicht, wenn man Wochen oder gar Monate mit Körperlichkeiten rumeiert.