Was für ein trockene Theorie-Diskussion zum Teil. Wäre das alles so schön zu kategorisieren, wäre das Liebesleben ja einfach. Ist es aber anscheinend nicht.
Zitat von Tin_: Aber wenn dabei andere zu Schaden kommen, dann widerstrebt das meiner Weltanschauung.
Nichts dagegen zu sagen. Dahinter steht aber die Frage, was wirklich ein "Schaden" ist und was das nur allgemeine Risiko, einen Mann / eine Frau attraktiv zu finden und mit ihm / ihr irgendetwas anfangen zu wollen und dabei nicht zum Erolg zu kommen oder später enttäuscht zu werden.
Zitat von Tin_: Ich vermute dein Denken ist einfach das eines Sexisten. Du redest es dir schön, hast vielleicht ein tolles Wording in PUA Foren gefunden und versuchst dein Handeln damit zu rechtfertigen - vor allem dir selbst gegenüber. Aber die Inkonsistenz deiner Aussagen verrät eben, wie du Frauen siehst. Definitiv nicht auf Augenhöhe
Starke Worte - aber doch nur ein Statement mit Triggerwort-Gebrauch, dass du dich besser fühlen kannst als andere. Denn ist es denn wirklich "Sexismus", wenn man von ihr eben nur das erwartet, was sie von ihm erwartet? Warum soll ein Mann Zeit, Geld und Mühe aufwenden für eine Frau, die sich nur mäßig für ihn interessiert? Warum soll er das Gleiche tun für eine Frau, die ihn nur mäßig anspricht? Und warum ist es verwerflich, wenn zwei zusammen ins Bett gehen, die sich zwar nicht lieben, aber sonst ganz nett finden? Da gibt es 100 Stile, in dem Menschen agieren und von denen die meisten akzeptabel sind, wenn zwei Erwachsene miteinander zusammen kommen.
Zitat von NurBen: Du siehst halt weiterhin die Frau als Opfer und mich als Täter. Der böse schwarze Mann und die armen Frauen.
Du wirst es nicht glauben, aber den Frauen gefällt das auch. Das sind erwachsene Frauen.
Eigentlich ist es ja immer der böse
weiße Mann - aber egal, Hauptsache Mann. Und da kommt der Gedanke an die Gleichberechtigung. Frauen sind eben - mit gleichen Rechten - ebenso im Risiko wie Männer. Da kann man - wie Ben - schon erwarten, dass sie wissen, auf was sie sich emotional einlassen. Wenn die Frau erwachsen und emanzipiert sein will - wozu denn da auch noch Welpenschutz? Von dieser theoretischen Erwägung abgesehen sind die meisten Männer allerding nach wie vor trotzdem bereit, auf "sie" Rücksicht zu nehmen.
Denn wenn wir hier eine Weile in den threads mitlesen, haben wir von Männern ausgenutzte Frauen und von Frauen ausgenutze Männer, so dass man nicht ganz allgemein sagen kann, wer denn nun das Böse repräsentiert. Kommt eben immer darauf an und es gibt die vielfältigsten Konstellationen.
Und natürlich ist Sex keine Sache, für die irgendwer etwas erhalten kann (außer bei denen, die es berufsmäßig machen). Es ist eine Übereinkunft von Erwachsenen - man kann oder nein sagen. Herrscht auch hier trotzdem das Gesetz von Angebot und Nachfrage? In gewisser Weise schon - ihr "ja" ist Konsens. Aber eben auch ihre Attraktivität (ob nun in 1 - 10 bemessen oder in freier Schätzung). Sie kann nicht zu viel verlangen, ohne Gefahr zu laufen, dass seine Nachfrage erlischt.
Dazu ist natürlich jede Frau im eigenen Interesse gut beraten, sich stets zu vergegenwärtigen, dass sie durch Sex schwanger werden kann und sie sich - will sie das nicht - eben entsprechend schützen muss. Aber davon mal abgesehen, hat sie in einer Sexbeziehung genau so viel Rechte wie er und kann agieren, wie sie es für richtig hält - mit allen damit verbundenen emotionalen Risiken und Nebenwirkungen.