yucca
Mitglied
- Beiträge:
- 6
- Themen:
- 1
- Mitglied seit:
ich muss einfach mal (anonym) meinen Frust herauslassen.
Ich bin seit fast 4 Jahren mit meinem Partner zusammen.
Wir haben uns nicht "klassisch" kennen und lieben gelernt a la sehen, daten usw.
Er war der Mitbewohner eines Nachbarn/Bekannten. Er mochte mich zu Anfang nicht, da wir uns öfter gesehen hatten, da ich oft bei meinem Nachbarn war, haben sich immer wieder Gespräche entwickelt und irgendwann dann eine Sexbeziehung. Welche aber "ausartete" indem ich viel mit ihm über seine Vergangenheit gesprochen habe (bin Sozialarbeitern ).
Zu dem Zeitpunkt wollte er zu seiner Ex(frau) zurück. Wir sprachen viel darüber, warum seine Beziehung gescheitert ist und ob es Sinn macht es nochmals zu versuchen, auch über einige andere Probleme sprachen wir.
So kam es, dass wir uns näher kamen und letzten Endes zusammen waren - es hat sich sozusagen dann einfach "ergeben".
Er ist ein Mensch der viele Probleme hat. Er kam vor über 10 Jahren wegen seines Studiums nach Deutschland. hatte zwischendurch immer wieder Identitätskrisen (wo gehöre ich hin?) - was auch die Beziehung belastet hat.
Hinzu kommen Schulden (Studienkredit) und gesundheitliche (chronische) Probleme, welche depressive Phasen mit sich bringen. Seiner Familie in der Heimat hatte er von all dem so gut wie nichts gesagt - er wollte nicht zur Last werden, da diese schon genug Sorgen wegen seines Bruder hatten (selbstständig, hohe Verschuldung, später auch Flucht aus dem Land) nachdem auch der Vater jung verstorben war.
Er hatte sie auch selten besucht um eben nichts preisgeben zu müssen.
Durch mich hat er wieder mehr Kontakt zu seiner Familie aufgebaut und auch "reinen Tisch" gemacht. Was gut so war. Die Beziehungen haben sich wieder gebessert.
Durch diese ganzen Probleme, bei welchen ich ihm immer zur Seite stand, ist er extrem unzufrieden, selbstkritisch und unsicher.
Auswirkung: Er lässt es an mir aus.
Sei es dass er beleidigend wird, sich trennen möchte usw.
Ich habe ihn immer wieder zur Besinnung gebracht, sprich ihn beruhigt und ihm gezeigt, dass es immer Wege und Möglichkiten gibt - auch wenn viel bisher im Leben schief gelaufen ist, man Schulden hat, erst mit Mitte 30 Bachelor hat und ins Berufsleben startet etc.
Leider haben über die Jahre alle Auseinandersetzungen Spuren hinterlassen. und ich bin an einem Punkt, wo ich nicht mehr weiter weiß.
Ich liebe ihn, ich hab ihn gerne in meinem Leben - seinen Antrag habe ich im letzten Jahr angenommen, wir woll(t)en eine gemeinsame Zukunft.
Allerdings wird es alles nicht besser. er schafft es nicht voran zu kommen in seinem Leben.
Ich will auch nicht mehr Blitzableiter sein . ich will ihn aber auch irgendwie nciht verlieren.
Ich weiß, dass ich nicht für sein Leben verantwortlich bin - aber ich habe auch Angst um ihn. Was passiert wenn ich mich tatsächlich trennen würde. fällt er noch tiefer? Sieht noch weniger Zukunft (Job, Familie)?
Mir würde es auch für ihn und seine Familie weh tun. seine Mutter ist ü 70, keines ihrer Kinder (26, 35, 36, 39, 40) hat eine Familie, sie hat viele Sorgen. zudem ziehen noch ihre 2 "Lieblinge" nach Kanada. sie ist mehr oder weniger nun allein.
Und JA, ich weiß - ich bin dafür nicht verantwortlich - es tut dennoch weh, das alles mitzubekommen.
Wir sind auch sehr verschieden in unseren Ansichten, was wir gerne machen usw.
Dadurch kam es auch schon oft zu Konflikten - ich war immer der MEinung, dass man das hinbeommen kann.
Allerdings bin ich an einem Punkt wo ich mich frage: passt nicht jemand anderes besser zu dir?
Die realistische Antwort: ja.
Am liebsten würde ich mich trennen und schauen, was es da draußen noch gibt.
Allerdings bin ich auch "schon" 31 Jahre und war vor meinem jetzigen Partner 9 Jahre Single.
Ich weiß einfach momentan nicht so recht weiter.
P.s: Danke, wenn du den (wirren) Text komplett gelesen hast

