StillRunning
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Kurz zu meiner Vergangenheit. Ich hatte einen strengen Vater mit wenig Freiheiten. Vor 6 Jahren musste ich eine schöne Beziehung beenden, weil er nicht einverstanden war. Eigentlich wollte ich diesen Partner (fast 3Jahre Beziehung) heiraten, habe mich aber für meine Familie entschieden durch Gewalt und Drohungen - leider!
Nach 5 Jahren jetzigen Mann kennengelernt und nach paar Monaten geheiratet und für ihn weggezogen. Ich habe meinen Mann geliebt aber es war vorrangig eine Flucht aus dem Elternhaus. Nach der Hochzeit wurde es schwer aber eine Scheidung kam nicht in Frage weil ich es als versagen angesehen habe und "zu meiner Entscheidung stehen wollte". Außerdem hatte ich endlich meine Freiheiten. Nach dem Umzug bin ich nie richtig angekommen, was laut meinem Mann an mir liegt. Ich vermisse meine alte Stadt aber mein Mann möchte nicht dorthin ziehen. Es gab auch gute Zeiten, doch in Streitereien wurde er auch laut und hat mich runter gemacht. Sein Verhalten habe ich auf seine schwierige Kindheit bezogen und an die guten Zeiten gedacht. Er konnte mich auch zum Lachen bringen. Im Alltag haben wir uns ja auch nicht oft gesehen und am WE waren wir mit Freunden / bei seiner Familie. Meine Zweifel habe ich immer unterdrückt und auch die Gedanken an den Ex.
Vor 4 Jahren haben wir ein Kind bekommen, ich war plötzlich glücklich. Es waren schwere Monate, aber ich bin überglücklich. Mein Mann arbeitet viel und es bleibt vieles an mir hängen, die ersten Monate waren hart, weil mit Baby nicht alles reibungslos verläuft aber ich konnte es stemmen. Allerdings musste ich rechtfertigen, wenn ich Hilfe v meiner Familie brauchte und für ne Woche hinfahren wollte. Andere Streitereien gab es nicht, aber wir haben uns kaum gesehen, sind aufs Kind fixiert und ich war mit Arbeit und Kind gut beschäftigt und glücklich.
Dann gab es einen schweren Schicksalsschlag in meiner Familie und plötzlich haben sich meine Gedanken geändert. Ich wollte in allen Bereichen glücklich sein und dachte mehr über meine Ehe und Kindheit nach. Nach paar Monaten habe ich eine Freundin von meinem Ex zufällig getroffen und seit dem bin ich nur noch in Gedanken. Nach 1 Monat habe ich ihm geschrieben weil ich damals alles beendet hatte ohne ein richtiges Gespräch. Das hatte mich auch schon oft belastet. Ich hatte nicht mit einer Antwort gerechnet bzw dachte er würde mich nicht mögen aber anscheinend war es auch für ihn nie abgeschlossen. Wir hatten wohl beide noch die Hoffnung, dass wir irgendwann wieder zusammen finden würden. Naja aber er wird dieses Jahr heiraten. Wir haben uns getroffen, um uns auszusprechen, aber es ist 10 Jahre her und ich hätte nicht erwartet, dass ich mich noch so zu ihm hingezogen fühle wie damals. Er hatte auch nicht damit gerechnet, noch etwas für mich zu empfinden. Nichtsdestotrotz kann daraus jetzt nichts werden, weil er eine Beziehung hat und sie heiraten wollen. Darum sollte es mir auch nicht gehen. Wenn ich kein Kind hätte, würde ich mich trennen, weil mir einiges in der jetzigen Beziehung fehlt und ich das Gefühl habe, ich schulde meinem 20jährigen Ich einfach mal auf mich gestellt zu sein. Ich habe meinem Mann gesagt, dass ich unglücklich bin, doch das ist ausgeartet. Ich dachte an Eheberatung wg dem Kleinen, doch irgendwie hat ein Teil von mir schon aufgegeben. Ich habe vieles zu spät realisiert und habe an komischen Gedanken festgehalten, doch ich bereue meine Entscheidung vor 10 Jahren nicht an mich gedacht zu haben und möchte dasselbe nicht in 10 Jahren wiederholen. Gerne würde ich mit Kind zurück in meine Stadt gehen, doch der Papa möchte hier bleiben und ich möchte ihn nicht wegnehmen. Ich fühle mich wieder gefangen.