Engelshaar
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Zitat:Es gab auch häufig Situationen, in denen sie mich bevormundet hat. Das waren immer Kleinigkeiten, aber ich habe mich dadurch herabgewürdigt gefühlt und hatte aufgrunddessen manchmal sogar das Gefühl, als stünde ich als Trottel da. Insbesondere wenn soetwas in der Öffentlichkeit vorkam. Andere bekamen das nie mit, aber das Gefühl war dennoch da.
Ich selbst habe auch viele Fehler gemacht und weiß auch was mein Hauptproblem ist. Und zwar beziehe ich bestimmte Aussagen sofort auf mich, fühle mich schnell angegriffen und nehme recht schnell eine Verteidigungshaltung ein. Ich habe versucht das weitestgehend in den Griff zu bekommen, doch ganz ablegen kann und konnte ich es nicht. Wenn dann ihrerseits herumgezickt wurde (wofür nicht ich, sondern etwas anderes der Grund war), fühlte ich mich attakiert und habe Kontra gegeben. So habe ich es mir in den letzten Tagen zumindest zusammengereimt. Ob es tatsächlich so ist, könnte vielleicht jemand bestätigen oder widerlegen, der sich damit auskennt.
Es fehlt dir einfach an Selbstbewusstsein und du hast schnell das Gefühl, man würde dich bevormunden, empfindest etwas als Herabwürdigung, glaubst, du stündest als Trottel dar, beziehst schnell bestimmte Aussagen auf dich und und fühlst dich attackiert von ihr, obwohl die Situation offensichtlich nichts mit dir zu tun hat.
Das ist sehr sehr anstrengend für jemand. Er hat die Wahl, auf rohen Eiern zu gehen oder all deinen (völlig "absurden") Verteidigungen, Reaktionen wegen des Gefühls bevormundet usw. zu werden entweder nachzugeben, sie zu übergehen usw.
Ich kann dir sagen: mein Vater war genauso. Das hält man nicht aus und irgendwann verliert man die Achtung. Wir "Kinder" haben das als eine Art Terror empfunden und unserer Mutter hat es das Leben schwer gemacht.
Du verbiegst nicht deinen Charaker, wenn du das zu ändern versuchst, sondern du gewinnst sehr viel für dein Leben.
Was ich wirklich sehr sehr gut finde ist, dass du das so gut reflektieren kannst. Das ist schon mal ein wichtiger Schritt.
Vielleicht magst du auch mal deine Sicht auf Frauen generell analysieren. Sie sind nicht mehr diejenigen, die sich unterordnen und nachgeben. Deine Freundin hat o.g. Situationen mit dir ausgetragen. Hast du dich mal gefragt, was du brauchst, um dich als Mann zu definieren?
Deine Aussage, du hättest Liebe körperlich gezeigt und sie durch waschen und kochen/putzen, lässt mich aufhorchen.