Ihr Lieben,
nachdem ich nicht des Kindsmordes belangt werde (Option auf Adoption steht aber noch), möchte ich mich bei euch allen bedanken, für eure Meinungen, Erfahrungen, Überlegungen, Ratschläge.
Ich möchte euch allen antworten, da es aber viel Input ist, hoffe ich, dass ich nichts vergesse. Falls doch - ist es keine Absicht.
Ich hasse nichts mehr als mich in der Opferrolle zu sehen, merke aber, dass ich mich dort zeitweilig (mehr als mir gut tut), aufhalte. Ich weiß es, verharre aber, wie ich heute Morgen schon schrieb, ich verändere nichts.
Obwohl ich das weiß, auch das ich mich bewegen muss, um voran zu kommen - bewege ich mich nicht, verharre und wundere mich, warum es nicht besser wird.
Ich stehe mir selbst im Weg, ich boykottiere mich, dass schrieb ich ja auch schon und ich weiß das es so ist, bin ja nicht blöd, aber ich bewege mich nicht. Ich weiß nicht warum das so ist.
Mir ist glasklar bewusst, dass ich selbst nur etwas machen kann, aber ich mache es nicht.
Ich fühle mich nicht wohl in der jetzigen Situation, ich verstehe auch nicht, warum ich mir selbst so viel Leid aufs Auge drücke, anstatt vorwärts zu gehen und endlich mal das Gefühl zu bekommen - es geht aufwärts, es wird besser.
@schmaloo Deine Vergangenheit, dein Vergleich mit dem Zug, dass hat mich beeindruckt. Es liest sich so leicht, aber ich weiß, dass es immens schwer gewesen sein muss, abzuspringen. Ich kralle mich noch in meinem Sitz fest, obwohl ich bereits weiß, dass ich los lassen muss. Als du geschrieben hast, ja, du gehst davon aus, dass wir noch mal zusammen kommen, ist mir das Herz in die Hose gerutscht - diesen Gedanken habe ich auch noch sehr oft, aber es bringt nichts, in zu verfolgen, denn genau dieser Gedanke (Wunsch) lässt mich nicht los lassen.
In meiner Vergangenheit habe ich es geschafft, los zu lassen, nicht immer sofort, Gott bewahre, ich war echt eine harte Nuss. Und wie gesagt, ich sehe und merke es ja selbst. Ich möchte aus diesem Kreislauf raus. Und obwohl ich das so sehr möchte, habe ich extreme Angst davor.
Es gab Zeiten in meinem Leben, da war ich autark, unabhängig, wollte auch keinen Partner und hatte auch keinen. Ich weiß nicht, warum ich diesen Weg dahin jetzt so boykottiere. Lieber verharren als Energie darauf zu verwenden, wieder von vorn anzufangen?
Liebe Idaho, ja Liebeskummer fühlt sich grausam an, wie du es geschrieben hast, ohne Ablenkung, ohne alles tut es extremst weh. Wenn ich nur daran denke, also mich der Realität stelle, kommt solch ein Schmerz in mir hoch, der mir selbst das atmen erschwert. Es ist wirklich schwer das auszuhalten.
Liebe @Broken82 Mit der Stimme - du hast sehr recht damit. So ähnlich ist es, was heißt ähnlich, es ist so. "Du bist was du denkst" - den Satz schon so oft gesagt, gelesen und trotzdem verändert sich nichts in / bei mir, außer das diese doofe Stimme mich immer übertönt.
Liebe @KBR gute Dinge tun, mir selbst sagen, sie mir bewusst sagen - auch das fällt mir extrem schwer. Auch hier kann ich nur sagen, ich weiß das alles in der Theorie, ich habe die Praxis nur verloren....

Ihr lieben, ich muss einen Weg finden um voran zu kommen. Ich muss, muss, muss.....
Mein Leben kann so nicht mehr weiter gehen, es geht einfach nicht. Ich möchte wieder atmen können, ohne Schmerz, ich möchte in die Zukunft gucken können ohne Angst. Ich bin teilweise so gelähmt wenn es z. B. darum geht, an einfache Orte zu gehen, wo ich ihm begegnen könnte - das ist doch alles nicht normal.
Wenn ich nur diese Angst aufbröseln könnte, dann wüsste ich warum ich Angst habe. Ich drehe mich, es tut mir leid, ich drehe mich im Moment nur.
Ich drücke euch alle.