Annabel
Gast
ich bin ganz neu hier - bin auf der Suche nach Hilfe auf dieses Forum gestossen.
Deshalb erst einmal ein freundliches Hallo.
Ich bin sehr verzweifelt, weiß nicht, was ich denken soll.
Ich bin mit meinem Freund seit 3 Jahren zusammen, von Anfang an hatte er Anzeichen von Burnout, welches sich mit der Zeit verschlimmert hat. In der Zwischenzeit war er schon in einer Klinik, hat Psychotherapie, nimmt Medikamente, ist immer mal wieder längere Zeit krank geschrieben.
Ich habe die ganze Zeit versucht, ihn zu unterstützen, habe alles mitgemacht und akzeptiert, dass eine ganz normale Beziehung nicht möglich war. Die Tatsache, dass wir nicht zusammen wohnen und er sich immer mal wieder für Wochen zurückzieht, hat alles sehr schlimm für mich gemacht und ich schiebe eigentlich seit Ewigkeiten Dauerfrust, mache fast alles alleine, es gibt kaum gemeinsame Zeit.
Gerade ist es wieder einmal seit Wochen sehr schlimm und ich komme an den Punkt zu sagen, dass ich nicht mehr will. Ich verzichte für ihn auf alles und werde nur abgewiesen. Auch wenn dies typisch für Burnout-Patienten ist, ist es doch auf Dauer nicht zu ertragen für den Partner.
Nur leider schaffe ich es nicht, den letzten Schritt zu gehen und die Beziehung tatsächlich zu beenden. Dann sehe ich ihn wieder und merke, wie viele Gefühle ich doch für ihn habe und dann kann ich es nicht tun. Und dann lasse ich mich wieder wochenlang mit whatsapp Nachrichten oder auch mal Telefongesprächen abspeisen.
Gibt es hier Leute, die aus so einer Situation den Absprung geschafft haben?
Viele Grüße
Annabel