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Trennung im reiferem Alter, Zukunftsängste "anders"?

himmelhölle

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hallo zusammen,

nun hab ich ganz frisch die Trennung vollzogen, es tut Weh, aber bin mir auch mit jedem Tag sicherer; dass es die richtige Entscheidung war.

Mich würde mal eure Meinung interessieren, gibt es einen Unterschied altersbedingt was Zukunftsängste nach einer Trennung betreffen? Sorry, kann mich gerade nicht so formulieren.

Ich bin jetzt 48 Jahre alt, wenn auch junggeblieben von meiner Art. Fallen ältere nach einer Trennung in ein weit tieferes Loch, weil doch die meisten in dem Alter gebrannte Kinder sind und es deshalb schwieriger ist einen neuen Partner zu finden, wo es passt.

Nicht falsch verstehen, ich habe erst mal die Nase voll von der Männerwelt.

Man macht sich glaub mehr Gedanken um die Zukunft nach einer Trennung, weil es einfach schwieriger wird in dem Alter irgendwann sich auf was neues einzulassen. na ja und die Zeit rast und rast.

Ich fühle gerade Trennungsschmerz, aber ich habe auch das Gefühl, dass mich noch mehr Zukunftsängste plagen.

Ich hoffe, meine Zeilen kommen richtig rüber.

23.09.2017 08:55 • #1


TinTin1980


Ist das wieder so eine Art "gebt mir eine pauschale Aussage, weil ja alle Menschen gleich ticken"-Thread?
Mit deinen 48 Jahren sollte dir klar sein, dass man keine pauschale Aussage treffen kann. Aber natürlich ist es verhältnismäßig schwieriger einen neuen Partner zu finden - wenn DAS deine Zukunftsangst ist. Das liegt in der Natur der Sache: Mehr Verheiratete, Mehr Menschen mit Kindern die sich deswegen nicht trennen wollen/können, Mehr Erfahrungen und somit auch mehr Enttäuschungen, usw..

Du bist keine 25 Jahre alt mehr. In diesem Alter sind Menschen zumeist ungebundener und oft auch noch nicht "angekommen" (meistens eher gewollt).

Du solltest nicht an die Zukunft mit einem neuen Partner denken, denn das kommt so rüber. Denk zuallererst an dich und was du mit dir anstellen möchtest. Reisen? Wohnung neu möblieren? Freunde treffen? Lernkurse an der VHS?
Du begibst dich in deinen Gedanken schon wieder in eine Abhängigkeit, da du deine (glückliche) Zukunft offensichtlich an einen anderen Menschen knüpfst.

Denk mal drüber nach....

23.09.2017 09:08 • x 2 #2



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himmelhölle


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Ich hab mich vielleicht etwas ungünstig formuliert. Trennungsschmerz macht jeder durch, da gibt es keine Skala, aber ich glaube wenn man im reiferem Alter ist, kommen noch heftige Zukunftsängste dazu.

Aber du hast Recht, ich sollte mich jetzt erst mal Stück für Stück aus meiner aktuellen Situation "rauskämpfen" und alles andere wird sich ergeben.

Momentan befinde ich mich eher noch in so einem "Lähmungszustand", verkrieche mich..., aber ich glaube, dass muss man auch zulassen.

In meinem Kopf ist noch voll Chaos, gemischt mit vielen Ängsten.

23.09.2017 09:23 • x 1 #3


arjuni


Zitat:
Trennungsschmerz macht jeder durch, da gibt es keine Skala, aber ich glaube wenn man im reiferem Alter ist, kommen noch heftige Zukunftsängste dazu.


Ich würde meinen, dass Zukunftsängste nur dann hinzukommen, wenn jemand jahrelang die Beziehung als Haupt-Lebensinhalt gelebt hat. Und Hobbys, Interessen, Freundschaften und solche Dinge vernachlässigt hat. Immer nur alles zusammen mit dem Partner gemacht wurde. Es erinnert mich irgendwie an diese schlimme Krise, wenn Frauen "nur" Mütter waren und keine eigenen Interessen nebenher verfolgt haben und dann das/die erwachsen gewordene/n Kind/er auszieht/ziehen und der komplette Lebenssinn wegbricht.

Zitat:
Fallen ältere nach einer Trennung in ein weit tieferes Loch, weil doch die meisten in dem Alter gebrannte Kinder sind und es deshalb schwieriger ist einen neuen Partner zu finden, wo es passt.


Das würd ich jetzt nicht grundsätzlich so sehen. Auch andere ältere Menschen trennen sich ja, bringen schon Lebens- und Beziehungserfahrung mit. Haben schon Krisen in ihrem Leben bewältigt, wissen vielleicht sogar viel mehr, was sie wirklich wollen und haben - im Idealfall - aus alten Fehlern gelernt.

Diese Angst, die Du da hast "Jetzt werde ich ganz alleine alt werden und das wird ganz schlimm sein" - ist ein negativer Glaubenssatz, der Dich zu Deinem Trennungsschmerz zusätzlich runterzieht. Du kannst gar nicht wissen, was noch alles kommt. Und wie es einmal sein wird. Schau, dass Du im heute und im Moment bleibst mit Deinem Denken.

23.09.2017 10:28 • x 2 #4


Ex-Mitglied


Was ist denn in deinem Kopf?
Magst du erzählen?

23.09.2017 14:42 • x 2 #5


monchichi_82

monchichi_82


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Du schreibst als wärst du hoch 70 und müsstest jeden Moment alleine sterben. Mit 48 ist das Leben noch lange nicht vorbei und du hast noch Zeit mehr als genug einen Partner zu finden. Das ist in meinen Augen sogar ein günstiges Alter in dem sich gerade wieder viele trennen und scheiden lassen. Schlechte Beziehungserfahrungen kann man in jedem Alter machen aber wenn man im Leben immer nur vom Schlechten ausgeht verlässt man am besten die Wohnung gar nicht mehr.

26.09.2017 12:42 • x 3 #6




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