Ehemaliger User
Gast
Nach 23 gemeinsame Jahre (davon 18 Ehejahre) hat sich meine Frau plötzlich von uns getrennt.
Ja, ich hätte es auf mich zukommen sehen müssen, ich war mir jedoch ZU SICHER, sie würde so etwas nie tun. Obwohl sie Ende 2000/Anfang 2001 eine kurze Affäre mit ein SMS-Kontakt hatte!
Nach diese Affäre hat sie den Mut gefunden, es mir zu erzählen... Ich bin zusammengebrochen und war zunächst wie betäubt. Wir haben die ganze Nacht darüber gesprochen und den gemeinsamen Fehler gesucht! Keine Vorwürfe, keine Anschuldigungen, keine Rügen meinerseits... Ich liebe sie wircklich und mit all meine Sinnen...
Sie sagte mir dann noch: "Ich habe lange gezweifelt, aber jetzt weiß ich es ganz sicher: ich liebe dich, bin froh dich zu haben und will dich nie verlieren..."
Wir versprachen uns gegenseitig besser auf den Alltagstrott aufzupassen, endlich ehrlich und intim uns auszutauschen (ich meine über sich reden), uns mehr Zeit für uns selbst zu nehmen. Wir versprachen uns ach so vieles...
Ich spürte jedoch recht bald, daß eine Distanz zwischen uns da war. Sie hielt sich steht ausserhalb meiner Reichweite. Meine Versuche, mit ihr zu sprechen, mich ihr zu nähern blieben erfolglos: sie flüchtete stets vor mir...
Und dann, am 6. Dezember 2001, blieb sie einfach weg von Zuhause. Jetzt läuft das Trennungsjahr und sie verlangt die Teilung des Haushaltes.
Nichdestotrotz können wir nun etwas besser miteinander sprechen, manchmal... Sie bleibt mir gegenüber geheimnisvoll, beteuert oft dass ihre Gefühlen für mich nicht erkaltet sind.
Gestern noch fragte ich ihr, ob sie es für sich nun ausschließen kann, dass wir wieder zusammen finden könnten: "Nun ja, im Moment ja. Aber später... Ich möchte jetzt nichts darüber sagen..."
Was kann ich davon halten?
Der Mann zu dem sie eingezogen ist (lebt momentan seine 2. Scheidung durch) hatte ihr lediglich seine Haustürschlüssel angeboten, damit sie nicht auf die Strasse landet, wenn sie von Zuhause flüchtet. Rein platonisch. Erst jetzt meint sie anzufangen ihn zu lieben...
Ich bin ganz verloren. 2 unsere 3 Kinder sind bei mir geblieben, zum Glück... Aber wie kann sie alles hinter sich lassen, ohne sich umzudrehen: unsere Ehe, die Kinder, unser Zuhause, die Verpflichtungen...? Wie kann ein Mensch so etwas tun? Es ist ihr anzusehen, daß sie nicht glücklich ist. Und sie beklagt sich auch dauernd von niemanden verstanden zu werden...
Hilfe!!! Kann mir jemanden etwas Licht geben?
Jeztz, nach 6 Wochen der Trennung bekomme ich ein ganz anderer Eindruck des Geschehens: der Mann mit dem sie eine Affäre (Anfang 2001) hatte rief mich an und bat mich ihr mitzuteilen, sie möchte mit ihre SMS aufhören...
Er konnte mir Worte nachsagen, die sie mir gesagt hatte und die keiner sonst wissen konnte; Sachverhalten wurden geschildert, die (dachte ich) nur ich kannte... und anderes mehr. Ich habe also keinen Grund an seine Worte zu zweifeln. Er rief mich an und ließ auch seiner Frau sprechen und SMS-Texte vortragen...
Schmerz... Schmerz... Schmerz...
Ist es den nun so, dass sie diese Affäre noch nicht abschließen konnte? Kann sie deswegen alles aufgeben?
Ich kann es nicht glauben, fühle mich jedoch dermaßen getäuscht und mißtraut... Alles nur Theater gewesen, ein Jahr lang? Warum hat sie mir nichts davon gesagt? Bekannten gegenüber soll sie bereits im März 2001 gesagt haben: "Ich bleibe nicht mehr lange bei ihm. Ich werde gehen..."
Und dann ihre Versprechungen: Liebe, Vertrauen, gemeinsames meistern der Hürden des Lebens...
Ich dachte, ich wäre gestorben. Nein, ich sterbe noch etwas mehr.
Warum kann man diese Gefühle nicht abstellen, warum liebe ich sie so sehr?