maltmk
Gast
ich hab echt lange überlegt ob ich hier was schreibe oder nicht. Aber so langsam bin ich an einem Punkt gekommen, wo auch ich nicht mehr weiß, wie ich mit der ganzen Situation umgehen soll.
Kurz zu mir/uns. Ich bin jetzt 48 Jahre meine Frau 35 und wir waren 13 Jahre zusammen. Vor 12 Jahren heirateten wir und aus unserer Ehe gehen zwei ganz tolle Kinder, 5 und neun Jahre, hervor.
Vor gut sechs Jahren zogen wir mit der Schwiegermutter in ein Haus. meine Frau war es schon immer wichtig das wir ihre Mutter mitnehmen, weil sie sie später auch zu Hause pflegen wollte, falls es mal dazu käme. Soweit so gut, damit hatte ich auch kein Problem. Wir übernahmen das Haus allerdings in der Form, das es unten "gut" ausgebaut war und ich "nur noch" das Obergeschoss und Dachgeschoss ausbauen mußte. Ich bin bis zum heutigen Tage nicht fertig geworden. Die Gründe hierfür sind vielfältig, denn entweder hatten wir kein Geld, weil ich keine Arbeit hatte, oder wir hatten Geld, aber ich war im Aussendienst unterwegs und mir fehlte die Zeit.
So vergingen die Jahre, es gab sehr viele Höhen und tiefen, die ich jetzt nicht alle aufzählen will, weil dies wohl den Rahmen sprengen würde. Ich hatte dann im vergangenen Jahr zum November hin meine Arbeit verloren, weil unsere Fa. dicht gemacht hatte. Und kurz vor Weihnachten offerierte mir meine Frau, das sie sich von mir trennen wollen würde.
Es läge an der ganzen finanziellen Situation. Es ging ihr nicht um Geld direkt, sondern wie ich mit den verschiedenen Situationen umging, wenn schon wieder eine Rechnung rein kam, die bezahlt werden mußte. Ich sah das Ganze immer sehr rational und sah zu, dass das was wichtiger war zuerst bezahlt wurde und das andere halt ein wenig warten mußte. Das machte ich schon seid Jahren so und meine Frau wußte dies auch. Sie jedoch ging damit immer sehr emotional um, weil sie es nicht kannte, das eine Rechnung nicht sofort bezahlt wird. Aber in unserer Situation mit dem Haus ging es halt nicht anders. Unser Fehler war einfach der und das sagte ich ihr auch, das wir ohne Rücksicht auf die jeweilige finanzielle Situation immer weiter gelebt haben. Wir haben nicht mit dem Geld um uns geworfen und auch keine großen Anschaffungen gemacht, aber halt immer normal weitergelebt.
Bedingt durch die Tatsache nun, dass sie damit emotional nicht mehr umgehen konnte wollte sie sich schon kurz vor Weihnachten vergangenen Jahres von mir trennen. Ich bat sie damit noch bitte bis nach Weihnachten zu warten wegen der Kinder. Sie kam der Bitte nach und zu Silvester war sie plötzlich wie ausgewechselt. Kein Wort mehr von Trennung sondern von "komm wir probieren es nochmal". Meine Freude war groß. Dann kam wieder eine nicht bezahlte Rechnung ins Haus, es ging um 30,-€, das war das Ende. Nun war sie nicht mehr davon abzubringen, das wir uns trennen.
Ich muss dazu sagen,alles im ruhigen und in Freundschaft, der Kinder wegen, also kein Rosenkrieg oder so.
Aber jetzt kommt mein Problem. Es ist bereits meine 2. Ehe, die erste war ohne Kinder. Schon bei der ersten sagte ich, ich heirate nur einmal. Jetzt geht auch diese Ehe in die Brüche und ich fang mit 48 wieder bei Null an. Mit nichts, keine Möbel nichts. Die Kinder, sie fehlen mir so. Ich hatte zum ersten Mal nach dem Arbeitsplatzverlust eine enge Binduing zu ihnen aufgebaut. Was mir vorher aufgrund meiner vielen Aussendiensttätigkeiten nicht oder nur schwer möglich war. Und jetzt...alles weg. Ich kann mir stellenweise derzeit noch nicht einmal Bilder von ihnen oder ihr anschauen ohne das gleich das Wasser fließt. Die Krönung passierte mir gestern im Sportstudio, als ich bei einer Pause ein trauriges Lied hörte, an meine Frau und die Kinder dachte und mir plötzlich die Tränen liefen. Völlig unkontrolliert. Das gleiche wenn ich die Stimme meiner kleinen Tochter am Telefon höre usw. usw. usw.
Alles in allem eine sehr ....Situation. Ich habe zeitgleich mit der Trennung einen Lehrgang angefangen und wohne derzeit in einem Lehrgangsheim ca. 350 km von der alten Heimat entfernt. es gibt Zeiten, gerade am WE, da fühlt man sich so völlig allein und fragt sich, hey, was mach ich hier eigentlich noch. Wozu das alles noch, für wen. Ich liebe meine Frau und die Kinder immer noch von ganzem Herzen. Neuhlich sagte jemand zu mir: " hey warte ab, wen ihr erstmal räumlich getrennt seid ränkt es sich vielleicht wieder ein." Ich glaube eher nicht, den als ich sie einmal in den vergangenen Wochen fragte was sie für mich noch empfindet sagte sie: "Freundschft". Ich denke das sagt alles....oder?
Wie seid ihr mit solch einer Trennungssituation umgegangen, was hat Euch geholfen was habt ihr gemacht. Ich flüchte mich gerade in den Sport, aber es gibt immer wieder Augenblicke des Nachdenkens und des Überlegens. Eigentlich lebe ich jetzt hier so vor mich hin ohne zu wissen wie es es weitergehen soll bzw. wie ich mit dieser Situation umgehen soll. Vielleicht könnt ihr mir ja sagen was ihr gemacht habt, wie ihr mit der Situation der Trenung von Frau und Kind umgegangen seid. Ganz fürchterlich wird auch Ostern sein. Ich werd mich riesig auf die Mäuse freuen, graule mich aber jetzt schon vor dem Abschied.
Danke an jene, die sich die zeit genommen haben dies zu lesen.